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Verkaufschef Booms im auto.de-Gespräch: “Germany zählt sehr viel bei Ford“
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Wie der neue Escape in den USA sieht ab 2013 auch der Kuga hier aus. Bilder

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... und der gleich darunter positionierte Kleinwagen Fiesta. Bilder

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Federführend in Köln entwickelt: Kompakter Focus, hier als Turnier, ... Bilder

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Ford-Deutschland-Verkaufschef Wolfgang Booms. Bilder

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Neue Design-DNA: Ford-Konzeptauto Evos. Fotos: Koch/Grebe/Ford Bilder

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Fords neuer Türkantenschutz verhindert Beulen und Schrammen.  Bilder

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Büttelborn – In einer gegenüber 2010 schrumpfenden Industrie hat sich Ford in Deutschland bislang sehr gut behauptet. Der Pkw-Marktanteil der Kölner betrug im Oktober 7,7 Prozent, lag damit 1,1 Prozentpunkte über dem Ergebnis vom Oktober 2010. Bezogen auf die Gesamtzulassungen, also Pkw und Nutzfahrzeuge, hat Ford im Oktober sogar rund acht Prozent Marktanteil erzielt. Seit Jahresbeginn sind über 194 000 Pkw und rund 27 500 Nutzfahrzeugen abgesetzt worden. Ford-Verkaufschef Wolfgang Booms spricht bei der jüngsten Regionaltour in Büttelborn bei Groß-Gerau von einer „starken Stellung auf dem deutschen Markt“ und davon, eine der am stärksten wachsenden Automarken hier zu sein.

Was macht Sie denn so stark?

Wolfgang Booms: Es sind die Ergebnisse einer langfristigen Strategie, einer attraktiven Modellpalette und besonders kundenorientierter Angebote. Es sind hervorragende Ergebnisse in einem Markt, der für Ford zu den wichtigsten der Welt gehört.

Berechnungen der amerikanischen Handelskammer haben ergeben, dass Sie 2010 erneut sogar das umsatzstärkste deutsche Unternehmen mit amerikanischer Muttergesellschaft waren.

Wolfgang Booms: Sogar noch vor McDonald’s und vor Exxon, also Esso und Mobil Oil.

Hat sich die Bedeutung Deutschlands für den Gesamtkonzern gewandelt?

Wolfgang Booms: Sie ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Auch das ist ein Grund, warum Ford global so erfolgreich ist.

Das heißt?

Wolfgang Booms: Unsere globale „One Ford“-Strategie zahlt sich gerade deshalb aus, weil in diesem Zusammenhang auch die Zuständigkeiten für Design und Entwicklung künftiger Modellreihen neu verteilt [foto id=“391678″ size=“small“ position=“left“]worden sind, nämlich genau dorthin, wo auf einzelne Länderorganisationen bezogen jeweils die größten Kompetenzen liegen.

In Deutschland und Europa haben Sie im dritten Quartal rund 220 Millionen Euro operativen Verlust eingefahren.

Wolfgang Booms: Das dritte Quartal ist generell schwierig, denn in der Regel fährt man in der Urlaubszeit die Produktion zurück und macht Sommerpause. In Europa kann man nur erfolgreich sein, wenn man in Deutschland erfolgreich ist. Wir verkaufen hier nicht nur erfolgreich Autos, wir entwickeln sie – wie den neuen Focus, den wir in allen Karosserievarianten von Saarlouis aus in mehr als 80 Länder exportieren – hier auch für die weltweiten Märkte, ebenso wie viele neue Technologien, die in diesen Fahrzeugen zum Einsatz kommen.

Auch Ihr neuer Türkantenschutz?

Wolfgang Booms: Auch der. Dabei handelt sich dabei um eine schützende Leiste aus Kunststoff und Gummi, die sich beim Öffnen der Autotür automatisch und in Sekundenbruchteilen um die Türkante legt. Damit gehören Kratzer und Dellen am eigenen Auto, aber auch am Nachbarauto der Vergangenheit an. Und teure Lack- und Blechreparaturen ebenso. Dieses mechanische, inzwischen sogar patentierte System ist von unseren Ingenieuren in Köln-Merkenich entwickelt worden. Wir bringen das Türkantenschutzsystem Anfang 2012 serienmäßig im Focus Titanium auf den Markt.[foto id=“391679″ size=“small“ position=“left“]

Mit dem Evos-Konzeptauto haben Sie zuletzt bereits einen Ausblick darauf gegeben, wie Ford-Modelle in Zukunft aussehen könnten.

Wolfgang Booms: Genau das ist es, was ich meine. Denn auch das globale „Gesicht“ der Marke wird maßgeblich gerade von Deutschland aus bestimmt, und zwar von unseren Designern in Köln-Merkenich, an denen andere, wenn es um das künftige Aussehen unserer Autos geht, jetzt erst einmal vorbei müssen. Die neue Design-DNA gibt die Richtung für eine komplett neue Modellfamilie vor.

Alles in allem: Wie sehen Sie sich und Ihre Europa-Kollegen nun im gesamten Konzernverbund?

Wolfgang Booms: Wir gehören zusammen mit unserer europäischen Organisation heute zu den ganz wichtigen Säulen im weltweiten Ford-Team. „Made in Germany“, „Engineered in Germany” und „Designed in Germany” zählt sehr viel bei Ford. Und sicher nicht ohne Grund hat US-Konzernchef Alan Mulally erst Anfang November in Köln den Startschuss zur Produktion unseres neuen, verbrauchsarmen 1,0-Liter-Dreizylinder-Motors mit Benzindirekteinspritzung gegeben.

Was ist entscheidend?

Wolfgang Booms: Dass unsere Produkte die wichtigsten Treiber unseres Geschäftserfolges sind, in Deutschland ebenso wie in China oder in den USA.

Und was ist mit dem Tempo, mit dem Sie diese neuen Produkte und Technologien entwickeln und auf den Markt bringen?

Wolfgang Booms: Das haben wir deutlich erhöht. Schon 40 Prozent des europäischen Verkaufsvolumens sind in diesem Jahr bereits neue oder überarbeitete Modelle.

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Ford

… ist in Deutschland schon sehr lange vertreten. Seit 80 Jahren laufen in Saarlouis und Köln Autos vom Band. Hinzu kommen das globale Forschungszentrum in Aachen und das Entwicklungszentrum in Köln-Merkenich, wo federführend etwa der aktuelle Fiesta und der neue Focus entwickelt worden sind. Insgesamt zählt Ford hierzulande rund 25 000 Beschäftigte aus 50 Nationen. Am Rhein und an der Saar sehen sich die Kölner in der jeweiligen Region als größter industrieller Arbeitgeber. Ford hat bei uns aktuell mit dem Ka, Fiesta, Fusion, Focus, C-Max/Grand C-Max, Kuga, Mondeo, S-Max und Galaxy neun Pkw-Modellreihen sowie verschiedene leichte Nutzfahrzeuge im Programm. Deutschland ist nach Großbritannien der zweitwichtigste Absatzmarkt für Ford in Europa.

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