VW e-up!

VW e-up! – Kurzatmiger e-Sportler
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Wenn es um neuartige Technologien geht, kommt VW zwar gerne mal etwas später, dann aber gewaltig. So zierten sich die Wolfsburger lange davor, in den Markt der elektrisierten Fahrzeuge einzusteigen. Mit Golf GTE, Passat GTE, E-Golf und E-up! geht es nun aber richtig zur Sache. Das clevere dabei; die „alternativen“ Volkswagen kaum von den konventionellen Verbrennern zu unterscheiden. So könnte es was werden, die elektrische Mobilität aus ihrem Nischendasein zu befreien.

Zu teuer für die Massen

Wirklich massenkompatibel dürften von den oben genannten jedoch zunächst nur die Plug-in-Hybriden GTE sein. Warum? Weil der e-up schlichtweg zu teuer ist, als mehr als ein Aushängeschild zu sein. Denn an den 26.900 Euro Kaufpreis hängt noch ein Rattenschwanz an relativ hohen Versicherungskosten, das unabdingbare Vorhandensein eines eigenen Stellplatzes mit Stromanschluss und dem – sofern man den e-up! wirklich KAUFT enormen Wertverlust.

Trotzdem: Den muss man gefahren haben

Dabei ist der e-up echt ein Erlebnis. Um den hohen Preis annähernd zu rechtfertigen, packt VW hier alles rein, was die Ausstattungspalette her gibt und noch mehr. Die Klimatronic aus dem Stromer bekommt man im Normalo-up auch nicht gegen Aufpreis. Von außen unterscheidet sich der elektrisierte up von seinen konventionellen Geschwistern nur durch speziell ausgeformte Licht-“Klammern“ an Front und Heck sowie den e-up! Schriftzug am Heck. Auch bei der Elektromobilität bleibt VW damit seiner Linie treu, ganz im Gegensatz zu den ausgeflippten BMW i3 oder Nissan Leaf.
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Verzicht auf Show-Effekte

Auch im Innenraum verzichtet der VW e-up auf große Show-Einlagen und setzt auf analoge Anzeigen und ein vermeintlich normales DSG-Getriebe. Da der E-Motor im e-up! jedoch eigentlich keinerlei Gänge benötigt, wählt man über den Vertrauten Hebel nur die Fahrmodi: parken, Rückwärts, Neutral und Vorwärts. Statt sportlichem „S“ Modus verfügt der e-up jedoch über die Wahlmöglichkeit aus drei verschiedenen Rekuperationsstufen. Nimmt man in der höchsten Stufe den Fuß vom Gas, verzögert der e-up so stark, dass die Bremse praktisch arbeitslos wird.

Der e-up! ist der flotteste up!

Das beeindruckende am VW e-up! ist jedoch der Vorwärtsdrang. Denn während die fossilen Verbrenner mit maximal 75 PS und 95 Nm Drehmoment vor sich hin tuckern, lässt sich der kleine E-Flitzer dank 82 Pferden und permanenten 210 Nm Drehmoment richtig sportlich bewegen. Das der Schwerpunkt dank im Unterboden verbauter Akkus sehr tief liegt, passt dazu sehr gut. Allerdings stören die schmalen auf geringen Rollwiederstand optimierten Reifen bei der zügigen Kurvenhatz. Zudem regelt der kleine Stromer bei 130 km/h ab, damit die Reichweite von maximal 160 km nicht zu schnell auf null fällt.
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Verbrauch ,Reichweite und Nachladen

Allerdings sind Elektroautos – auch wenn ihre immer gleich hohe Leistungsentfaltung dazu verleitet – nicht als Sportwagen gedacht. Im Normalen Verkehr gleitet der e-up angenehm ruhig (in jedem nur erdenklichen Sinn des Wortes) durch die City. Sind häufige Ampelstopps für die Effizienz eines Verbrenners absolutes Gift, spielt der Elektromotor im e-up! dabei seine Stärke erst richtig aus, gewinnt er doch bei jedem ausrollen kräftig Energie zurück. So käme laut Bordcomputer immerhin auf eine Reichweite von etwa 130 km. Der Verbrauch liegt dabei etwa bei 15 kWh/100 km, der Hersteller gibt 11,7 kWh/100 km an.

Das Problem mit dem Nachladen

Müsste ich im e-up zurück nach Leipzig fahren, müsste ich selbst mit vollen Akkus also unterwegs ein mal Laden. Fühlt man sich in Wolfsburg im VW-Konzern-Fahrzeug noch wie im Schlaraffen-Land – an jeder Ecke zeigt einem das Navi hier nutzbare E-Lade-Stationen an – sieht das ganze außerhalb der Stadt bereist ganz anders aus. Zumal der e-up sogar an einer 3,6 kW Wallbox geschlagene sechs Stunden für eine Akkuladung benötigt. Zwar bietet VW auch einen CCS-Anschluss (Combined Charging System) für den e-up! an, über den man mit 40 kW die Akkus in nur 30 Minuten wieder bei 80 Prozent hat, doch Möglichkeiten diesen zu nutzen, gibt es leider kaum. Hier sei nun laut VW die Bundesregierung gefordert. Das Angebot an Elektro-Autos und Plug-in-Hybriden sein nun schließlich gegeben, nun fehlen Anreize zum Kauf und eine ordentlich ausgebaute, öffentliche Infrastruktur.
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Fazit

Der e-up ist wirklich ein Erlebnis. Sollte sich Ihnen mal die Möglichkeit einer Probefahrt bieten, schlagen sie zu. Denn mit seiner Mischung aus biederer Optik, moderner Technik und absolut beeindruckender Fahrleistung, zieht der kleine Stromer einen schnell in seinen Bann. Zumal man sich dann weder um den horrenden Anschaffungspreis, noch um die Reichweite sorgen machen muss.

Technische Daten VW e-up!

Fünftüriger, viersitziger Kleinstwagen
Länge/Breite/Höhe (m): 3,54/1,65/1,49
Radstand (m): 2,42
Motor: Permanentmagneterregter Synchron-Elektormotor
Leistung: 60 kW/82 PS
maximales Drehmoment: 210 Nm bis 2.800 U/min
Vmax: 130 km/h
0-100 km/h: in 12,4 s
Durchschnittsverbrauch: 11,7 kWh/100 km
CO2-Ausstoß: 0 g/km
Effizienzklasse: A+
Preise: ab 26.900 Euro

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