Heizen im Wohnmobil

Winter-Romantik: Urlaub im warmen Wohnmobil
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Für Winter-Romantiker hat das Wort "Gemütlichkeit" oft eine besondere Bedeutung. Dabei kommt es auch auf die Wahl des Ortes an. Auf Platz eins der "Hitliste" steht bei vielen sicher ein lauschiger Abend vor dem knisternden Kaminfeuer in einer einsamen Ski-Hütte. Wer es etwas mobiler mag, der schwört womöglich auf sein Wohnmobil. Nur: Das mit dem Kamin funktioniert bei der Wohnung auf vier Rädern so natürlich nicht. Doch frieren müssen die Camper deshalb noch lange nicht. Die Experten von "promobil" geben einige Tipps und liefern hilfreiche Fakten rund ums richtige Beheizen von Reisemobilen.
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Heizen im Wohnmobil

So kann bei einer Gasheizung der Zündvorgang durchaus schon einige Zeit dauern. Falls die Zuleitungen nämlich noch mit Luft gefüllt sind. Doch heutige Reisemobil-Heizungen starten vollautomatisch und zünden nach, falls die Flamme erlischt. Und woher weiß der Camper, wann die gewünschte Temperatur erreicht ist? Heizungen mit Bildschirm-Bedienteil und einer digitalen Anzeige und -einstellung signalisieren zwar höchste Genauigkeit, bei der Temperaturvorwahl haben sie jedoch teils mit den technischen Gegebenheiten zu kämpfen. Denn je nachdem, wo der Messfühler installiert ist, können sich äußere Einflüsse auf die Heizungssteuerung auswirken. Die Folge: Die Heizung powert einfach weiter, und die Raumtemperatur weicht von der Voreinstellung ab. Und deshalb raten Fachleute zur Nachrüstung eines zusätzlichen, also zweiten, Thermofühlers an geeigneter Stelle.

Wichtig: Ist das Reisemobil durchgekühlt, sollte beim „Heizen“ nicht unbedingt gleich mit voller Gebläseleistung gearbeitet werden. Während der Anfangsphase empfiehlt es sich außerdem, die Ausströmerklappen gezielt zur Lenkung des Warmluftstroms einzusetzen. Sinnvoll ist es dabei, zunächst nur den Wohn- und Küchenbereich zu temperieren. Das Schlafzimmer und Bad können noch etwas warten. Dazu werden dort die Klappen der Ausströmer geschlossen.

Der „Feind“ der Wohlfühl-Temperatur ist sie sogenannte „Schwitzwasserbildung“. Um die zu vermeiden, ist es ratsam, möglichst alle Stauklappen und Schränke gleichzeitig zu öffnen, so die Experten. Dabei sollte man stets auch die Vorhänge aufziehen oder die Rollos hochlassen – dann werden auch die Fenster mittemperiert. Das ist bei frostigen Außen-Temperaturen hilfreich. Im Gegensatz zur Aufwärmphase sollte beim Dauerheizen die Luftumwälzung per Gebläse permanent aktiviert sein, und wenn es nur auf kleinster Stufe ist.

Wie an anderen Orten ist auch im Wohnmobil auf eine ausreichende Belüftung zu achten – vor allem im Winter. Wenn die Notbelüftung nicht reicht und kein zu starker Wind weht, kann beim Heizen eine Dachluke etwas offen stehen. Die eingebrachte Feuchtigkeit im Fahrzeug muss aber in jedem Fall abgeführt werden. Und das geht am besten mit dem sogenannten „Stoßlüften“. Das ist besser, als permanent ein Fenster leicht geöffnet zu halten.

Auch eine Fußboden-Heizung macht durchaus Sinn, da die Wärme nach oben steigt und der Boden lange kühl bleibt. Allerdings hat sie keinen großen Einfluss auf die Raumtemperatur. Doch warme Füße sind für viele der Inbegriff von Gemütlichkeit. Wem das immer noch nicht reicht, der kann ja einen Glühwein genießen, sich unter eine Decke kuscheln oder ein paar warme Gedanken machen. Jeder Winter-Romantiker ist eben anders gestrickt – und das ist gut so.

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