Mercedes-Benz

125 Jahre Benz Patent-Motorwagen – Der Urmeter
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Patentschrift zum Motorwagen Bilder

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Der Erfinder des Autos, Karl Benz Bilder

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Bisher sind rund 150 Replikas des Patentmotorwagens entstanden Bilder

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Bertha Benz machte das Fahrzeug berühmt, mit einer Langstreckenfahrt Bilder

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Die Idee fand zunächst keine Bewunderer, was sich später allerdings änderte Bilder

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Das Dreirad hat mit modernen Autos noch einiges gemein Bilder

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Das erste Auto der Welt feiert jetzt es seinen 125. Geburtstag Bilder

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Der Patent-Motorwagen ist der Urmeter unserer individuellen Mobilität Bilder

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Der Urmeter - Patentwagen Bilder

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Die ersten Meter sind immer die schwersten. Denn bis sich der Patent-Motorwagen einmal in Bewegung setzt, muss man das Gefährt erst beherrschen. Das fiel schon seinem Erfinder nicht leicht. Nicht umsonst endeten die ersten Ausfahrten von Karl Benz an den Mauern um den Hof vor seiner Mannheimer Werkstatt. Doch das ist mittlerweile eine halbe Ewigkeit her.

Und während Benz ein PS-Pionier war, der die Welt noch von der Pferdekutsche aus kennen gelernt hat, müssen wir hoch oben auf dem ledernen Bock zurückdenken und alles vergessen, was wir vom Autofahren wissen. Schließlich ist er Patent-Motorwagen der Urmeter unserer individuellen Mobilität, das erste Auto der Welt – und jetzt feiert es seinen 125. Geburtstag.[foto id=“341142″ size=“small“ position=“left“]

Eine kurze Ausfahrt im Geist von Gestern

Das haben wir zum Anlass für eine kurze Ausfahrt im Geist von Gestern genommen und das Autofahrern noch einmal völlig neu gelernt. Denn die am 29. Januar 1886 von Benz zum Patent angemeldete Erfindung hat nicht mehr viel mit unseren heutigen Autos gemein. Zwar gibt es vor allem im und um den von Benz nach dem Otto-Prinzip weiterentwickelten Motor noch ein paar Bauteile, die man auch in den aktuellen Verbrennern findet. Doch schon bei der Zahl der Räder hört es mit den Parallelen auf. Bei Benz mussten drei dürre aber dafür beinahe mannshohe Fahrradreifen genügen, um die Erfindung ins Rollen zu bringen. Statt eines Lenkrades gab es einen fragilen Steuerknüppel, mit dem man das einzelne Vorderrad auf Kurs hielt. Und wo wir heute mit Pedalen Bremsen oder Gas geben, mussten Benz ein unter dem Sitz montierter Hahn für die Gemischbildung und ein Knüppel an der rechten Seite reichen, mit dem man den Antriebsriemen kontrolliert.

Schon das Anlassen ist ein kleiner Kraftakt: Nur wer kräftig genug am liegenden Schwungrad schwingt, entlockt dem Motor ein Lebenszeichen. Zwei, drei Mal muss man das riesige Rad drehen, dann wird aus dem kurzen Stottern ein [foto id=“341143″ size=“small“ position=“right“]regelmäßiges Tuckern und der liegende Einzylinder kommt in Fahrt. Nur etwa 400 Mal die Minute stapft der Kolben durch den knappen Liter Hubraum und produziert dabei nicht einmal eine Pferdestärke. Doch weil zwar der Motor stolze 100 Kilo wiegt, das als eine Mischung aus Kutsche und Fahrrad konstruierte Chassis aber nur weiter 170 Kilogramm auf die Waage bringt, nimmt der Motorwagen trotzdem flott Fahrt auf. Immerhin 16 km/h waren damals möglich. Für die Autofahrer des 21. Jahrhunderts kaum mehr als ein schlechter Scherz – doch für Karl Benz beinahe ein Geschwindigkeitsrausch. Immerhin mussten damals die meisten Menschen noch zu Fuß gehen oder sich auf dem Fahrrad abmühen. Auch die Reichweite war für damalige Zeiten stattlich: Mit den knapp fünf Kilometern Ligroin aus der Apotheke kam Benz rund 50 Kilometer weit.

Während einem hoch oben über der Straße der Wind um die Nase weht und die Frisur so langsam die Form verliert, rumpelt und poltert der Wagen auf seinen dürren Rädern über den Boden und schnurrt so ruhig und gelassen durch das [foto id=“341144″ size=“small“ position=“left“]Hier und Heute, als hätte er allenfalls ein paar Monate und noch keine 125 Jahre auf dem Buckel. „Kein Wunder“, sagt der Mechaniker aus dem Mercedes Classic Center in Fellbach, der die Fahrt begleitet. „Das Auto ist ja auch nagelneu – beinahe zumindest.“ Denn während das noch von Benz immer wieder umgebaute, später zurück gerüstete, im Krieg arg in Mitleidenschaft gezogene und später wieder restaurierte Original des Patent-Motorwagens seit mittlerweile über 100 Jahren im Deutschen Museum in München steht, lässt Mercedes das erste Auto der Welt seit einigen Jahren regelmäßig nachbauen. Rund 150 Replikas sind seitdem entstanden, von denen man bei den Schwaben einige für knapp 70.000 Euro noch als Neuwagen erwerben kann.

Von solchen Stückzahlen kann Karl Benz nur träumen. Sein Motorwagen Nummer 1 bleibt ein Einzelstück, die Nummer 2 läuft auch nicht so recht, und erst als seine Ehefrau Bertha ohne sein Wissen und wohl auch ohne seine [foto id=“341145″ size=“small“ position=“right“]Zustimmung mit der Spritztour nach Pforzheim auf der Nummer 3 erfolgreich die erste Langstreckenfahrt der Automobilgeschichte absolviert, kommt seine Idee so langsam in Fahrt. Wirklich Geld verdient seine Erfindung allerdings erst, als die Benz-Werke getrieben von Weltwirtschaftskrise und Hyperinflation mit Daimler fusionieren und der Erfinder selbst längst aus dem Tagesgeschäft ausgestiegen ist. Das hat Karl Benz lange gewurmt: „Überall in Stadt und Land wird der Kraftwagen zum sensationellen Ereignis. Aber ein Käufer findet sich nirgends im deutschen Vaterlande“, klagt er in seinen Memoiren über den schweren Start des Autos. Mittlerweile jedoch hat ihm die Entwicklung mehr als Recht gegeben: Schließlich gibt es heute rund eine Milliarde Kraftfahrzeuge auf der Welt – und in jedem steckt ein Stück vom Patent-Motorwagen.

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DISKUTIEREN SIE ÜBER DEN ARTIKEL

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Markus Müller

Februar 3, 2011 um 10:40 am Uhr

Danke für den Hinweis, ABER:

Meter (Deutsch), Substantiv, m und n

Geschlecht: Schweiz und Österreich: nur der Meter, Deutschland: nach DIN 1301-1:2002-10 nur: das Meter.

Daher sagt auch der Duden, dass sowohl der als auch das Meter legitim sind.

Gast auto.de

Januar 30, 2011 um 3:37 pm Uhr

Liebe Redaktion,

Es heißt: Das Urmeter

mfg. Christian Haase

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