24 Stunden von Dubai

24 Stunden von Dubai: Volkswagen siegt in der Wüste
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Aus wolkenlosem Himmel prallt die arabische Sonne mit voller Wucht auf die Piste des Dubai Autodrome. Sandbeladene Böen pusten über den rund 5,4 Kilometer messenden Grand-Prix-Rundkurs, als das „Course-Car“ den Weg frei macht für den fliegenden Start des 24-Stunden-Rennens. Am Wochenende kämpften mehr als 90 Rennwagen um die Wüstenkrone am Persischen Golf. Seit 2006 fahren ausschließlich Kundensport-Teams das Langstreckenrennen, das bislang jedes Jahr von einer deutschen Marke gewonnen wurde.

Drei verschiedene Rennklassen gehen an den Start

Die internationale Rennveranstaltung unter dem Slogan „Championship of the Continents“ lässt drei verschiedene Rennklassen um den Gesamtsieg fahren: Die Tourenwagen-Serie „24H-TCE“, die Grand-Turismo-Serie „24H-GT“ und die Prototypen der Serie „24H-Proto“. Jede der drei Klassen wird, je nach Hubraum und technischen Spezifikationen, in weitere Kategorien unterteilt. In der seriennahen Tourenwagen-Kategorie TCR kämpften 14 Teams um den prestigeträchtigen Klassensieg und einen möglichst guten Gesamtrang. Als einziger Volkswagen startete der Golf GTI TCR (2017) des Liqui-Moly-Teams Engstler. Unter dem Rennfahrer und Teamchef Franz Engstler wechselten sich die Nachwuchsfahrer Florian Thoma und Luca Engstler sowie der mehrfache TCR-Klassensieger Benjamin Leuchter und Jean Karl Vernay, amtierender Meister der TCR International Series, am Lenkrad ab.

„Das erste Drittel des Rennens haben wir ein wenig verpennt“, gibt Luca Engstler nach dem Rennen reumütig zu. Zunächst setzte sich das Team LMS Racing by Bas Koeten mit dem Seat Léon LCR TCR V3 an die Spitze des TCR-Klassements. Neben dem dichten Fahrerfeld und den unterschiedlichen Fahrzeugkategorien war der Sand, der regelmäßig über die flache, schnelle Strecke wirbelte eine der größten Herausforderungen. „Überholmanöver müssen präzise gesetzt werden, um nicht aus der Kurve zu rutschen“, erläutert VW-Pilot Benjamin Leuchter.

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Präzise Überholmanöver, kurze Boxenstopps

Während der Boxenstopps zwischen den rund 90-minütigen Stints, der Fahrzeit zwischen zwei Stopps, wurden die Vorderreifen und Fahrer gewechselt. Aufgrund der unterschiedlichen Körpergrößen der Piloten kamen zudem zwei verschiedene Sitzkonfigurationen zum Einsatz. „Zwischen den einzelnen Fahrern pro Voreinstellung waren dann nur noch Feinjustierungen erforderlich“, erklärt Teamchef Franz Engstler die Wechselstrategie.

Dem Seat dicht auf den Fersen, überschlugen sich für das Team Engstler in der Nacht die Ereignisse. Dem führenden Team LMS Racing by Bas Koeten ging während eines Stints der Sprit aus, woraufhin der Volkswagen Golf GTI TCR überholte und an die Spitze der TCR-Rennwagen fuhr.

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Am Ende schafften es acht der 14 TCR-Rennwagen ins Ziel

Trotz Fremdgeräusche im vierten Gang konnte das Team Engstler den Vorsprung über die restlichen zehn Stunden hinweg halten. Das knatternd-rasende Knallen über die letzte, alles entscheidende Zielgerade besiegelte schließlich, was sich bereits in der Nacht angebahnt hat: Der Volkswagen Golf GTI TCR vom Liqui Moly Team Engstler ist der schnellste Tourenwagen des 24-Stundenrennens von Dubai. „Als das Auto über die Ziellinie gerollt ist, konnte ich kaum fassen, dass wir nicht nur Sieger der TCR-Klasse, sondern aller Tourenwagen-Klassen sind“, freute sich 24-Stunden-Debütant Luca Engstler nach dem Rennen mit dem Golf, dessen Motor zu 99 Prozent der Serienversion entspricht. Am Ende schafften es lediglich acht der 14 TCR-Rennwagen überhaupt bis ins Ziel

Platz 2 belegte nach 554 Runden mit zwei Runden weniger der Seat. Auf Rang drei fuhr nach 544 Runden das Team Bonk Motorsport im Audi RS3 LMS. Den Sieg der Gesamtwertung sicherte sich nach 606 Runden das deutsche Team Black Falcon im grünen Mercedes-AMG GT3 A6-Pro. Als Gesamt-Zweiter fuhr der weiße Porsche 991 GT3 R A6-Pro des ebenfalls deutschen Teams Manthey Racing ins Ziel. Bronze sicherte sich das österreichische GRT-Grasser-Racing-Team im grünen Lamborghini Huracán GT3.

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