Abenteuer Mitfahrgelegenheit – Teil 2: Ein logistisches Familienunternehmen?
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Dass die Idee der Mitfahrgemeinschaft nicht nur zur Kostenteilung auf notwendigen Fahrten, sondern in einigen Fällen auch zur eigenen finanziellen Bereicherung genutzt wird, verwundert nicht wirklich. Mit welcher Konsequenz und Dreistigkeit dies einige tun, allerdings schon. So stolperte ich über einen ziemlich eindeutigen Fall mehr oder weniger zufällig… und auch erst Wochen, nachdem ich die Mitfahrgelegenheit in Anspruch genommen hatte.

Personenbeförderung als Familienangelegenheit

Es startete mit einer ganz normalen 200km-Fahrt. Diese fand in einem siebensitzigen Kleinbus statt, der auch bis auf den letzten Platz besetzt war. Scheinbar waren auch alle Personen bis auf den Fahrer reine Mitfahrer, zumindest redete dieser während der Fahrt kein einziges Wort… und selbst das Geld wurde sprachlos übergeben. Zwar wunderte mich, dass trotz der vielen Mitfahrer ein Preis von 10 Euro für jeden veranschlagt wurde, aber ich zerbrach mir nicht weiter den Kopf und schätzte dies als reine Win-Win-Situation ein. Ein paar Wochen später wurde diese Meinung auf eine Probe gestellt.

Ein paar Wochen später unterhielt ich mich auf einer Fahrt der gleichen Strecke mit einem Mitfahrer über diverse Mitfahrgelegenheiten. Er fuhr die Route regelmäßiger als ich. Und dann erzählte er von einem Ehepaar (zumindest glaubte er, die beiden seien verheiratet), welches die Strecke scheinbar mehrmals täglich hin und zurück fährt und dadurch einen nicht zu verachtenden finanziellen Vorteil daraus zieht. Zuerst konnte ich dies noch nicht meiner selbsterlebten Reise zuordnen, als er dann aber den Kleinbus beschrieb und sagte, dass die beiden sich über den Tag immer mal abwechseln würden, ergab so einiges mehr Sinn. Er sei bereits mehrmals mit jenem Kleinbus mitgefahren, sich mit einem der beiden unterhalten hatte er sich aber noch nicht.

Win-Win oder reiner Eigennutz?

Und ich kann mich bis heute nicht so richtig entscheiden, ob ich das für eine dreiste Ausnutzung des Mitfahrgelegenheits-Gewerbes oder für eine clever inszenierte Eigenbereicherung ohne Schaden anderer halte. Auf der einen Seite würden die Leute bei anderen Mitfahrgelegenheiten genauso viel bezahlen und vielleicht hat genau dieser Bus schon dem einen oder anderen eine preiswerte Möglichkeit gegeben, die Strecke zu absolvieren, ohne eine teuerere Alternative wählen zu müssen. Auf der anderen Seite wird hier eine gute und ausgewognene Erfindung schon zur Selbstbereicherung missbraucht.

Was haltet ihr von Methoden dieser Art? Verwerflich oder in Ordnung?

 

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