Formel E

Abt-Schaeffler jagt Renault
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Die Elektromobilität „Made in Germany“ ist auch in Buenos Aires ein Erfolgsmodell. Der Brasilianer Lucas Di Grassi raste mit seinem fast lautlosen Formel-E-Boliden des deutschen Abt-Schaeffler-Teams im vierten Saisonrennen zum vierten Mal auf das Podest – zum Sieg reichte es aber nicht. Lucas di Grassi belegte in der argentinischen Hauptstadt hinter dem Briten Sam Bird vom DS-Virgin-Rennstall und dem ehemaligen Formel-1-Rennfahrer Sebastien Buemi aus der Schweiz vom Renault-Werksteam e.dams den dritten Platz.

Trotz Dreher aufs Podium

In der Gesamtwertung dürfen die „Äbte“ jedoch weiter vom Titelgewinn träumen. Lucas di Grassi hat nun 76 Punkte auf dem Konto und damit nur vier Zähler weniger als Spitzenreiter Sebastien Buemi. Der Renault-Pilot war auch ohne Sieg der Mann des Rennens. Denn nach einem Dreher im Qualifying musste er vom letzten Startplatz losfahren. Und fast hätte er sogar noch gewonnen. „Aber ich habe einen Fehler gemacht“, sagte Sebastien Buemi, der sich trotzdem freute: „Ich muss sicherstellen, dass ich das meiste aus dem Auto und für das Team heraushole. Wir haben heute viele Punkte gesammelt – und drei mehr als Lucas.“ Sam Bird ist als Gesamtdritter mit 52 Punkten bereits abgeschlagen.

Abt-Schaeffler-Pilot Lucas Di Grassi wusste am Ende dennoch nicht so recht, ob er sich nun freuen oder ärgern sollte. „Ein Podium ist immer ein Erfolg, über den ich mich freue. Aber wir alle haben ganz deutlich zu spüren bekommen, dass wir viel härter arbeiten müssen, wenn wir im Titelkampf eine Chance gegen Renault haben wollen“, sagte der Brasilianer. Teamkollege Daniel Abt kam nach einem Rennen voller Probleme nicht über den 13. Platz hinaus. „Die Pace war nicht da. Ich bin sehr neugierig, was wir herausfinden, wenn wir die Daten analysieren“, sagte der Sohn von Teamchef Hans-Jürgen Abt.

In der Team-Wertung liegt Abt-Schaeffler ebenfalls auf dem zweiten Rang hinter Renault. Dabei zeigte sich Teamchef Hans-Jürgen Abt als fairer Verlierer, der die Überlegenheit des Gegners neidlos anerkannte: „Wir waren heute nicht stark genug, um Renault ernsthaft anzugreifen, so ehrlich müssen wir sein.“ Aber man habe gezeigt, dass man im Rennen kämpfen kann: „Wir werden jede noch so kleine Chance nutzen.“

Gelegenheit zur Revanche bietet sich in rund einem Monat. Dann startet die Serie mit rein elektrisch angetriebenen Rennautos am 12. März zum ersten Mal in Mexiko. Das „Heimspiel“ für Abt-Schaeffler findet am 21. Mai in Berlin statt, das große Saisonfinale steigt am 3. Juli in der englischen Hauptstadt London.

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