ADAC: Datenbank allein hilft nicht gegen Tachobetrug
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Laut ADAC gehen die am Donnerstag (21. März) im EU-Ausschuss diskutierten Lösungen zum Thema Tachobetrug nicht weit genug.

In einer zentralen Datenbank sollen die Kilometerstände von Autos – etwa bei einer Reparatur, Inspektion oder bei einer Hauptuntersuchung (HU) – erfasst werden. Laut Club können kriminelle Manipulationen der Kilometerstände, durch die nur in Deutschland jährlich ein volkswirtschaftlicher Schaden von sechs Milliarden Euro entsteht, durch eine Datenbank alleine nicht verhindert werden. Dies ist nur durch eine technische Lösung direkt im Auto möglich.

Bei der Datenbank können Betrüger vor einer HU den Kilometerstand des Autos gezielt manipulieren und bekommen ihn dann quasi in der HU noch amtlich bestätigt. Auch eine Abschaffung der Strafverfolgung bei Tachobetrug wäre das falsche Signal, da sie das Problem nur bagatellisieren würde. Die Manipulation des Kilometerzählers muss laut ADAC strafbar bleiben und auch strafrechtlich verfolgt werden. Nur so ist eine Abschreckung gegeben.

Der ADAC fordert, dass Tachomanipulation durch technische Mittel erheblich erschwert wird. Derzeit können Kilometerzähler mit am Markt frei verfügbaren Geräten von jedem Laien manipuliert werden. Die Autohersteller sind aufgefordert, aktuelle Sicherheitstechnologien zum Schutz des tatsächlichen Kilometerstandes und damit zum Schutz des tatsächlichen Fahrzeugwertes in ihre Modelle einzubauen.

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