ADAC fordert mehr Sicherheit für Motorradfahrer

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Nach Ansicht des ADAC könnte die von der EU für 2017 geplante verbindliche Einführung des Motorrad-ABS auch schon 2015 umgesetzt werden. Darüber hinaus kritisiert der Club, dass die Pflicht, die Maschinen mit Antiblockiersystemen auszurüsten, auf Krafträder über 125 ccm beschränkt bleiben soll.

Weder die beschleunigte Einführung noch die Ausweitung der ABS-Pflicht auf alle Hubraumklassen stellen ein Problem dar, da die notwendige Technik bereits zur Verfügung steht. Schon heute verfügen in Deutschland zwei von drei neu zugelassenen Motorräder über ein ABS. Bei den großen Motorrollern liegt die Ausstattungsquote bei 25 Prozent. Die mit dem Einbau verbundenen Kosten belaufen sich auf circa 100 Euro pro Motorrad. In Anbetracht des Sicherheitsgewinns eine geringe Investition.

Dank ABS lassen sich heute selbst beim Bremsen auf nasser Fahrbahn Verzögerungswerte erreichen, die kaum ein Viertel aller Motorradfahrer ohne ABS-Unterstützung bei Trockenheit schafft.

Besonders auf wechselndem Untergrund zeigt sich, dass moderne ABS-Systeme auch dann sauber arbeiten, wenn sich die Griffigkeit der Fahrbahn während der Bremsung plötzlich ändert. Feuchtes Laub, Gullideckel, Bitumen oder Splitt und Sand verlieren damit im Falle einer Notbremsung ihren Schrecken.

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