Auf den Spuren der Lykier: In Fethiye an der türkischen Mittelmeer-Küste
Auf den Spuren der Lykier: In Fethiye an der türkischen Mittelmeer-Küste Bilder

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Eine Ziegenherde zieht samt Hirte ihres Weges. Bilder

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In der kleinen Werft werden Holzsegler gebaut Bilder

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Süßigkeiten essen (nicht nur) Türken gern. Bilder

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Blick in einen Teppichladen von Fethiye. Bilder

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In den Gassen geht es gemütlich zu. Bilder

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Idyllisch: Fethiye liegt malerisch in einer Bucht. Bilder

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Fethiye – Die Lykische Küste, benannt nach den Lykiern, einem Volk, das die idyllische Küstenregion im Südwesten der Türkei einst bewohnte, erstreckt sich am Mittelmeer von Antalya bis nach Dalyan. Die Region ist nur dünn besiedelt. Umso mehr lohnt ein Aufenthalt dort.

Malerisch in einer Bucht[foto id=“506020″ size=“small“ position=“right“]

Wir fahren vom Flughafen Antalya nach Fethiye, einem gemütlichen, in einer malerischen Bucht gelegenen Ort an der Küste. Die Straßen sind kurvig, aber intakt, führen durch die Berge. Die unterschiedlichsten Grüntöne der üppigen Landschaft verraten, dass es hier offenbar genug Niederschläge gibt. „Von Oktober bis März regnet es öfters“, erzählt Vedat Adalan, der Fahrer, „im Sommer sonst aber eigentlich nie!“

Schafe, Ziegen, Kühe

Die Temperaturen wechseln zwischen vielleicht zehn Grad im Winter und über 35 Grad im Sommer. Nur die hohen, teilweise über 3000 Meter aufragenden Berge sind im Winter schneebedeckt. Wir müssen aufpassen. Am Straßenrand tauchen vereinzelt Schaf- und Ziegenherden auf, bisweilen sogar Kühe. „Sie versorgen uns mit Fleisch, werden im Sommer in die Berge[foto id=“506021″ size=“small“ position=“left“]getrieben“, nennt Vedat auch gleich den Grund dafür: „Da ist es unten nämlich viel zu heiß“. Vor allem Frauen, typisch für ländliche Gegenden in der Türkei, arbeiten auf den Feldern, auf denen zum größten Teil Kartoffeln angebaut werden.

Ruinen aus antiken Zeiten

An der Küste reiht sich viel Sehenswertes wie Ruinen aus antiken Zeiten aneinander: Tempel, Grabstätten, lykische Felsengräbern in Höhlen und Buchten. Das kristallklare Wasser schimmert je nach Sonneneinstrahlung dunkel- über türkis- bis hellblau. Sogar am Grund des Meeres sind mitunter Ruinen versunkener Städte zu erkennen.[foto id=“506022″ size=“small“ position=“right“]

Im Sommer Fähre nach Rhodos

Fethiye, ursprünglich Telmessos, gehört zu den ältesten Siedlungen an der Lykischen Küste. Es verfügt über eine von Felsen umgebene, natürliche Marina, in der neben größeren und kleineren Privatyachten auch Fischerboote in den seichten Wellen dümpeln. Ausflugsschiffe steuern den Hafen an. Im Sommer verkehrt eine Fähre zwischen Fethiye und der nur anderthalb Stunden entfernten griechischen Insel Rhodos. In einer kleineren Werft bauen Einheimische größere Holzsegler. Ein mit Palmen und buntem Oleander bestandener Park säumt die breite und lange Promenade, lädt, wenn es abends kühler, zum Flanieren ein.

Mit ganz eigenem Charme[foto id=“506023″ size=“small“ position=“left“]

Das Zentrum stellt zwar kein architektonisches Kleinod dar, doch ist Fethiye ein Städtchen mit ganz eigenem Charme – trotz höher gelegener Wassertanks, Parabolantennen und Stromleitungen, die längst auch dieses türkische Fleckchen an der Küste zieren. Die Gassen sind eng und reizvoll. Cafés und Restaurants bieten dort von Fisch bis Kebab selbst internationale Küche an, sind bis spät in die Nacht hinein offen. Die Geschäfte und kleinen Läden bieten Souvenirs, neben Kunstgewerbe, Leder, Schmuck und Kleidung ebenfalls Gewürze und sogar Teppiche.

Überaus geschäftstüchtig

Die Zahlen schwanken: Fast 70 000 Einwohner soll Fethiye zählen, in jedem Fall dürften es mehr als 50 000 sein. Sie scheinen zumindest überaus geschäftstüchtig. Bootsbesitzer, Schiffseigner versuchen zu überzeugen, dass eine Fahrt mit ihnen durch die Bucht hinaus aufs [foto id=“506024″ size=“small“ position=“right“]Meer jetzt genau das Richtige wäre. Doch es hält sich in Grenzen. Selbst beim Verkauf billiger Imitationen, heißen sie Breitling, Hilfiger, Ralph Lauren oder Polo, bleiben die Händler noch freundlich und hilfsbereit – auch wenn der Inhaber vor seinem Uhrenladen felsenfest behauptet, dass es sich bei seinem Zeitmesser wirklich um ein Original handelt …

Info Türkei/Fethiye

Die Türkei, über 814 500 Quadratkilometer groß, fast 77 Millionen Einwohner, erstreckt sich über Europa und Asien. Hauptstadt ist Ankara. Fethiye liegt in der Provinz Mugla im Südwesten des Landes. Schwarzes, Ägäisches und Mittelmeer umspülen die über 7000 Kilometer lange Küste. Der Zeitunterschied beträgt drei beziehungsweise zwei Stunden. Zur Einreise genügen Pass oder Personalausweis. Amtssprache ist Türkisch; mit Englisch kommt man in den Zentren weiter. Das Klima ist unterschiedlich. An der türkischen Riviera sind die Sommer heiß und trocken, die Winter eher mild und verregnet. Im Landesinneren, etwa in Kappadokien, bleibt es nachts noch frisch, im Winter schneit es. Für Badeurlauber beste Reisezeiten an der Küste sind April bis Oktober, in denen es wegen der Hochsaison in der Regel aber auch teurer ist.

Info Türkei/Fethiye

Wir waren in Fethiye untergebracht im Hillside Beach Club (Fünf-Sterne-Ferienanlage, 330 Zimmer/Suiten, modern eingerichtet, in einer Bucht am Hang gelegen, www.hillsidebeachclub.com.tr). Kulinarisch geht es an der Küste eher leicht-mediterran, in der Zentraltürkei dagegen deftiger mit fleischigen Kebap- und Köfte-Gerichten mit Sebze-Gemüsebeilagen zu. Süßes wie das aus mehreren Teigschichten bestehende Baklava-Gepäck wird gern gegessen, getrunken oft schwarzer Cay-Tee und natürlich türkischer Mokka; es gibt gute türkische Weine und Bier. Information: Türkisches Tourismusbüro, Baseler Straße 35-37, 60329 Frankfurt/Main, Telefon 069-233081, www.goturkey.com.

Service Auto

Mit dem Auto nach Fethiye zu fahren, das dauert. Von München aus sind es durch Österreich, Slowenien, Kroatien, Bosnien-Herzegowina, Serbien und Bulgarien über Istanbul rund 2700 Kilometer. Viel bequemer ist es, in den Urlaubsflieger entweder nach Dalaman oder nach Antalya zu steigen; von dort sind es dann nur noch etwa 55 beziehungsweise um die 230 Kilometer. Die Verkehrsregeln sind ähnlich wie bei uns. Die Promillegrenze für Pkw-Fahrer liegt bei 0,5. Innerorts ist Tempo 50 erlaubt, außerorts und auf Schnellstraßen 90, auf Autobahnen 120. /Fotos: Grebe

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