Ausgleichende Gerechtigkeit für Ekström: Meine verrückteste Pole

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(motorsport-magazin.com) Nach seinem fatalen Reifenplatzer von Hockenheim erfuhr Mattias Ekström schon 13 Tage später auf dem EuroSpeedway Lausitz ausgleichende Gerechtigkeit. So sicherte sich der Schwede zum zweiten Mal in Folge die Pole, nachdem ihm die missglückte Taktik der Audi-Mannschaft zunächst einen Strich durch die Rechnung zu machen schien. Eine besonders akribische Vorbereitung hatte man bei Audi für den bevorstehenden Regen leisten wollen – dann regierte umso mehr das Chaos.

Munteres Reifenwechseln

"In der ersten Session habe ich das gemacht, was ich machen sollte. Wir sind von den Regenreifen, die wir zunächst anfahren wollten, auf Slicks gewechselt, dann aber fing es an zu regnen und es war schon zu nass", berichtete Ekström von der vertanen Chance, ebenso wie die Konkurrenz von Mercedes zuallererst eine fliegende Runde im Trockenen hinzulegen. "So sind wir wieder zurück auf Regenreifen gewechselt, und ich habe alles gegeben."

Anders als Timo Scheider, der sich vergleichsweise souverän auf Platz zwölf rettete, musste Ekström bis zuletzt um den Einzug in die zweite Qualifying-Session zittern – und schaffte es am Ende knapp auf Rang 14. "Das Größte war, es doch noch geschafft zu haben, so eng am Limit. Da muss man jemandem da oben danken", resümierte der zweifache Champion. "Eine Zeit von 33.5, so wurde mir über Funk gesagt, brauche ich. Ich hatte noch eine freie Runde. Um zwei Hundertstelsekunden habe ich die Vorgabe erreicht – das war Glück. Jetzt kann ich darüber lachen, aber zwischendurch war ich nicht so glücklich."

Erfahrungsvorsprung in Q4

Im Folgenden sicherte sich Ekström umso souveräner den Einzug in die dritte sowie entscheidende vierte Session des Zeitfahrens. Seine Gegner aus Mercedes-Reihen unterschätzte er trotz seiner in Hockenheim so überlegenen Leistung nicht. "Am Ende wusste ich, dass Paffett und di Resta gleichstark sind. Ich hatte aber schon Erfahrung aus Hockenheim mit nur einer schnellen Runde und kalten Bremsen – das hat wohl den Unterschied gemacht." Angesichts der Rückversetzung um fünf Startplätze für Gary Paffett sowie dem vorzeitigen Aus für Mike Rockenfeller, der sich zum Ende der dritten Session ins Kiesbett eingegraben hatte, hatte sich der Schwede ohnehin nur noch gegen di Resta durchsetzen müssen.

"Das war wohl meine bisher verrückteste Pole. Wir hatten heute viel Glück.
Wenn alles gut läuft, kann ich morgen vorne wegfahren. Und um hier zu gewinnen, muss man einfach genug tanken", sagte Ekström und blickte hinüber zu seinem einstigen Meisterschaftsrivalen Gary Paffett. Der Brite hatte 2004 einen sicher geglaubten Sieg an Ekström abgegeben müssen, nachdem ihm auf der Auslaufrunde das vorgeschriebene Restbenzin ausgegangen war…

adrivo Sportpresse GmbH

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