Auto-Ersatz mit drei Rädern
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Dreirädrige Motorroller erfreuen sich auch hierzulande immer größerer Beliebtheit. Alle Fahrzeuge können auch von Inhabern eines vor dem 19. Januar 2013 ausgestellten Pkw-Führerscheins im Straßenverkehr bewegt werden.

Dazu weisen die Dreiradroller eine Spurweite von mehr als 46 Zentimetern auf. Bautechnisch ist zusätzlich eine separate Fußbremsanlage vorgeschrieben, die unabhängig von der Handbremse auf die vorderen beiden Scheibenbremsen sowie auf die Scheibenbremse am Hinterrad wirkt. Steigen Autofahrer auf die Scooter mit drei Rädern um, müssen sie sich mit einem motorradtypischen Fahrverhalten anfreunden. Im Vergleich zu einspurigen Rollern können die Dreiräder durch die größere Kontaktfläche höhere Bremskräfte übertragen. Bei langsamer Fahrt oder beim Parken verhindert die auf Knopfdruck arretierbare Neigetechnik der Vorderräder ein Wegrollen oder Umfallen.

Für Neulinge auf drei Rädern empfehlen sich vier Modelle zwischen 300 ccm und 400 ccm Hubraum zu Preisen zwischen rund 6 500 Euro und knapp 8 400 Euro. Den günstigsten Spagat zwischen Auto und Roller schafft der Quadro 350D. Der 6 495 Euro teure Scooter der italienischen Marke Quadro wird mit einem 313-ccm-Einzylindermotor mit 15 kW/21 PS ausgeliefert. Die Leistung reicht für eine Höchstgeschwindigkeit von 110 km/h bei einem Gewicht von 220 Kilo. Zwei Gasdruckstoßdämpfer regulieren [foto id=“474543″ size=“small“ position=“right“]die Neigung der beiden Vorderräder beim Lenken, die über eine Hydraulikleitung mit einem Druckausgleichsbehälter verbunden sind. Damit kann der Dreiradroller einen Schräglagenwinkel von bis zu 40 Grad erreichen. In das Staufach unter der Sitzbank passen zwei Integralhelme.

Knapp 500 Euro mehr als der Quadro kostet der 6 990 Euro teure MP3 300 LT „YOUrban“ von Piaggio. Der italienische Rollerhersteller hat 2006 die Ära der Dreiradroller mit dem Modell MP3 begründet. Es ist derzeit als MP3 LT 300ie „Business“ für 7 490 Euro im Programm. Ein 278-ccm-Einzylindermotor mit 17 kW/22 PS treibt beide Modelle an. Die Leistung reicht beim 226 Kilo wiegenden „YOUrban“ für eine Höchstgeschwindigkeit von rund 125 km/h. Die „Business“-Version bringt 236 Kilo auf die Waage und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von rund 120 km/h. Der „YOUrban“ kommt im Gegensatz zur „Business“-Ausführung mit einer kompakten Lenkerkleidung und lediglich einem kleinen Windschild daher.

Mit dem Metropolis 400 hat auch Peugeot erstmals einen Dreiradler im Programm. Der 265 Kilo schwere Franzose kostet 8 399 Euro und ist ab September in Deutschland erhältlich. Der 399-ccm-Einzylindermotor mit 27 kW/37 PS ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h bei einem Gewicht von 265 Kilo. Die Sitzbank ermöglicht eine aufrechte Sitzposition in 78 Zentimetern Höhe. Der Metropolis startet über einen Drehknopf am Lenkrad, wenn der Fahrer mit dem elektronischen Zündschlüssel das Signal zum Entriegeln des Fahrzeugs sendet. Die Dreiecksquerlenker der beiden Vorderräder sind eine Peugeot-Eigenentwicklung.

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