Den Haag

Auto-Museum Louwmann: Blick zurück ohne Zorn
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Das Gebäude wirkt hochherrschaftlich. Kein Wunder, dieser Bezirk von Den Haag gehört zu den feinsten Gebieten der niederländischen Hauptstadt. Wohnt doch gleich um die Ecke die Monarchin, Königin Beatrix. Und in den Hallen, die Evert Louwman für seine Sammlung im vergangenen Jahr eigens als Ausstellungsgebäude errichtet und für das Publikum eröffnet hat, finden sich automobile Kronjuwelen. Rund 450 Fahrzeuge hat der offensichtlich sehr wohlhabende Holländer in seiner Kollektion zusammengebracht. Darunter finden sich kaum bezahlbare Exponate. Alle erzählen einen Stück der Auto-Historie und wurden in einer chronologischen Reihenfolge in Szene gesetzt. Das erste Automobil, der Benz Patent-Motorwagen aus dem Jahr 1886 ist eine Replik, das De Dion Vierrad mit Dampfmaschine (1887) jedoch wie fast alle anderen Stücke der Sammlung, ein Original. Und Louwman hat Feinsinn. Er zeigt in der Ausstellung den langen Weg, den das Auto fahren musste, um seine Form und Funktion zu finden. Der De Dion Vis-à-Vis etwa versucht eine soziale Komponente für die Mobilität zu finden. Seine Passagiere sitzen sich zur Vereinfachung der Kommunikation gegenüber (1900). Gedacht wird gewiss auch der vergangenen holländischen Autoindustrie, neben historischen Fisker-Modellen ist ein Eysink 12 HP aus dem Jahr 1912 ausgestellt. Wie sein Vater ist Evert Louwmann Autohändler. Seit 1934 betreibt er sein Geschäft in Den Haag. Der Senior stellte, um Kundschaft anzulocken, einen Oldtimer aus dem Jahr 1914 in den Verkaufsraum. Ein seltenes Stück ist dieser Dodge. Und er zeigt sehr ungewöhnliche Ausstattungsdetails. Kaum ein anderer Hersteller hat 1914 an einen auf dem Kotflügel montierten Rückspiegel gedacht. Und schon gar nicht an ein Lenkradschloss, das sich nur mit einer bestimmten Zahlenkombination entriegeln ließ. 1964 begann das Autohaus, Toyota-Fahrzeuge in die Niederlande zu importieren. Louwman entdeckte in den Weiten Sibiriens das wohl einzige existierende Original des ersten Toyota überhaupt, das Modell AA aus dem Jahr 1936. Heute steht das Auto im Museum, Louwman hat es nicht restauriert. Rost und Staub zaubern eine zeitgemäße Patina auf das robuste Blech des japanischen Ur-Ahnen. Die Sammlung stimmt jedoch auch nachdenklich. Klar, dass der Auto-Fan einen Prius als erstes Hybridauto in der Kollektion aufgenommen hat. Doch direkt neben dem Toyota steht ein hochbeiniges Gefährt aus dem Jahr 1917. Der Woods Dual Power hat eine Vierzylindermaschine mit 12 PS - und einen Elektromotor. Er konnte rein elektrisch fahren, aber nur mit der Kraft beider Antriebe seine Höchstgeschwindigkeit von 56 km/h erreichen. 1905 wurde der Hedag Electric Brougham gebaut, der zwar nur 23 km/h Spitze erreichte, aber immerhin 80 Kilometer mit einer Batteriefüllung kam. Mehr als ein Jahrhundert musste es dauern, bis Elektroautos etwas schneller wurden aber nur unwesentlich größere Reichweiten schafften. Ein wichtiger Bereich des Louwman Museums ist dem Rennsport gewidmet. Hier sind jene Aston Martins, Lancias und Ferraris zu sehen, die bei den großen Rennen der Vergangenheit siegreich waren. Viele von ihnen hat der Autohändler mit dem Kauf der früheren Rosso Bianco Sammlung in Aschaffenburg erworben. Dazu gibt es Skurrilitäten wie das Fiat Boots-Auto von 1953 oder das Frisky Family Three Dreirad (1960). Ansätze, mit denen heute beschmunzelte neue Formen der Mobilität gesucht wurden.Der Besuch im Louwman Museum ist nicht nur Autofreunden wärmstens zu empfehlen. Der Eintritt kostet 13,50 Euro, Kinder von 6 bis 12 Jahren zahlen 12 Euro, jüngere kommen gratis in die Hallen. Geöffnet ist von 10 bis 17 Uhr, Montags bleiben die Türen geschlossen. Die Adresse: Louwman Museum, Leidstraatweg 57, 2594 BB Den Haag. (Internet: www.louwmanmuseum.nl)

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