Autofirmen aus dem Riesen-Reich – Chinas Autos bleiben daheim
Autofirmen aus dem Riesen-Reich - Chinas Autos bleiben daheim Bilder

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Zotye E25 - Zweisitziger Elektromini, Verkaufsstart im Mai, rund 200 km Reichweite, 80 km/h Bilder

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Venucia ViWa - Studie eines Elektoautos mit Technik des Nissan Leaf Bilder

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Qoros 3 Bilder

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Luxgen 6 - neues Serienmodell, klassisches SUV, 4,64 Meter lang, Vierzylinder-Turbobenziner Bilder

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JAC S3 - Kompaktlimousine mit SUV-Anklängen, 1,5-Liter-Turbo mit 163 PS Bilder

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Haval H2 - Das Serienmodell ist eine Mischung aus Großraumlimousine und SUV Bilder

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Geely GX 7 - neues SUV mit Benzinmotoren von 1,8 bis 2,4 Liter Hubraum, auch als Allrad, Tochterfirma-Volvo hat technisch unterstützt. Bilder

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Geely Cross PHEV Bilder

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Chery Tiggo 3 - bekannte SUV-Baureihe von Chery, neues Modell mit gefälligerer, dezenterer Form Bilder

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Chery Concept Alpha - Kommt als Serienlimousine im Herbst als Chery Arizo 5 Bilder

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Chery Concept Beta - sportliches SUV kommt 2016 Bilder

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Changan CS 75 - 4,64 Meter langes SUV mit Zweiliter-Motor Bilder

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Changan XT - Kompaktlimousine im Astra-Format mit schriller Sonderlackierung Bilder

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Changan Grand Raeton - Stretch-Limousine auf Basis des Spitzenmodells Raeton Bilder

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Hawtai B25 - kleines SUV in Größe des Audi Q 3, Kühlergrill erinnert an Jaguar XF Bilder

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Kaum einer kennt die Namen, nicht einmal im Auto-Quartett tauchen sie auf: Hawtai, Lifan, Luxgen oder Changan sind Autofirmen aus China und nur vier von gut 100 Marken, die im Reich der Mitte massenweise Fahrzeuge aller Art vom Band rollen lassen. Auch für die großen Unbekannten ist die „Auto China“ in Peking derzeit das Mekka.

Unbekannt? Natürlich gibt[foto id=“508271″ size=“small“ position=“right“] es auch im sozialistischen Musterland Branchenriesen: Firmen wie Geely (Besitzer von Volvo), BYD (Partner von Mercedes), Chery (baut auch Jaguar-Modelle) oder Brilliance (Kooperation mit BMW) haben nicht nur Fachleute auf dem Radar. Auf der Heimatmesse in der Hauptstadt haben diese Konzerne auch die größten Stände, die schönsten Models mit den kürzesten Kleidchen und die lauteste Musik. Und zeigen Neuheiten, die zumindest Respekt abnötigen: Wie die Studie Beta von Chery, ein sportiver kurzer SUV, der ab 2016 mit 1,5-Liter-Benzinmotoren an den Start gehen soll. Oder die schicke Limousine nach Art eines Ford Mondeo, die schon Ende des Jahres als Chery Arizo 5 zu den Händlern kommt.

Ein Rundgang über die Stände der China-Marken macht klar, dass bis auf wenige schrille Ausnahmen das Zeitalter der plumpen Kopien vorbei ist. Natürlich erinnert der Changan CS 75 an den Range Rover Evoque oder den Toyota RAV 4. Aber ähneln sich irgendwie nicht alle kompakten SUV? Den weltweiten Trend zu diesen hochbeinigen Kombis im Look von Geländewagen haben auch die fernöstlichen Autobauer entdeckt. Ob der Hawtai B25, der Luxgen 6 oder der BYD 54Z -[foto id=“508272″ size=“small“ position=“left“] alle wollen am SUV-Boom teilhaben. Besonders bemerkenswert ist dabei der Haval H2, ebenfalls ein Auto dieser Spezies. Der recht flache Fünftürer soll 2016 auf den Markt kommen, hat einen über 200 PS starken Dreiliter-Benziner unter der Haube und könnte sogar außerhalb des Riesenreiches Erfolg haben.

Aber bislang wagen sich die chinesischen Firmen nur zaghaft in fremde Regionen. Zwar überschwemmen sie die asiatischen Nachbarn mit Kleinwagen von Chery, Mini-Bussen von Dongfen und vor allem mit Trucks, aber ein erstzunehmender Export in die Stammländer der Konkurrenten aus Europa oder den USA ist nicht in Sicht. Mit Ausnahme von Qoros. Geführt von europäischen Managern wie dem Chefdesigner Gert-Volker Hildebrandt (früher Mini) soll die Chery-Tochter am 2015 auf den Weltmarkt rollen. Erstes Modell ist die Mittelklasse-Limousine Qoros 3 mit Stufen- oder Schrägheck. Im Gegensatz zu früheren China-Exporten hat er alle Crash-Tests mit Bravour bestanden.

All die anderen, die ihre Neuheiten jetzt präsentieren, setzen mehr auf chinesische Yuan als auf Euro oder Dollar. Schließlich werden es bald 20 Millionen[foto id=“508273″ size=“small“ position=“right“] Neufahrzeuge sein, die pro Jahr neu zugelassen werden. Doch heute schon ersticken Metropolen wie Peking oder Shanghai im Dauerstau. In einigen Städten gibt es bereits rigide Zulassungsbeschränkungen, neue Nummernschilder werden versteigert oder verlost. Zuweilen auch für viel Geld unter der Hand verkauft. Deshalb zeigen fast alle Firmen auch Elektromobile, die jederzeit in den Verkehr gebracht werden dürfen: Recht ansehnlich ist dabei der Venucia ViWa. Die Studie entstand in Zusammenarbeit mit Nissan und basiert auf dem Leaf. Oder der Zoyte E 25 im Smart-Format. Der Zweisitzer soll je nach Version gut 200 Kilometer weit mit einer Batterieladung unterwegs sein können. Die Höchstgeschwindigkeit ist auf 80 km/h begrenzt.

Da aber viele der 1,35 Milliarden Chinesen noch nicht am Auto-Boom teilhaben, ist auch für klassische Benziner reichlich Luft nach oben. Wie zum Beispiel für die kleinen Familien-Vans Hongguang und Sunshine des bei uns weithin unbekannten Herstellers Wuling, die die beiden ersten Plätze der Zulassungshitparade einnehmen und 2013 zusammen auf weit über eine Millionen Verkäufe kamen. Bis zu sieben Insassen können mitfahren. Allemal bequemer als auf der Ladefläche eines LKW, der in vielen unentdeckten Teilen Chinas immer noch bevorzugten Art der Beförderung.

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