Autogas und E-Auto

Autogas gegen E-Mobil: Ärger beim Umweltschutz
Autogas gegen E-Mobil: Ärger beim Umweltschutz Bilder

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Geht es um die Umwelt, sind sich die Autogasbranche und die Elektromobilität nicht besonders grün. Deshalb fordert der Deutsche Verband Flüssiggas (DVFG) jetzt die Bundesregierung auf, zur Absenkung der Emissionen im Verkehrssektor nicht nur auf Elektromobilität zu setzen. Vielmehr müssten alle emissionsarmen Kraftstoffe bei diesem Thema im Mittelpunkt stehen.

Vorteile für gasbetriebene Autos schaffen

„Wenn die Bundesregierung tatsächlich die klima- und umweltschädlichen Auswirkungen des Straßenverkehrs verringern will, dann müssen alle emissionsarmen Fahrzeuge berücksichtigt und auch gasbetriebene Autos integriert werden“, erklärt dazu der DVFG-Vorsitzende Rainer Scharr. Ein wichtiges Signal wäre seiner Meinung nach die schnelle Verlängerung des Steuervorteils für Autogas. Autogas verbrennt CO2-reduziert und im Vergleich zu den herkömmlichen Kraftstoffen mit verringerten Feinstaub- und Stickstoffdioxidwerten. Übrigens: Flüssiggas (LPG) besteht aus Propan, Butan und deren Gemischen und wird unter geringem Druck flüssig. Flüssiggas wird als Kraftstoff, für Heiz- und Kühlzwecke, als Prozesswärme in der Industrie und im Freizeitbereich eingesetzt.

Steuervorteile

Autogas ist wie Erdgas als Kraftstoff bis 2018 steuerlich begünstigt. Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, dass der Steuervorteil für Auto- und Erdgas auch nach 2018 bestehen bleiben soll. Die Umsetzung ist bislang noch nicht erfolgt. In Deutschland fahren derzeit knapp eine halbe Million Fahrzeuge mit dem alternativen Kraftstoff Autogas, auch LPG (Liquefied Petroleum Gas) genannt. Beliebtestes Erdgasauto ist nach Angaben von der Erdgas Mobil GmbH der VW Eco Up, von dem bislang rund 2000 Stück verkauft wurden.

Umweltfreundlich unterwegs mit eigener Erdgasflotte

Vor allem Unternehmen setzen in ihren Fuhrparks verstärkt auf den Erdgasantrieb. „Viele Firmen wollen umweltbewusster agieren und ihren CO2-Ausstoß senken. Dies ist vor allem mit einer Erdgasflotte leicht zu realisieren“, begründet Dr. Timm Kehler, Geschäftsführer von Erdgas Mobil, diese Entwicklung. Die Statistik zeige, dass zwei von drei Erdgasfahrzeugen im Gewerbe zugelassen werden. Und mit bundesweit über 920 Tankstellen ist die Infrastruktur inzwischen flächendeckend ausgebaut. Zum Vergleich: Die Zahl der insgesamt zugelassenen Elektroautos liegt in Deutschland aktuell bei gerade einmal 20.000 Elektro-Fahrzeugen. Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2020 auf deutschen Straßen eine Million E-Autos unterwegs sein sollen. Das halten inzwischen selbst die Optimisten unter den Grünen-Politikern für illusorisch.

E-Mobilität geht am Stock

Auch Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen glaubt nicht mehr an den Durchbruch der Elektro-Mobilität. Schuld daran sei vor allem der Reichweiten-Nachteil eines Elektroautos im Vergleich zum konventionellen Fahrzeug. Wer sich etwa einen Diesel kaufe, könne 800 Kilometer am Stück fahren, Diesel sei zudem günstig und das Auto im Zweifelsfall auch, betont der Experte. Wer aber ein Elektroauto fahre, müsse dafür mehr Geld ausgeben und habe selbst jedoch nichts von den Vorteilen dieses Autos: „Dass es leiser ist und dass es nicht stinkt, davon profitieren doch nur die Menschen am Straßenrand.“

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