Autofarben

Beeinflusst die Autofarbe die Unfallwahrscheinlichkeit?
Schrillen Lack trägt der Beatles-Bentley, der von einem Modeschöpfer entworfen wurde Bilder

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Wer ein weißes Auto fährt, ist seltener in Unfälle verwickelt. Einige Studien kommen zu diesem Ergebnis und auch der TÜV Nord betont die positive Sichtbarkeit der Farbe und die damit einhergehende geringere Unfallwahrscheinlichkeit. Das klingt zunächst einmal logisch: Ein weißes Auto kann besser gesehen werden, besonders in der dunklen Jahreszeit, in der vermehrt Unfälle zu verzeichnen sind. Dass eine Verbindung von Autofarbe und Unfallwahrscheinlichkeit aber keineswegs so einfach herzustellen ist, zeigt eine Studie, die in Neuseeland durchgeführt wurde: Diese ergab, dass Fahrer von silberfarbenen Autos nur halb so oft in schwere Unfälle verwickelt waren wie die von weißen PKW.

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Nachfrage bei Lack-Herstellern

Spielt die Autofarbe nun eine Rolle bei der Unfallhäufigkeit? Rolf Glinka-Walter, Product and Color Tools Manager D/A/CH beim internationalen Lackhersteller AkzoNobel, sieht es so: “Der Farbton ist durchaus mitentscheidend wie ein Fahrzeug im Straßenverkehr wahrgenommen wird. Leuchtende, helle Farben sind deutlich sichtbarer und helfen speziell Fußgängern das Fahrzeug frühzeitig zu erkennen. […] Die Signalwirkung von grelleren Farben, speziell bei Überholvorgängen, hilft ebenfalls Unfälle zu vermeiden. […] Bei einem dunklen Fahrzeug erscheint das Fahrzeug optisch weiter weg.” Diese Einschätzung deckt sich mit den Ergebnissen der genannten Studien, in denen dunkle Wagen am häufigsten in Unfälle verwickelt waren. Michael Bross, Pressesprecher beim Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie e. V. ergänzt: “Der Autolack selbst kann zur Sicherheit wenig beitragen, sehr wohl aber die Farbe des Fahrzeugs. Es ist aus langer Erfahrung bekannt, dass in leuchtenden Farben lackierte Fahrzeuge […] besser gesehen werden, als in dunklen Farben lackierte.”

Hell gleich gut?

Unfälle basieren auf vielen Aspekten und nicht nur auf der Sichtbarkeit der Autofarbe. Nach Zahlen des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft sind 86 Prozent der Autounfälle auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen. “Bei Unfällen spielen zu viele Faktoren eine Rolle, so dass man das Unfallrisiko nicht anhand einer Automobilfarbe festmachen könnte. Es gibt auch keinerlei valide Zahlen, die eine solche Aussage untermauern würden”, so Mark Gutjahr, Leiter Design BASF Europa, einem international agierenden Lackhersteller. Genauso scheinen es auch die großen deutschen Autoversicherer zu sehen, denn weder die Allianz noch die HDI oder die HUK-Coburg Autoversicherung berücksichtigen die Autofarbe bei der Beitragskalkulation, wie eine Anfrage ergab.
Ein helles Auto ist im Verkehr besser sichtbar, einen direkten Zusammenhang zwischen Autofarbe und Unfallwahrscheinlichkeit kann aber nicht belegt werden.

Die Zukunft der Autolackierung

Was ist die Zukunft beim Autolack? Wird es in Zukunft Autolacke geben, die spezielle Eigenschaften aufweisen? In der Fachpresse wird immer wieder von selbstreparierenden Lacken oder Solarlacken berichtet. Glinka-Walter: “An diesen genannten Lacktypen wird gearbeitet – jedoch sprechen wir noch nicht von serienreifen Innovationen. Die Forschung geht in verschiedene Richtungen, darunter zum Beispiel die Einbindung von veränderbarem Licht in den Lack – wie bei einem LED-Licht.” Auch bei anderen Anbietern wird an der Verbesserung von Autolacken gearbeitet: “Lacke verleihen dem Auto neben der Farbe natürlich vor allem Schutz. Entsprechend wird an Autolacken gearbeitet, die zum Beispiel unempfindlicher gegenüber Kratzern sind”, so Gutjahr.

Schnellere Ausbesserung bei Lackschäden

Falls der Lack Ihres Autos nicht mehr frisch erscheint und einige Kratzer oder Dellen aufweist, könnte in Zukunft die Ausbesserung schneller geschehen: “Ein deutlicher Trend in der Autoreparaturlackbranche geht ganz klar in Richtung UV-Technologie. Mit Hilfe spezieller UV-Lampen lassen sich UV-Lacke ganz besonders schnell, einfach und punktgenau trocknen. Für die Reparaturbetriebe heißt das mehr Leistung und geringerer Energieverbrauch”, so Glinka-Walter. Eine solche Entwicklung würde sich wohl auch auf die Preise auswirken und diese senken, was den Autofahrern zugutekommen würde.

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