Grand Tourer

BMW Grand Tourer: Van ihr wollt

BMW Grand Tourer: Van ihr wollt Bilder

Copyright: BMW

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BMW gibt weiter Gas und bringt mit dem Grand Tourer den ersten Van der Unternehmensgeschichte. Wieviel BMW steckt in dem Pragmatiker?

Geahnt haben wir es ja schon im letzten Herbst als BMW den Active Tourer vorstellte. Zwar durfte man den Kompaktbus um Himmels Willen nicht „Van“ nennen, doch letztlich war der erste Hochdach-BMW nichts anderes. Doch mit seinem um 214 Millimeter längeren Bruder ist die Katze nun aus dem Sack und selbst die BMW Presseabteilung spricht auf einmal von einem Van. Warum so verklemmt, fragt man sich, denn bei BMW steht schon lange kein Stein mehr auf dem anderen, sodass das Erscheinen des Grand Tourers nun auch keinen mehr verstört.

Ist das noch BMW?

Ob knallharte BMW-Fans das auch so sehen? Schließlich kommt der Grand Tourer nicht nur im Van-Format daher, nein er bietet auch all die anderen „No go's“ für BMW-Anhänger: Da wäre zunächst der Frontantrieb, den er sich mit seinem kleineren Bruder teilt. Das spart dank einem quer eingebautem Motor Platz und macht das Auto fahrsicher. Wer mehr will bekommt immerhin den Allradantrieb „x-drive“, aber mit reinem Heckantrieb gibt es das Auto nicht. Es gibt es natürlich auch nicht mit sechs Zylindern, da muss der Enthusiast schon zwei Grand Tourer erwerben, denn der 218i ist ein Dreizylinder mit Abgasturboaufladung. Und auch in Sachen Styling ist der Grand Tourer eine bittere Pille für den Ur-BMWler. Das Design ist zwar gefällig, versprüht aber mit der an einen Papagei erinnernden Hakennase nur wenig markentypische Dynamik. Aus diversen Blickwinkeln erinnert das Auto mit seinem klobigem Heck gar an den Volkswagen Sharan und der galt bislang bei BMW-Fans nicht gerade als Synonym für zur Schau getragene Sportlichkeit.
BMW Grand Tourer: Van ihr wollt

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Praktischer Allrounder

Schwere Zeiten also für die Puristen, doch vermutlich weiß die BMW-Führungsebene, dass man sich im heutigen Markt wandlungsfähig zeigen muss, will man überleben. Und bereits nach wenigen Minuten Beschäftigung mit dem BMW Grand Tourer beginnt das Auto sich zu erklären und zu gefallen.

Da wäre zunächst einmal der bequeme Einstieg vorne und für die erste Reihe. Der Zugang zur optionalen zweiten Fondbank ist naturgemäß etwas schwierig und auch die Platzverhältnisse sind nichts für lange Urlaubsreisen, doch wer dauerhaft sieben Leute unterbringen muss, kauft ehedem besser einen Bus. Liegt die dritte Bank dagegen flach im Wagenboden, bietet der Grand Tourer mit einigen Tricks einen immer noch passablen Stauraum. Zudem können die geteilten Sitzbankelemente der ersten Reihe auch noch individuell in Längsrichtung (130 Millimeter) verschoben werden, was das Platzangebot noch mal erweitert. Wer dagegen den Grand Tourer komplett als LKW nutzen will, dem steht die Möglichkeit des Umklappens der Beifahrersitzlehne für den Transport besonders langer Güter zur Verfügung. Einziger Wehrmutstropfen: Komplett herausnehmen lässt sich die Fondsitzanlage nicht und es bleibt eine hässliche Stufe im Laderaum. Ergänzt wird die hohe Variabilität von reichlich Ablagemöglichkeiten (in alle Türen passen Flaschen bis zu 1,5 Liter), zahllosen Fächern und einer schier überbordenden Vielfalt an Zubehör für die große Reise oder für den Transport von allerlei Trendsportgeräten.

Dynamisch zum Möbelkauf

Die Praktikabilität stimmt also, doch wird sie erkauft durch ein lastwagenhaftes Fahrverhalten? Mitnichten, denn immerhin ist ja der blau-weiße Propeller am Bug angebracht. Und der hält, was er verspricht. Die Freude am Fahren wohnt auch im ersten Van der Marke. In der gefahrenen Benziner Version 220 i mit 192 PS fehlt es weder an Fahrspaß noch an Dynamik. Mit seiner präzisen aber nicht über die Maßen nervösen Lenkung, kann man sogar dezent Kurvenräuber spielen und den BMW Fahrwerksexperten ist es gelungen, dem Auto das langweilige Untersteuern abzugewöhnen. Nein, wer es dynamisch mag, kommt auch mit dem Grand Tourer auf seine Kosten. Treibende Kraft dieser Leichtigkeit ist neben dem kräftigen Motor auch der Mix aus einem hervorragend abgestimmten Fahrwerk, einem durch konsequenten Leichtbau optimierten Gewicht (1.455 kg) und dem gut abgestuften und zackig aber nicht nervös schaltendem 8-Gang Steptronic Getriebe. Am Ende stehen bei Bedarf 7,6 Sekunden auf der Messuhr für den Spurt auf 100 km/h und erst bei 222 km/h muss der 220 i Grand Tourer die linke Spur räumen. Das reicht in der Regel aus, und wenn Papi sich unbedingt am Steuer des Vans austoben will, freut es ihn sicher, dass es ein M-Sportfahrwerk samt 18 Zöller gegen Aufpreis gibt. Die optionale dynamische Dämpferkontrolle sowie die variable Sportlenkung runden das Set dann ab und aus dem Grand Tourer wird fast ein gut liegender Dreier BMW.
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Alles, außer billig

Doch bevor mit der Familie im Grand Tourer auf große Fahrt gegangen werden darf, steht der Gang zum BMW Dealer an. Und hier wird es, man ahnt es schon, teuer. Mit einem Basispreis von 26.950 Euro liefert der BMW Händler nur den 100 PS starken 216i; ein nackt wirkendes Auto mit einem wenig begeisternden Grundmotor. Freude am Fahren kommt erst ab 32.350 Euro mit dem 150 PS starken 218 d oder eben dem 220 i (32.450 Euro) auf. Am Ende der Preisliste stehen dann die auch optisch deutlich attraktiveren M Sport Modelle (u.a. mit M Sportfahrwerk, 17/18 Zoll Alurädern und M Lenkrad) für rund 38.000 Euro als 220 i Benziner oder in der Allrad angetrieben Topversion 220d xDrive (45.470 Euro). Und spätestens, wenn man dank der üppigen Optionsliste zügig die 50.000 Euro Schallmauer durchbricht, wird sich auch der letzte Zweifler unter den BMW Anhängern mit dem Grand Tourer wieder ganz zu Hause fühlen. Van hin oder her.

Fazit

Auch wenn der Grand Tourer von BMW auf den ersten Blick nur wenige BMW-Gene in sich zu tragen scheint, reiht er sich perfekt in das Modellprogramm ein. Das BMWs Mut für den Vorstoß in das neue Segment belohnt wird, steht ausser Frage, denn der kleinere Active Tourer verkauft sich bereits wie geschnitten Brot.

Bewertung BMW Grand Tourer

Pro Hohe Funktionalität durch individuelle Sitzkonfiguration, gute Verarbeitungsqualität, ordentliche Fahrleistungen, zahlreiche Individualisierungsmöglichkeiten lieferbar
Contra Schwächliches Basismodell, Teure Extras, Allradantrieb nur als Diesel lieferbar

 

Technische Daten BMW 220i Grand Tourer

Maße und Gewichte
Länge/Breite/Höhe (m) 4,55/1,80/1,60
Radstand (m) 2,78
Wendekreis (m) 11,7
Leergewicht ab 1.455 kg
Zuladung 600 kg
Anhängelast (gebr./12 %) 1.500 kg
Kofferraumvolumen 645-1.905 l
Tankinhalt 61 l
Benziner 220 i
Leistung 141 kw/192 PS
max. Drehmoment 280 Nm bei 1.250/min
0–100 km/h 7,7 s
Spitze 223 km/h
Testverbrauch 7,0 l S/100 km
CO2-Ausstoß (Werksangabe) 149-144 g/km
Preis ab 32.450 Euro

 

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