Branson steht hinter seinem Team: Virgin Racing kostet Tank nichts

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(motorsport-magazin.com) Zahlen sind manchmal äußerst verwirrend, das durfte auch der Tankzulieferer bei Virgin bemerken, der sich bei der Tankgröße für das Formel-1-Team verrechnet hatte. Mit Genehmigung der FIA wird das Team sein Auto nun umrüsten, um überhaupt Rennen mit vollem Tempo zu Ende fahren zu können. Virgin-Boss Richard Branson gefallen solche Fehler klarerweise wenig, er musste in Australien aber betonen, dass er weiter voll hinter seinem Team stehe und sich auch keine Sorgen mache, dass das Image seines Unternehmens leiden könnte – er vermutete sogar, dass einige andere Teams auch etwas wenig Platz in ihren Tanks haben könnten.

"Ich denke, alle von uns hier wissen, dass er [Nick Wirth] ein Auto hingestellt hat, dass das schnellste unter den neuen ist. Es gibt aber ein Problem, dass ein paar Rennen brauchen wird, bevor es gelöst ist. Das wird dem Auto ein bisschen Zeit fürs Training geben – denn die neuen Autos hatten so wenig Trainingszeit. Während der kommenden fünf Rennen werden wir mehr und mehr über das Auto lernen", erklärte der Brite. Zufrieden konnte Branson feststellen, dass die Angelegenheit das Team nichts kosten wird, womit er auch gleich einigen Artikeln widersprechen musste, die anderes behauptet hatten. "Das ist das Problem des Zulieferers, der zugestimmt hat, das neu zu entwerfen. Das Team wird das also nichts kosten."

Gewagte Experimente

Dennoch wäre Branson klarerweise lieber gewesen, wenn die Sache mit dem Tank gar nicht passiert wäre, aber so etwas komme eben vor. "Das ist die Geburt eines neuen Teams und auch die erfahrensten Teams haben Probleme, auch die erfahrensten Autofirmen haben Probleme", erklärte er. Den Namen Virgin sah er durch die Sache jedenfalls nicht beeinträchtigt, denn der stehe für Experimente und gewagte Versuche. "Als wir zuerst versucht haben, den Atlantik in einem Boot zu überqueren, haben die Leute gemeint, wenn das Boot sinkt, wird das ein schlechtes Licht auf die Virgin-Unternehmen werfen. Na ja, das Boot sank, wir kamen zurück und waren das nächste Mal erfolgreich", betonte der Milliardär.

Für Branson war Virgin immer eine Marke, der in ihren neuen Unternehmungen nur Außenseiter-Chancen eingeräumt wurden, das wird seiner Meinung nach auch so bleiben. "Letztendlich werden wir es richtig hinbekommen, aber es wird auf dem Weg eben Kinderkrankheiten geben." Die Zielsetzung bleibt für ihn jedenfalls die gleiche: Virgin soll dieses Jahr bestes neues Team werden, auch wenn die Herausforderung nun größer ist. "Wenn wir dieses Problem lösen können und kein Hydraulik-Problem oder Getriebe-.Problem haben, dann wissen wir, dass wir ein schnelles Auto haben. Ein paar Dinge müssen für uns laufen. Es wird auch interessant zu sehen, wie alle Teams so abschneiden." Klar war für ihn nur, dass die Formel 1 zu einfach wäre, wenn neue Teams einfach so ein Auto bauen könnten und dann vorne mitfuhren.

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