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Chevrolet Epica: Große Limousine mit kleinen Schönheitsfehlern
Chevrolet Epica: Große Limousine mit kleinen Schönheitsfehlern Bilder

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Mit den großen Limousinen haben es nicht nur die Koreaner in Deutschland schwer, auch Japaner und Franzosen bekommen im Mutterland des Automobils in den höheren Klassen höchstens mal ein Füßchen auf den Boden. Dessen ungeachtet bringen die US-Koreaner von Chevrolet ab Mitte Juli mit dem Epica eine Stufenheck-Limousine mit beachtlichen Ausmaßen auf den anspruchsvollsten Markt der Welt. Mit über 4,80 Metern Länge bietet er viel Auto fürs Geld und hat zunächst zwei Reihensechszylinder-Benzinmotoren zur Wahl. 20.890 Euro für den Epica sind ein faires Angebot, wie man es heute nicht mehr allzu oft findet.
Kleine Schönheitsfehler hat das Angebot trotzdem. Denn der Epica ist nichts für aktive Fahrer. Das knöcherne Fahrwerk und die viel zu indirekte Lenkung lassen Fahrspaß gar nicht erst aufkommen. Und die beiden Sechszylinder sind ebenfalls viel zu brav. Der 2,0-Liter-Benziner mit 105 kW/144 PS läuft zwar schön leise, kommt aber schwer auf Touren. Diese Motorisierung ist allenfalls in Verbindung mit dem manuellen Fünfganggetriebe empfehlenswert, die 1.500 Euro Aufpreis für die Automatik sollte man sich ersparen. Wer den linken Fuß ruhen lassen will, sollte lieber zum 2,5-Liter-Motor mit 115 kW/156 PS und serienmäßiger Automatik greifen. Zwar ist man mit dieser Variante nicht wesentlich schneller unterwegs, allerdings entwickelt der größere „Sechser“ deutlich mehr Kraft vor allem im mittleren Drehzahlbereich.
Seine Stärken entwickelt der Epica daher auch nicht in der Stadt oder auf der Landstraße. Der große Chevrolet ist eher einer vom Typ angenehmer Gleiter, wenn man ihn erstmal auf Geschwindigkeit gebracht hat. Auf den vorderen wie hinteren Plätzen steht üppig Raum zur Verfügung, der Kofferraum bringt es auf gute 480 Liter Ladevolumen.
In der nur in Verbindung mit dem kleineren Motor erhältlichen Basisversion LS sind unter anderem eine manuelle Klimaanlage, ein CD-Radio, elektrische Helfer für Fenster und Spiegel sowie ein höhenverstellbarer Fahrersitz mit an Bord. Die Topausstattung LT bietet Ledersitze mit Heizung, eine Klimaautomatik, 17- statt 16-Zoll-Felgen und noch einiges mehr. Einen Minuspunkt fängt sich der Epica bei der Sicherheitsausstattung ein: Sechs Airbags sind okay, aber das fehlende ESP ist ein echtes Manko in dieser Klasse. Immerhin versprechen die Koreaner Abhilfe, wenn auch erst ab August 2006. Warten muss man auch noch auf einen Vierzylinder-Dieselmotor, der kommt nächstes Jahr und wird den Epica mit 150 Pferdestärken sparsamer antreiben, als es die großen Benziner können.
Der große Korea-Chevi aus dem Hause Daewoo ist ein Fahrzeug für Menschen, die Platz und Komfort zu einem äußerst günstigen Preis wünschen und auf die letzte Finesse bei Fahrwerk und Antrieb gut verzichten können. Dies könnte vor allem auf ältere Autofahrer zutreffen, wie man bei Chevrolet Deutschland meint. Und das sind ja nun wirklich nicht die schlechtesten Kunden. Peter Eck/mid
Technische Daten Chevrolet Epica:
2,0-Liter-Reihensechszylinder-Benzinmotor, 105 kW/144 PS, maximales Drehmoment 195 Nm bei 4.600 U/min, Höchstgeschwindigkeit 207 km/h, 0-100 km/h in 9,9 Sek., Durchschnittsverbrauch 8,2 Liter Superbenzin/100 km;
2,5-Liter-Reihensechszylinder-Benzinmotor, 115 kW/156 PS, 237 Nm bei 4 000 U/min, 208 km/h, 9,9 Sek., 9,3 Liter/100 km;
Preis ab 20.890 Euro.
mid

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