Citroën C4 Cactus: Überhaupt nicht stachelig

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Die Gurte sind in auffälligem Orange gehalten. Bilder

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Je nach Untergrund bietet der Cactus verschiedene Fahr-Modi. Bilder

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Der Cactus Rip Curl eignet sich hervorragend als Strand-Mobil. Bilder

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Für den besonderen Cactus haben die Franzosen den australischen Surf-Ausrüster Rip Curl mit ins Boot geholt. Bilder

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Der 99-PS-Dieselmotor im Cactus ist durchzugsstark und sparsam. Bilder

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Sympathischer Purist: Der Citroen C4 Cactus darf mit Fug und Recht als legitimer Nachfolger der legendären Ente gelten. Bilder

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Als Citroën vor zwei Jahren den C4 Cactus auf die Straße rollte, wehte auch ein bisschen der Geist der legendären Ente über den Asphalt. Denn schon der 2CV überraschte mit unkonventionellen Lösungen - sei es im Aussehen oder in seinem Anspruch, mit minimalistischen Details zu überraschen. Daran ändert beim Cactus auch die aktuelle Sonderserie Rip Curl nichts, die wir uns mal näher angesehen haben. Beim Design fallen zuallererst die mächtigen seitlichen Stoßflächen - die "Airbumps" - auf, die als elastischer Flankenschutz gegen kleine Parkrempler gedacht sind. Hinzu kommt das sympathische Gesicht des Cactus, das durch die harmonisch abgerundete Nase und die Augenbrauen geprägt ist. Sie werden durch die flachen Tagfahrlichter inszeniert, die über den Scheinwerfern platziert sind. Beim Rip Curl übernehmen zudem die auffällig lackierten Gehäuse der Außenspiegel die Rolle der Ohren des kleinen Franzosen. Der Minimalismus im Innenraum wird durch die überschaubare Menge an Schaltern deutlich. Der Verzicht ist durch das etwas gewöhnungsbedürftige Bedienkonzept erklärbar: Denn viele Funktionen werden über einen mittig platzierten Bildschirm von der Größe eines 7-Zoll-Tablet-Computers aktiviert. Dazu wählt der Fahrer zunächst unter sieben Hauptmenüs aus und hangelt sich von dort in die zahlreichen Untermenüs durch. Jeder Druck auf den Bildschirm wird durch einen Ton quittiert, der wie ein elektronischer Schluckauf klingt. Der Wechsel der Menüs ist eher unpraktisch - so muss zum Beispiel erst die Karte der Navigationsanzeige abgewählt werden, bevor die Temperatur der Heizung geändert werden kann. Der zweite Bildschirm direkt vor dem Fahrer dient in erster Linie der Information über Geschwindigkeit und Kilometerstand und beherbergt wichtige Kontrollleuchten. Das brauchbar abgestimmte 5-Gang-Schaltgetriebe ist ebenfalls kein Highlight in der Bedienung: Dafür fehlt es der Schaltführung einfach an Präzision. Ganz und gar nicht als Kleinwagen empfinden die Insassen den Innenraum: besonders großzügig auf den vorderen Plätzen und nicht beengend im Fond. Auch der Kofferraum ist nicht so eng geschnitten, wie man das im Kleinwagensegment sonst gewohnt ist. Die Sitze für Fahrer und Beifahrer sind zwar bequem, verweigern sich aber dem Wunsch nach Seitenhalt in den Kurven. Da der Cactus allerdings eher als Familienkutsche und weniger als Fahrmaschine für sportlich ambitionierte Fahrer antritt, werden die meisten Kunden damit ganz gut zurecht kommen. Uneingeschränkte Freude bereitet dagegen der durchzugskräftige 1,6-Liter-Turbodiesel-Motor Blue HDI 100 Stopp&Start mit 73 kW/99 PS. Er schiebt bereits bei relativ niedrigen Drehzahlen voll an und legt auch im Sprint gute Werte vor. So werden weder Überholvorgänge zur Zitterpartie, noch weigert sich der Motor vor dem schaltfaulen Dahinrollen im hohen Gang. Gekrönt wird die Antriebs-Disziplin von einem niedrigen Verbrauch, der laut Werksangabe bei 3,5 Liter auf 100 Kilometer liegt. Auch wenn dieser Wert in der Praxis kaum zu halten ist, entwickelt der Cactus keinen übermäßigen Durst und begeistert mit großen Reichweiten pro Tankfüllung. Auch bei Fahreigenschaften und Komfort leistet sich der Cactus keine nennenswerten Schnitzer. Dass sich die Karosserie beim Beschleunigen und Bremsen sowie bei zügigen Spurwechsel gerne nach vorn oder hinten sowie zur Seite neigt, erinnert ein wenig an die Ente von Citroën, wenngleich die Aufbaubewegungen längst nicht an deren abenteuerliches Aufschaukeln heranreichen. Die Rip Curl Version rangiert in der Preisliste als sehr gut ausgestattetes Topmodell, das kaum noch Wünsche übrig lässt. Entsprechend überschaubar ist die Liste der zubuchbaren Optionen. Dafür sind in der Dieselvariante dann 24.690 Euro fällig, mit dem Benzinmotor PureTech 110 mit 110 PS sind 22.890 Euro fällig. Immerhin: Der Basis-Cactus mit 75-PS-Benziner ist schon für rund 14.000 Euro zu haben. Schade, dass ausgerechnet der Rip Curl nur in eher gedeckten Farben zu bekommen ist, denn dem sympathischen Franzosen ganz ohne Kaktus-Stacheln stehen die frechen Farben besonders gut.  Technische Daten Citroën C4 Cactus Rip Curl: Viertüriges Mini-SUV, Frontantrieb, 5-Gang-Schaltgetriebe
Länge/Breite/Höhe (m): 4,16/1,73/1,54
Radstand (m): 2,60
Leergewicht: 1.160 kg
Zuladung: 545 kg
Tankinhalt: 45 l
Kofferraumvolumen: 348 - 1170 l.
Motor: Vierzylinder-Turbo-Dieselmotor
Hubraum: 1.560 ccm
Leistung: 73 kW/99 PS bei 3.750/min.
maximales Drehmoment: 254 Nm bei 1.750/min.
0-100 km/h: 11,2 s
Höchstgeschwindigkeit: 184 km/h
Durchschnittsverbrauch: 3,5l
CO2-Ausstoß: 92 g/km
Energieeffizienzklasse: A+
Preis: ab 24.690 Euro

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In der Variante Rip Curl ist der Cactus auf die Bedürfnisse von Freizeitsportlern ausgerichtet. Auf der Dachreling lassen sich etwa zwei Surfbretter problemlos unterbringen.

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