Computermodell senkt Kosten für Traktorenentwicklung

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Ein Computermodell zur Simulation von Traktorreifen während der Fahrt hat die Universität Hohenheim in Stuttgart erstellt. Beim Landmaschinenkonzern Claas und der Traktorenmarke Fendt sorgt die Technik schon heute für schnellere und kostengünstigere Entwicklungen.

Anders als bei Pkw und Lkw ist bei landwirtschaftlichen Fahrzeugen wie einem Trecker die Hinterachse meist ungefedert. Da aber Schlepper heute mehr als Tempo 20 erreichen, spielen die Reifen eine immer wichtigere Rolle bei der Fahrsicherheit. Schließlich fahren moderne Traktoren mit mehr als 70 km/h über die Straßen. Zudem weisen Traktorreifen einen viel niedrigeren Luftdruck auf als Autoreifen; während der Fahrt verformen sich die Pneus der Ackerschlepper oft sehr stark, beispielsweise, wenn sie Schlaglöcher und andere Unebenheiten passieren.

Das neu entwickelte Computermodell ist ein Teil des Gesamtfahrzeugmodells und berechnet die am Rad angreifenden Kräfte und Momente. Am Traditionsstandort für landwirtschaftliche Forschung in Hohenheim gibt es zwei Prüfstände, an denen das Verhalten der Reifen studiert wird. Untersucht werden alle Einflussgrößen und sind in das Computermodell eingeflossen. Die Modellberechnungen überprüft das Institut mit einem Testfahrzeug. Mit der Simulationstechnik lassen sich Entwicklungsprozesse nach Einschätzung des Fachgebiets „Grundlagen der Agrartechnik“ erheblich verkürzen. Der Bau von teuren Prototypen könne weitestgehend entfallen, so der Leiter des Fachgebiets, Prof. Dr.-Ing. Stefan Böttinger.

Bisher konzentriert sich das Hohenheimer Reifenmodell noch auf den Straßenverkehr. Eine Erweiterung um virtuelle Fahrten auf dem Acker sind für die Zukunft denkbar.

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