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Consumer Reports: Sieg für die Asiaten
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Jedes Jahr im Dezember wiederholt sich in den USA ein Ritual. Wenn die Zeitschrift „Consumer Reports“ in ihrer Jahresschluss-Ausgabe die zuverlässigsten und unzuverlässigsten Modelle auf dem amerikanischen Markt kürt, liegen traditionell asiatische Hersteller auf den ersten Plätzen, während die amerikanischen Marken als Schlusslichter leuchten. Die deutschen Hersteller liegen irgendwo dazwischen.

Toyota, Lexus und Kia belegen die ersten drei Plätze

Auch in diesem Jahr setzt sich diese Tradition fort, belegen die Schwestermarken Toyota und Lexus die beiden ersten Plätze. Hinter den asiatischen Marken – Kia erreicht in diesem Jahr den dritten Platz – verteidigte Audi den vierten Rang, und BMW verbesserte sich gleich um vier Ränge auf Platz fünf. Porsche (13, plus drei), Mercedes-Benz (14, plus drei) kommen allerdings nur auf Plätze im Mittelfeld der insgesamt 27 verzeichneten Marken.

Volkswagen scheint unterdessen langsam, aber sicher das Vertrauen der amerikanischen Verbraucher zurückzugewinnen. Zwar belegen die Wolfsburger nur den 16. Platz hinter Ford, doch bedeutet dieser Rang eine um sechs Plätze verbesserte Einstufung. Dabei half auch der Passat, der von seinen Besitzern als zuverlässigstes VW-Modell eingestuft wurde. Die zweifelhafte Ehre des unzuverlässigsten Modells der Marke erreichte der Golf. Zu den weiteren deutschen Modellen mit gegenüber dem Vorjahr verbesserter Zuverlässigkeit gehören der Audi A3, die S-Klasse von Mercedes-Benz und der Volkswagen Golf Alltrack.

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Amerikanische Marken belegen hintere Plätze

Die amerikanischen Marken belegen mit Ausnahme von Buick (Rang acht) vor allem die hinteren Plätze. Als unzuverlässigste Marke mit 26 von 100 möglichen Punkten rollt Cadillac auf den 27. und letzten Platz. Vor der Nobelmarke liegen GMC, Ram, und Dodge. Zur allgemeinen Überraschung reichte es für den Elektropionier Tesla nur für den 21. Platz, was aber immerhin eine Verbesserung von vier Rängen gegenüber dem Jahr 2016 darstellt. Das Model X wurde dabei als das unzuverlässigste Modell der Marke eingestuft.

Consumer Reports (CR) ist eine gemeinnützige Organisation, die sich mit der deutschen Stiftung Warentest vergleichen lässt. Für die jährliche Zuverlässigkeitswertung haben in diesem Jahr wieder rund 400 000 Abonnenten des Blattes ihre Beurteilungen abgeben. Nach Angaben von „Consumer Reports“ besitzen sie 640 000 Fahrzeuge. Als Fehlerursache bei neuen Modellen macht das Blatt vor allem die Einführung neuer Technologien wie beispielsweise erweiterte Automatikgetriebe verantwortlich. „Je mehr Acht- und Neun-Gang-Schaltungen auf den Markt kommen, desto mehr Besitzer klagen über Ausfälle und schlechte Gangwechsel“, erklärt Anita Lam, bei Consumer Reports für die Datenverarbeitung verantwortlich.

Auch neu entwickelte Infotainmentsysteme sorgen häufig für schlechte Laune. Die Umfrage des Magazins ergab, dass die Besitzer von Neuwagen doppelt so viele Klagen hatten wie die Besitzer von Modellen ohne überarbeitete Anlagen. Davon blieben beispielsweise auch die Besitzer des Jaguar F-Pace nicht verschont, die unter anderem über undichte Differenziale und mangelhafte Infotainmentgeräte klagten. Beim Tesla Model X beschwerten sich die Besitzer vor allem über die Flügeltüren sowie die Lackierung und die Innenausstattung.

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