Datenspeicherung in Pkw als rechtliche Grauzone

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Moderne Autos sammeln viele Daten und speichern sie in verschlüsselter Form. Dazu gehören laut „Auto Bild“ nicht nur Informationen über ABS und Airbag, sondern auch Daten zur gefahrenen Geschwindigkeit, dem Drehzahl-Verlauf, der Position des Autos oder dem Abstand zu anderen Fahrzeugen.

Die Datensammlung umfasst sogar die Außentemperatur, die Zuladung, die Sitzbelegung oder angebliche Müdigkeit des Fahrers. Zugriff auf die Werte haben nur die Automobilhersteller, dem Autobesitzer sind diese Daten nicht zugänglich.

Diese Sammelwut wird mehr und mehr zu einem Datenschutzproblem. So stellt sich die Frage, wem die Daten gehören und in welchem Umfang Hersteller sie nutzen dürfen. „Die Datensammlung geschieht in einer riesigen Grauzone“, sagt der Jenaer Rechtsprofessor Michael Brenner gegenüber dem Magazin. „Sobald solche Daten einem einzelnen Fahrer zugeordnet werden können, dürfen sie nach dem Bundesdatenschutzgesetz nur noch in Ausnahmefällen verwendet werden.“

Die möglichen praktischen Folgen für die Autobesitzer sind durchaus ernst zu nehmen: So geben etwa hohe Drehzahlen, Überladung oder andere Normabweichungen detaillierte Informationen über die Art der Nutzung. Und die festgestellte Autonutzung könnten die Autobauer zum Beispiel bei Garantiefällen gegen ihre Kunden verwenden. Das ist nach Angaben der Zeitschrift auch bereits geschehen. Dem Besitzer eines Lkw verwehrte beispielsweise MAN den Ersatz eines verbogenen Teils mit der Begründung, er habe das Fahrzeug kürzlich überladen. Schöne neue (Technik-)Welt würde hier Aldous Huxley vermutlich sagen.

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