Den Weg zum Ziel machen – mit der TT-Line über die Ostsee
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Dirk Lifke ist Passage-, Vertriebs- und Touristikleiter bei TT-Line. Bilder

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Dirk Lifke von der TT-Line-Reederei über den Fährtourismus zwischen Deutschland und Schweden

Lübeck – Die TT-Line-Reederei mit Sitz in Lübeck-Travemünde hat sich auf Verbindungen zwischen Deutschland und Schweden spezialisiert. „Grund dafür“, sagt Passage-, Vertriebs- und Touristikleiter Dirk Lifke, „ist ein dynamisches Wachstum im Passagier- und Frachtverkehr zwischen beiden Ländern in den vergangenen 50 Jahren.“

Was macht den besonderen Reiz von Schweden aus?

Dirk Lifke: Schweden ist Kult. Schweden ist Pop. Schweden ist Design. Und Schweden ist atemberaubende Natur: Stille Seen zum Paddeln und Angeln, kühle Wälder und schroffe Steilküsten zum Wandern, für Radfahrer Landschaften, so weit und menschenleer wie sonst nirgendwo in Europa. Stattdessen begegnet man Elchen, Luchsen, Steinadlern, seltenen Orchideen – und vielleicht sogar Trollen.

Zu Beginn der 1960er-Jahre galt eine Ostsee-Passage noch als abenteuerliche Fernreise. Wie war es damals?

Dirk Lifke: Man fuhr mit der Dampfeisenbahn zur Küste, bestieg dort ein Passagierschiff und setzte sich, auf der anderen Seite angekommen, wieder in einen Zug. Doch das Wirtschaftswunder brachte auch das Auto zu den Deutschen und damit begann die Ära des automobilen Urlaubs.

Das war dann wohl auch die Stunde der Schiffsbetreiber.

Dirk Lifke: Wie die des Hamburger Reeders J.A. Reinecke. Genau. Er wollte den Fährdienst revolutionieren, ließ sich für seinen neuen Liniendienst Travemünde-Trelleborg eine Fähre mit großen Klappen an den Seiten bauen, durch die Autos bequem an Bord gefahren werden konnten. Diese erste Roll-on-/Roll-off-Fähre neuester Bauart [foto id=“391685″ size=“small“ position=“left“]wurde auf den Namen „Nils Holgersson“ getauft und nahm am 28. März 1962 den Linienbetrieb zwischen Deutschland und Schweden auf.

Und was war bis dahin?

Dirk Lifke: Bis dahin war die Strecke Travemünde-Trelleborg nur viermal wöchentlich in den Sommermonaten bedient worden; jetzt beförderte die „Nils Holgersson“ täglich und das ganze Jahr über Passagiere, Fracht sowie immer mehr Autos von und nach Skandinavien. Für damalige Verhältnisse hatte das Schiff beeindruckende Dimensionen. Über 110 Meter lang, war es für 850 Passagiere zugelassen. 165 Zwei- und Vier-Bett-Kabinen waren vorn im Rumpf untergebracht. Hinten war Platz für die stattliche Anzahl von 120 Pkw plus 10 Lkw. Schon im ersten Betriebsjahr bewegte die „Nils Holgersson“ knapp 70 000 Passagiere und 18 000 Pkw. Zudem erhielt die „TT-Linie“, wie sie anfangs hieß, die Konzession zum alleinigen Transport von Postpaketen zwischen Schweden und der Bundesrepublik.

Wie ging’s dann weiter?

Dirk Lifke: Schon im Folgejahr platzt die TT-Linie mit fast 100 000 Passagieren und 20 000 Pkw, zudem rund 3400 Lkw, aus allen Nähten. Im März 1965, nur drei Jahre nach der „Nils Holgersson“, nimmt die „Peter Pan“ den Dienst im Travemünde-Trelleborg-Verkehr auf; somit  können von nun an täglich Tages- und Nachtabfahrten von beiden Häfen aus angeboten werden. Und wieder läuft die neue TT-Linie-Fähre mit revolutionärem Konzept vom Stapel: Anstatt der Seitenpforten werden nun Zugänge an Bug und Heck geschaffen, so dass die Fahrzeuge ein- und ausfahren können, ohne an Bord mühsam wenden zu müssen.

Das Reederei-/Fährgeschäft ist hart umkämpft. Auch auf Ihrer Strecke?

Dirk Lifke: Wir haben natürlich Mitbewerber auf den Strecken Travemünde beziehungsweise Rostock-Trelleborg. Aber TT-Line ist mit mehr als 650 000 Fahrgästen und 350 000 Frachteinheiten pro Jahr Marktführer im Passage- und Frachtverkehr zwischen den Ländern Schweden und Deutschland.

Was fällt auf, wenn Sie die touristische Entwicklung auf den Strecken vergleichen, die Sie bedienen?

Dirk Lifke: Schweden ist ein beliebtes Reiseland. Von 70 000 Fahrgästen im Jahr 1962 nach Start der Fährverbindung Travemünde-Trelleborg wuchs die Zahl der Passagiere bereits ein Jahr später auf 100 000 an. Im weiteren Verlauf entwickelte sich der Verkehr und damit das Passagieraufkommen von und nach Skandinavien rasant. Seit 1973 sind die Deutschen „Reiseweltmeister“, was sich auch bei TT-Line zeigt.

Wer ist früher mit Ihnen gefahren? Wer heute?

Dirk Lifke: Da gab es im Laufe der Zeit nicht viel Veränderungen: Mit TT-Line reisen im Passagierverkehr gern Urlauber in Richtung Schweden wie auch Deutschland,[foto id=“391686″ size=“small“ position=“left“] also Pkw-Fahrer, Camper, Naturliebhaber, Familien, Gruppen- und Busreisende.

Was wurde früher alles an Bord geboten? Was heute?

Dirk Lifke: Mit der „Peter Pan II“ beginnt im Mai 1974 eine neue Ära der Fährschifffahrt. Damit verfügt TT-Line über das seinerzeit größte Fährschiff der Welt. Das Interieur bot den Passagieren eine Vielzahl von Annehmlichkeiten, die man bis dato nur von Kreuzfahrtschiffen kannte: verschiedene Bars und Restaurants, Discothek, Fitnesscenter, Solarium, Sauna, Nachtclub, dazu Konferenzräume, und schon damals – dem Kinderhelden Nils Holgersson sei Dank! – ein Kinderspielzimmer.

Wenn der neue Schiffstyp nicht mehr nur als Transportmittel fungieren sollte: Was sollte er dann?

Dirk Lifke: Den Weg zum Ziel machen. Heute verfügen die Fähren „Nils Holgersson“ und „Peter Pan“ auf der Strecke Travemünde-Trelleborg über ein Restaurant, einen Bordshop, die Panorama-Lounge, Kino, Kids Corner, Spielautomaten, Fitnesscenter, Sauna sowie Konferenzräume. Auch auf der Passage von Rostock nach Trelleborg mit den Fähren „Tom Sawyer“ und „Huckleberry Finn“ hat TT-Line dafür gesorgt, dass während der Überfahrt schon Urlaubsstimmung aufkommt: mit Caféteria über Shop und Sauna bis hin zu Spielautomaten.

Wer von Deutschland nach (Süd-)Schweden will, könnte mit dem Auto auch bequem über die Öresundbrücke fahren. Was spricht für die Fähre?

Dirk Lifke: Keine Staus, kein Stress auf den Straßen. Dafür aber Urlaub an Bord. Erholt, ausgeruht und günstig erreicht der Schweden-Reisende sein Ziel und kann je nach Schiffstyp alle Annehmlichkeiten an Bord nutzen wie Restaurant, Bordshopping, Fitnesscenter oder Sonnendeck. In den Sommermonaten bieten wir ein Animationsprogramm für Kinder an. Während die Eltern auf dem Weg in den Schweden-Urlaub an Bord den Komfort genießen, erleben die Kinder zusammen mit Piraten ein Abenteuer nach dem anderen. Die Animateure sind in der Hochsaison täglich und kostenlos in Aktion auf den Schiffen „Nils Holgersson“, „Peter Pan“, „Tom [foto id=“391687″ size=“small“ position=“left“]Sawyer“ und „Huckleberry Finn“. Die bekannte Kinderfrage „Wann sind wir endlich da?“ kommt an Bord ganz bestimmt nicht auf!

Wie steht es eigentlich um die Sicherheit der Fähren auf der Ostsee?

Dirk Lifke: Sicherheit und Schutz menschlichen Lebens auf See war von jeher zentraler Aspekt aller Bemühungen, Seefahrt zu betreiben. Unser Sicherheitskonzept stützt sich dabei im Wesentlichen auf drei Säulen: moderne, sichere Schiffe in bestem Wartungszustand, kompetente und gut ausgebildete Mitarbeiter an Bord und an Land sowie optimale Organisation der Betriebsabläufe. Alle Sicherheitsmaßnahmen entsprechen mindestens den Anforderungen der internationalen, regionalen und nationalen Sicherheitsvorschriften für Seeschiffe, deren Basis die entsprechende Konvention der internationalen Schifffahrts-Organisation IMO, einer Unterorganisation der Vereinten Nationen, ist.

Und wie sieht es mit der Umweltfreundlichkeit aus?

Dirk Lifke: Seit Mitte der 1990er-Jahre weicht das Motto „größer, höher, weiter“ einem neuen Unternehmensziel von TT-Line: „sauberer, umweltschonender, nachhaltiger“. 1995 wurden die ersten „Green Ships“ in Dienst gestellt, die „Nils Dacke II“ und die „Robin Hood II“. 2001 folgte die zweite Generation der „Green Ships“, die „Nils Holgersson VI“ und „Peter Pan V“; somit sind auf der Strecke Travemünde-Trelleborg nur noch Fähren mit umweltfreundlichen dieselelektrischen Antrieben im Einsatz.

Was zeichnet sie aus?

Dirk Lifke: Sie fahren mit schwefelreduziertem Treibstoff, betreiben Mülltrennung, garantieren vollbiologische Abwasserklärung, nutzen Wärmerückgewinnung – und schonen vor allem Mensch und Umwelt an Land, indem während der Liegezeiten im Hafen ausschließlich extrem emissionsarmer Treibstoff mit nochmals reduziertem Schwefelgehalt verwendet wird.

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Die TT-Line-Reederei

… ist 1962 gegründet worden. Sie hat ihren Sitz in Lübeck-Travemünde und beschäftigt 750 Mitarbeiter. Unter deutscher und schwedischer Flagge ist bei TT-Line, benannt nach den Anfangsbuchstaben der beiden Hafenstädte Travemünde und Trelleborg, aktuell eine Flotte von sechs modernen Fährschiffen unterwegs, die die beiden Strecken Travemünde-Trelleborg-Travemünde und Rostock-Trelleborg-Rostock bedienen. Im vergangenen Jahr zählte die Reederei rund 650 000 Fahrgäste und etwa 350 000 Frachteinheiten, womit TT-Line nach eigenen Angaben Marktführer im Passage- und Frachtverkehr zwischen Schweden und Deutschland ist. Information: TT-Line, Zum Hafenplatz 1, 23570 Lübeck-Travemünde, Telefon 04502-80181, oder unter www.ttline.com.

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