Der Superstau in China
Superstau in China Bilder

Copyright: auto.de

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Ferienzeit – Stauzeit. Wer hat nicht schon fluchend auf dem Weg in oder von der schönsten Zeit im Jahr stundenlang im Stau gestanden. Quengelnde Kinder, Hunger, dringende Bedürfnisse – all das verschönert noch das lästige vor sich hin rollen oder den totalen Stillstand. Doch kein Stau auf einer deutschen Autobahn ist so schrecklich ist wie jener, den chinesische Autofahrer gerade erleben mussten: Ganze zehn Tage lang konnten sich die Fahrer nur höchstens einen Kilometer weit fortbewegen!

Über einhundert Kilometer Blechlawine

Zehn Tage lang wälzte sich der Wurm aus Autos und LKW auf über einhundert Kilometern in der chinesischen Provinz Hebei kaum von der Stelle: Auf der Expressstrecke Peking – Tibet geht gar nichts mehr. Doch schuld daran ist keine Naturkatastrophe wie ein Vulkanausbruch oder ein Erdrutsch – sondern schnöde die schlechte Planung der Verkehrsbehörde: Es wird einfach gebaut.Und das an einer ohnehin schon chronisch überlasteten Strecke, in einem Land, das mit einer zunehmend dramatischeren Verkehrssituation zu kämpfen hat: In der Provinz entlang gibt es ein hohes Kohlevorkommen, dass vor allem mit Lastern aus illegalen Minen gen Peking abtransportiert wird. Wenn dann noch endlose Bauarbeiten hinzukommen, ist das Verkehrsdesaster vorprogrammiert. So geschehen.

Jasmintee statt Aufstand

[foto id=“317807″ size=“small“ position=“left“]Wer jetzt jedoch denkt, all die im Stau seit über einer Woche eingekesselten Fahrer würden mittlerweile völlig ausrasten, der irrt: Die chinesischen LKW- und Autofahrer gehen eben spazieren, schlafen sich aus und trinken die ein und andere Tasse Tee. Denn selbst für das leibliche Wohl ist gesorgt: Anwohner mit Geschäftssinn verkaufen auf dem Motorrad umhereilend Instantnudeln und Getränke. Zu horrenden Preisen.

Horrorprognose: Drei Monate für eine Strecke von 270 Kilometern

Würde der Stau andauern, müssten sich die Fahrer bereits häuslich in ihren Fahrzeugen einrichten – bis zu drei Monate könnte die Fahrt auf der „Expressstrecke“ dann dauern – Ausweichrouten über andere Länder sind definitiv schneller! Aber das Ende des Verkehrsdesasters scheint bereits in Aussicht: In drei bis vier Jahren soll eine Bahnstrecke gen der chinesischen Hauptstadt fertig gestellt werden. 

Mittlerweile hat sich der Superstau nach zehn endlosen Tagen aufgelöst. Grund dafür seien zum Einen das schnelle Ende der Bauarbeiten, die ursprünglich bis weit in den September andauern sollten, sowie auch der Verzicht auf die üblichen vielen LKW-Kontrollen durch die Verkehrspolizei. Na dann, gute Fahrt!

 

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