Deutscher Luftverkehr: Übermäßig bevorteilt oder nicht?
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Über allzu starke Belastungen durch die neue Luftverkehrssteuer klagt die Luftfahrtindustrie. „Jammern auf hohen Niveau“ nennt dies der sich selbst als ökologisch bezeichnender Verkehrsclub Deutschland (VCD). Der Flugverkehr werde als einziger Verkehrsträger in hohem Maße subventioniert. Der Club beruft sich hierbei auf Berechnungen des Umweltbundesamtes, die ein Steuerprivileg von jährlich rund 11,5 Milliarden Euro ergeben hätten.

Zurückzuführen ist dieser Vorteil darauf, dass der Flugtreibstoff Kerosin steuerfrei ist und auf Flüge ins Ausland keine Mehrwertsteuer erhoben wird. Eine zusätzliche Abgabe für die Fluggesellschaften sieht der VCD deshalb als tragbar. „Die Luftverkehrssteuer, die aktuell von den Airlines so harsch kritisiert wird, vermindert die Begünstigung lediglich um eine Milliarde Euro. Das heißt, der Flugverkehr in Deutschland wird weiterhin mit 10,5 Milliarden Euro subventioniert“, erläutert der Luftfahrtverkehrsexperte Heiko Balsmeyer.

In der Luftverkehrsbranche werden solche Äußerungen naturgemäß nicht gern gesehen. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) nennt die Behauptung der übermäßigen Subventionierung schlicht falsch. Als Gründe gegen die Luftverkehrssteuer wird der harte internationale Wettbewerb angeführt. „Das kommt einer massiven Wettbewerbsverzerrung gleich. Einer solchen zusätzlichen Belastung sind keine anderen Verkehrsträger in Deutschland ausgesetzt“, bemängelt das Sprachrohr der deutschen Luftwirtschaft. Außerdem seien moderne Flugzeuge bis zu 20 Prozent effizienter als noch vor zehn Jahren, was eine Verbesserung zu Gunsten der Umwelt sei, die weit über den Fortschritten anderer Verkehrsträger liegt.

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