Die McLaren-Jungs: Entscheidende Momente und neue Stärken
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(adrivo.com) Wenn Formel 1-Fahrer unter dem Banner ihrer Sponsoren Kajak fahren, dann weiß man, dass der Saisonbeginn in Australien unmittelbar bevorsteht. Während es bei der Paddlerei relativ unerheblich war, dass Lewis Hamilton sich zum Sieger krönte, wollten die anwesenden Journalisten lieber wissen, wie es für den Briten und seinen Teamkollegen Heikki Kovalainen am kommenden Wochenende laufen wird. Für Hamilton war natürlich klar, dass er den Sonntag gerne zwei Positionen weiter vorne beenden würde als 2007 – damals wurde er Dritter.

"Das ist der Plan. Wir haben im Winter sehr hart gearbeitet, geschaut, dass das Training besser ist und wir haben auch das neue Auto vorbereitet. Wenn man sieht, wie sich das neue Auto entwickelt und wenn man den Fortschritt gegenüber dem Auto des Vorjahres sieht und wie der Input von mir, Heikki, Pedro [de la Rosa] und Gary [Paffett] dabei hilft, das Team nach vorne zu bringen, dann ist das wirklich speziell, denke ich", meinte der Brite. Aufgrund dieser tollen Erfahrung, wie er es nannte, glaubte Hamilton auch, dass an diesem Wochenende die Chancen größer seien als noch vor zwölf Monaten, den Sieg zu holen. "Deswegen fühle ich mich vor diesem Wochenende etwas positiver", meinte er.

So weit wollte Heikki Kovalainen nicht gehen. Er gab zwar zu, dass er sich freue, endlich mit der Saison zu beginnen, aber große Erwartungen wollte er noch nicht nach außen tragen. "Es ist eine interessante Zeit in meiner Karriere. Voriges Jahr war mein erstes Jahr in der Formel 1 und es gab viele Dinge zu lernen. Jetzt komme ich mit meinem neuen Team hier nach Melbourne, fühle mich gut vorbereitet und kann es nicht erwarten, endlich loszulegen", meinte der Finne und hoffte doch auf eine erfolgreiche Saison.

Wie bei solchen Anlässen üblich, betonte Kovalainen auch gleich, dass das ganze Team motiviert sei, da es das beste in der Formel 1 sein wolle. "Deswegen sind gute Ergebnisse das Ziel", sagte er. Für sich selbst gab er aber erst einmal das Ziel aus, seine Leistungen vom Vorjahr zu verbessern, vor allem jene vom Saisonbeginn. "Das Rennen hier im Vorjahr war eine große Enttäuschung und ich muss besser sein als damals. Ich muss ruhig bleiben und das hat im Moment Priorität; darauf konzentriere ich mich", erklärte er, nachdem er beim Kajak-Rennen Letzter geworden war, weil er sich in Führung liegend verfahren hatte.

Auf der Strecke im Albert Park dürfte ihm das allerdings nicht passieren, denn dort kennt er sich etwas besser aus. Leicht erwartet er den Kurs deswegen aber nicht. "Er ist schwer. Es ist beinahe ein Straßenkurs und es ist sehr eng. Man macht leicht einen Fehler und beschädigt das Auto. Im Qualifying ist es außerdem schwer, eine perfekte Runde zu haben. Es gibt da ein paar Orte, wo man Fehler machen kann", sagte Kovalainen. Den Ort an sich erachtete er aber als perfekt für den Saisonstart. Woran das liegt, konnte er nicht genau festmachen. "Die Australier sind großartig, aber es ist einfach ein perfektes Paket für den Saisonstart. Man kann nicht eine Sache herausstreichen."

Hamilton konnte sehr wohl eine Sache herausstreichen, das betraf allerdings den besten Moment in seiner ersten Formel 1-Saison. "Das war der [erste Sieg beim] Montreal GP. Das erste Rennen in Melbourne war eines der besten", sagte er. Denn dort habe niemand gewusst, was zu erwarten war. "Ich wurde beinahe Zweiter, holte am Ende den dritten Platz. Das war mein erstes Podium und danach ging es so weiter. Aber dann der erste Sieg. Ich hätte nie erwartet, im ersten Jahr zu gewinnen. Die Pole Position war schon speziell und dann noch der Sieg. Es waren ständig Safety Cars unterwegs und ich habe das Auto nur irgendwie von der Mauer weg gehalten. Das war das Beste überhaupt", erinnerte er sich.

Doch auch Melbourne hatte im Vorjahr einen speziellen Moment für Hamilton parat. Denn schon die erste Kurve seines ersten Formel 1-Rennens stellte ihn vor eine schwere Aufgabe. "Wenn man sich das Rennen des Vorjahres ansieht, dann war ich nicht wirklich nervös, aber alle haben erwartet, dass ich scheitere. Ich startete als Vierter und wäre wohl als Achter aus der ersten Kurve gekommen, wenn ich nicht etwas dagegen gemacht hätte", erzählte er. Und er tat etwas. Nach einer schnellen Entscheidung, begann er sein Manöver. "Ich musste die schnellste Entscheidung aller Zeiten treffen. Ich bin außen herum gefahren und kam als Dritter heraus. Ich denke, das war einer der entscheidenden Momente des Jahres", meinte Hamilton.

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