Die Odyssee der Autorallye Paris-Dakar
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Auf der einst berühmtesten Wüstenrallye der Welt durchquerten die Offroad-Rallyefahrzeuge seit Ende der 70er Jahre den afrikanischen Kontinent.

Ursprünglich führte die Rallyestrecke von der französischen Hauptstadt in die senegalesische Hauptstadt Dakar, doch seit 1989 ändert sich die Streckenführung fast jährlich – mal starteten die Fahrer von Paris nach Kapstadt, 1995 von Granada nach Dakar oder 2003 von Marseille ins ägyptische Sharm-el-Sheikh. In den letzten zwei Jahren wurde der Startschuss in Lissabon gegeben und die Ziellinie in Dakar überquert, genau das war auch für dieses Jahr geplant. Doch einen Tag vor dem Tourstart ist die Rallye im Januar wegen einer Terrorwarnung der französischen Regierung nach der Ermordung von vier französischen Touristen und drei Soldaten an der Grenze zu Algerien und Terrordrohungen gegen die Rallye selbst abgesagt worden.

Mythen und Kontroversen waren immer Teil des gefährlichen Langstreckenrennens von über 800 Kilometern, dessen Gründer während der Rallye selbst bei einem Helikopterunfall 1986 ums Leben kam. Der jährliche Wettbewerb war bisher für 58 Motorad-, Auto- und Truckfahrer, Helfern und Zuschauer tödlich. Aufgrund der Todesfälle von Unbeteiligten wie der Kinder in den Dörfern auf der Strecke fordern Kritiker die Abschaffung der Rallye und bezeichnen sie als ökologische Verschwendung sowie verachtend für die Menschen in afrikanischen Ländern. Die Amaury Sport Organisation (ASO), der Veranstalter, fühlt sich hingegen eng mit den Ländern Afrikas verbunden und spricht von ökonomischen Gewinnen sowie humanitärer Hilfe durch das Rennen. Nach der Absage der Rallye Dakar in diesem Jahr sagte Patrice Clerc, Chef der ASO, gegenüber der Zeitung L’Equipe:

„Die Dakar ist traditionell eine afrikanische Rally, wir können Afrika nicht aussen vor lassen. Aber wird dürfen auch nicht mit der Sicherheit spielen. Wir müssen unseren Horizont erweitern. Unser Planet bietet genug Möglichkeiten, eine Marathonrally über 10.000 Kilometer mit viel Sand zu veranstalten. Es gibt Wüsten in Nord-Afrika, Süd-Afrika, Ost-Afrika, im Nahen Osten, in Asien, Russland, China, der Mongolei, in Australien, Südamerika, Mexiko, in den USA … „. Aufgrund der unsicheren geopolitischen Lage wird die wohl härtestes Rallye der Welt den afrikanischen und europäischen Kontinent vorübergehend verlassen. Den Zuschlag für die Rallye 2009 erhielten Argentinien und Chile:Von Buenos Aires nach Valparaiso und zurück nach Buenos Aires wird die Strecke über 9000 Kilometer durch die trockenste Wüste der Welt führen. Dazu müssen insgesamt 880 Renn- und Begleitfahrzeuge schon Ende 2008 per Schiff aus Nordamerika und Europa auf den südamerikanischen Kontinent transportiert werden. Die Veranstalter sprechen sich aber für eine baldige Rückkehr auf den afrikanischen Kontinent aus, so schnell sich die Sicherheitslage stabilisiert habe. Außerdem plant die ASO einen Weltcup als „Dakar Series“, dessen erste Strecke vom 20. bis 26. April 2008 von Budapest durch Ungarn und Bulgarien führen soll. Vom afrikanischen Wüstenstaub ist also nur noch der Name Dakar bei der Rallye übrig geblieben!

Zur Rallye 2009 in Argentinien und Chile:http://www.dakar.com/index_DAKus.html

Zur Dakar Series in Ungarn und Rumänien 2008: http://www.centraleuroperally.com/

 

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