Dienstwagen-Check – Weniger Klimasünder in der Politik
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In ihrer Vorbildfunktion tun sich Bundes- und Landespolitiker bei der Wahl ihres Dienstwagens häufig noch schwer. Doch es bewegt sich etwas. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat die Dienstwagenflotte von 171 Spitzenpolitikern analysiert und einen Trend zu emissionsärmeren Autos festgestellt. Allerdings scheint das Klimabewusstsein noch längst nicht bei allen Politikern angekommen zu sein – auch nicht bei denen mit grünem Parteibuch.

Die schlechte Nachricht zuerst

Keiner der Bundesminister erfüllt der Studie zufolge mit seinem Dienstwagen den EU-Zielwert von 130 g CO2 pro Kilometer. Aber immerhin hat sich der Wert binnen sechs Jahren von damals durchschnittlich 252 auf nunmehr 168 Gramm CO2/km verringert. Die DUH bewertet es jedenfalls als positiv, dass das gesamte Bundeskabinett mit nur einer Ausnahme die „gelbe Karte“ erhält. Mit der „roten Karte“ straft die Umwelthilfe die neue Bundesbildungsministerin Johanna Wanka ab. Ihr Dienstwagen emittiert 193 g CO2/km, sie hat ihn allerdings von ihrer Vorgängerin übernommen. Nicht in das Ranking eingeflossen sind aus Sicherheitsgründen die gepanzerten Limousinen der Bundeskanzlerin sowie die des Verteidigungs-, Innen- und Finanzministers.

Erfreut zeigt sich die DUH darüber, dass die CO2-Emissionen der Politiker-Limousinen seit Start der Erhebung im Jahr 2007 deutlich schneller zurückgegangen sind als die Emissionen aller in Deutschland neu zugelassenen Pkw.

Als „absolutes Highlight“ wertet DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch, dass nun erstmalig ein gesamtes Landeskabinett den geforderten Zielkorridor unterschreitet: Der Hamburger Senat bringt es auf lediglich 128 g CO2/km. „Dort wird auf Basismotorisierungen zurückgegriffen, die immerhin noch Geschwindigkeiten von 212 bis 250 km/h erlauben“, so Resch. Vorbildlich zeigen sich auf Länderebene nach Hamburg auch Bremen und Schleswig-Holstein. Auf den hinteren Plätzen rangieren Bayern (179 g CO2/km), Hessen (180 g CO2/km) und die mittlerweile abgewählte Landesregierung in Niedersachsen (187g CO2/km). Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier, bereits im letzten Jahr in der Spitzengruppe der Dienstwagen-Klimasünder, belegt auch im aktuellen Ranking den letzten Platz (277 g CO2/km) gemeinsam mit NRW-Innenminister Ralf Jäger.

Als enttäuschend stuft die DUH das Abschneiden des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann ein, der mit einem CO2-Wert von 193 g/km unterwegs ist und dafür die „rote Karte“ erhält. Besser schneidet etwa Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer ab (169 g CO2/km). Spitzenreiter in der Bewertung ist der Hamburger Regierungschef Olaf Scholz (146 g), gefolgt von Malu Dreyer in Rheinland-Pfalz (148 g) und Jens Börnsen in Bremen (154 g).

Mit Blick auf die Parteizugehörigkeit bringen es die Spitzenpolitiker der Grünen gemittelt auf 145 g CO2/km. Die Linken rangieren auf Platz zwei (150 g) vor der SPD (159 g), der FDP (167 g) und der CDU (176 g). Schlusslicht bilden die Spitzenpolitiker der CSU mit 177 g CO2/km.

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