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Diplomat V8 als Star beim Opel-Gastspiel im Oberhaus
Diplomat V8 als Star beim Opel-Gastspiel im Oberhaus Bilder

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Vor 50 Jahren ging es Opel prächtig. Im Sommer 1964 setzte die auf Wachstum und Attacke programmierte General-Motors-Tochter den Blinker zum Überholen. Volkswagen wurde ins Visier genommen und die luxuriöse Oberklasse dominierten die KAD-Modelle von Opel: Kapitän, Admiral und Diplomat.

Anfang der 1960er Jahre war Opel ein munterer Herausforderer. Die Wiederbelebung des alten Modell-Namens Kadett klappte mit einem geräumigen und munteren Kleinwagen, der neue Rekord des Jahres 1963 im attraktiven Straßenkreuzer-Design hatte Straßen und Mittelklasse trotz seiner Starrachse im Griff und seit dem 25. Februar 1964 war Opel mit dem Produktionsstart für seine Oberhaus-Modelle wieder im deutschen Nobelsegment vertreten.

Besonders exklusiv gab sich der staatsmännisch agierende Diplomat: eine Ausnahme-Limousine mit amerikanischem V8-Motor und dem wohltuend gelassenen Flair der großen Auto-Welt, die damals nicht weniger reichhaltig war als aktuell im Jahr 2013. Schon 1965 gesellte sich zur großen Limousine ein keineswegs bescheidener auftretendes Coupé. Es war ein überaus ambitioniertes Projekt. Aber die Opel-Strategie der Mutation einer Limousine in ein technisch nahezu identisches und [foto id=“487971″ size=“small“ position=“left“]formal ähnliches Coupé funktionierte in der dünnen Luft der Oberklasse nicht. Das Diplomat Coupé verschwand mangels Nachfrage im Sommer 1967 von der Bühne für Neuwagen. In der Young-Timer-Szene gehört es zu den gefeierten Topstars.

Ganz seinem Titel entsprechend war der große Diplomat ein herrschaftlich gekleidetes Vehikel mit knapp fünf Meter Länge und fast zwei Meter Breite. Ein riesiger Kühlergrill über die gesamte Front hinweg betonte zusammen mit den weit nach außen gerückten Rechteckscheinwerfern die waagrechten Linien. Das Chrom-Ornat konnte in Kilogramm gemessen werden. Kaum fünf Jahre nach Opels Rückkehr in die Oberklasse wurde 1969 die gesamte KAD-Familie neu eingekleidet, technisch erneuert, in der Qualität verbessert und mit einer Andeutung von nobler Schlichtheit jenseits amerikanischer Protzigkeit versehen. Bei reduziertem Chromschmuck wirkten die Nobel-Opel aufgrund wuchtiger Proportionen und unverändert weitläufigem Innenraum wie die Prototypen deutscher Straßenkreuzer. Der Diplomat erhielt eine eigenständigere Frontpartie mit senkrecht angeordneten Rechteck-Scheinwerferflächen und einem ruhig gegliederten Kühlergrill. Opel war bemüht, die neuen Edel-Linien der ebenfalls verjüngten Rekord-Commodore-Baureihen auf seine Flaggschiffe zu übertragen.

Weiterhin durfte sich der Diplomat-Fahrer an einem kultiviert laufenden Achtzylinder erfreuen, ab 1969 mit 5,4 Liter Hubraum und einer Leistung von 169 kW/230 PS. Diese Leistung schüttelte die konstruktiv nicht besonders aufwendige Maschine bei 4 700/min ohne hörbare Anstrengung aus dem Ärmel. Etwa 1,7 Tonnen brachte der 4,92 Meter lange Diplomat [foto id=“487972″ size=“small“ position=“right“]V8 in der zweiten Generation auf die Waage. Dank seiner bulligen Durchzugskraft von 430 Nm bei 3 000/min beschleunigte er aus dem Stand in zehn Sekunden auf 100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 205 km/h.

Für die Kraftzuteilung war ein Getriebeautomat mit hydraulischem Wandler und drei Gängen zuständig. Bei vollem Beschleunigen legte der Diplomat wie ein großes Motorboot ab, nur ohne sichtbare Bugwelle. Dabei konnten sensible Fahrer ein ungewöhnliches Rauschen vernehmen: Das war die Benzinzufuhr. Je nach fahrerischem Ehrgeiz konsumierte der große Wagen zwischen 13 Liter und 22 Liter Benzin auf 100 Kilometer, der Tank sorgte mit einem Fassungsvermögen von 80 Litern dennoch für eine ausreichende Reichweite. Als Alternative kam der Diplomat E auch mit dem Reihensechszylinder aus Kapitän und Admiral, 121 kW/165 PS waren allerdings nur für 195 km/h gut.

Die Familie der großen Opel-Typen war keineswegs eine kurzfristige Erscheinung. Dennoch gab Opel im automobilen Oberhaus nur ein Gastspiel. Aber immerhin rund dreizehn Jahre boten sie angenehme Alternativen zu den Mercedes-Modellen. Und das zu Preisen, die selbst für den staatsmännischen Diplomat eher bürgerlich waren: Knapp 21 000 Mark forderte Opel für die V8-Limousine. Ein Mercedes 300 SEL 6.3 mit 184 kW/250 PS war mit 39 516 Mark viel teurer.

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