Doppelsieg für Sebastian Asch
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30.04.06: Siege standen in der noch jungen Erfolgsbilanz von Sebastian Asch (Ammerbuch) bis zum Rennwochenende auf dem Eurospeedway Lausitz bislang noch nicht zu Buche. Nun darf sich der erst 19-Jährige gleich einen Doppelsieg im SEAT Leon Supercopa 2006 ans Rever heften. Nach seinem Sieg und einer konzentrierten Leistung am Samstag bei Regen und Kälte, hielt der Sohn von Tourenwagen-Legende Roland Asch auch im extrem spannenden Rennen am Sonntag dem immensen Druck der Konkurrenz stand. Hinter dem wie entfesselt fahrenden Asch belegten am Sonntag René Rast (Steyerberg) und Daniel Bauer (Filderstadt) die Plätze. Einen Tag zuvor hatten Florian Gruber (Aham) und der Schweizer Fredy Barth das Nachsehen.
Die Schlüssel zum Erfolg von Sebastian Asch, der für das Team Lauderbach Motorsport unterwegs ist, waren am Sonntag ein Blitzstart und dann ein blitzsauberes Ausbremsmanöver gegen den zu diesem Zeitpunkt führenden Marcel Lassé (Düsseldorf). Aus der achten Position ins zweite Rennen gestartet, verbesserte sich Asch bis zur ersten Kurve um fünf Plätze. In der dritten Runde ließ der 19-Jährige eingangs der Dekra-Kurve Marcel Lassé mit einem atemberaubenden Manöver keine Chance und übernahm die Spitze. Trotz der zahlreichen Attacken von René Rast, dem Sieger vom Hockenheimring, leistete sich Asch während der 19 Runden keinerlei Fehler und machte so seinen Doppelsieg perfekt.
Schon das erste Rennen am Samstag werden Vater und Sohn Asch in bester Erinnerung behalten. Bei widrigsten Bedingungen, strömendem Regen und gerade einmal fünf Grad Außentemperatur feierte Sebastian Asch seinen ersten Erfolg im SEAT Leon Supercopa – gleichzeitig sein erster Sieg im Motorsport überhaupt. Der 19-Jährige profitierte dabei vom Fehler des Polsesetters René Rast, der sich bereits in der Einführungsrunde drehte. Statt des zweiten Saisonerfolgs nach Rasts Auftaktsieg in Hockenheim endete das Rennen für den Polo Cup-Champion 2005 auf Rang fünf. Während Asch also das Missgeschick von Rast ausnutzen konnte, musste Titelverteidiger Thomas Marschall (Eggenstein) seinen Supercopa bereits in der erste Runde nach einem Dreher ins Kiesbett abstellen. Für Marschall bereits der zweite Nuller. Am Sonntag sammelte „Mister Markenpokal“ als Neunter seine ersten vier Punkte. Marschalls Teamkollege vom Team Fischer Racing, Florian Gruber machte es besser, belegte Rang zwei. Fredy Barth, in Hockenheim noch ausgeschieden, überquerte als Dritter die Ziellinie. Cora Schumacher, erstmals als Gaststarterin mit von der Partie, sah die Zielflagge und belegte Rang 15. 24 Stunden später überquerte die 29-Jährige als 18. die Ziellinie. In der Gesamtwertung vor den nächsten beiden Rennen in Oschersleben (19. bis 21. Mai) liegt Sebastian Asch mit 44 Punkten hinter René Rast (49) auf Rang zwei. Florian Gruber (41) belegt den dritten Platz.
Stimmen nach dem ersten Rennen:
Sebastian Asch (Sieger): „Das ist einfach unglaublich. Vor allem nach dem verkorksten freien Training am Freitag. Aber schon im Qualifying hat mein Team super gearbeitet. Nach dem Pech von René Rast musste ich nur noch die Nerven behalten. Als sich Thomas Marschall auch noch rausdrehte, war der Weg frei.“
Florian Gruber (Zweiter): „Als Thomas Marschall sich raus gedreht hatte, konnte ich gerade noch vorbei fahren. Danach war mir das Risiko, näher an Sebastian Asch heran zu fahren, einfach zu groß. Mit dem zweiten Platz bin ich hoch zufrieden.“
Fredy Barth (Dritter): „Nach meinem Nuller in Hockenheim war der Podestplatz Gold wert. Bei den Drehern am Anfang des Rennens bin ich mit ein wenig Glück ohne Probleme durchgekommen. Ich freue mich besonders für das Team Lauderbach Motorsport. Platz eins und drei ist nicht so schlecht.“
Stimmen nach dem zweiten Rennen:
Sebastian Asch (Sieger): „Ich kann es kaum glauben, dass ich schon wieder gewonnen habe. Mein Superstart von acht auf drei war die halbe Miete. Nachdem sich Marcel Lassé bei meinem Überholmanöver äußerst fair verhalten hat, war ich plötzlich vorne. Danach habe ich mich voll konzentrieren können. Das war wichtig, um die Attacken von René Rast zu parieren.“
René Rast (Zweiter): „Im Gegensatz zu Sebastian war mein Start äußerst bescheiden. Danach konnte ich mich allerdings bis auf den zweiten Platz nach vorne arbeiten. Mehr wollte ich nicht riskieren. Die Punkte waren mir wichtiger.“
Daniel Bauer (Dritter): „Die Positionskämpfe mit Marcel Lassé haben zu viel Zeit gekostet. Da waren Asch und Rast schon zu weit weg. Außerdem sind Rast und ich Teamkollegen. Da fährt man lieber die Punkte fürs Team sicher nach Hause, als zu viel zu riskieren.“
News abseits der Strecke:
Gigantisches Medieninteresse
Dass Cora Schumacher, die Frau von Formel 1-Star Ralf Schumacher, im SEAT Leon Supercopa einige Rennen als Gaststarterin absolviert, weiß dank heftigstem Medieninteresse mittlerweile fast jedes Kind. Entsprechend groß war das Interesse an der 29-Jährigen bei ihrem ersten Start im SEAT Leon Supercopa auf dem Eurosspeedway Lausitz. Bereits nach dem ersten freien Training, im dem sich Cora Schumacher trotz nasser Streckenverhältnisse ausgzeichnet schlug, standen die Fernsehteams sowie die schreibende Zunft in und vor der SEAT-Hospitality Schlange, um einen Bericht von und über Cora Schumacher zu ergattern. Die gebürtige Düsseldorferin erwies sich als geduldig, erfüllte jeden Wunsch und hatte auch noch Zeit, die zahlreichen Autogrammwünsche der vielen Fans am Sonntag zu erfüllen. Auch auf der Strecke konnte sich Cora Schumacher sehen lassen. Beim Qualifying, dass gegen Ende bei abtrocknender Strecke zu einem regelrechten Reifenpoker mutierte, hielt die Gaststarterin den Rückstand in achtbaren Grenzen. Zum schnellsten Piloten mit Regenpneus fehlten am Ende 3,4 Sekunden, macht in Metern ausgedrückt einen Rückstand von 148 Metern. Auch nach den beiden Rennen sah Cora Schumacher jeweils als 15. und 18. die Zielflagge.
Kulturprogramm
Die Nähe des Eurospeedway Lausitz zu Dresden brachte die Crew von Yokohama, exklusiver Reifenpartner des SEAT Leon Supercopa auf eine besondere Idee. Nach dem freien Training am Freitag besuchte das Team um den Motorsportverantwortlichen Gero Gerber die sächsische Rezidenzstadt. Im Mittelpunkt des Yokohama-Kulturprogramms: Eine Stipvisite in der im Krieg zerstörten und seit kurzem wieder aufgebauten Frauenkirche.

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