Ducati Multistrada 1200: Das 4-in-1-Motorrad
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Ducatis Einstieg ins Segment der großen Tourer in Enduro-Optik vor drei Jahren wurde mit viel Skepsis betrachtet. Doch inzwischen ist klar: Die Langbeiner-Baureihe ist mit 20 500 verkauften Einheiten seit 2010 zu einem vollen Erfolg geworden. Mit der Überarbeitung für 2013 dürfen die Bologneser auf einen weiteren Verkaufsschub hoffen, denn die Allroundermodelle wurden nicht nur verfeinert, sondern bekamen auch Zuwachs: Zum Basismodell für 15 490 Euro und den beiden S-Versionen „Touring“ und „Pikes Peak“ gesellt sich mit der Multistrada 1200 S „Granturismo“ ein echter Langstreckler mit adäquater Reiseausstattung.

Alle Multistrada-Modelle des neuen Jahrgangs bekommen ein Motoren-Upgrade, ein neues Bosch-Integral-ABS und einen verbesserten Windschutz spendiert. Die neue „Multi“ ist an einem aufgefrischten Front-Design mit lichtstarken LED-Scheinwerfern und Rädern im Stil des Superbikes 1199 Panigale zu erkennen. Darüber hinaus kommen alle S-Versionen in den Genuss des semiaktiven Fahrwerks DSS (Ducati Skyhook Suspension System), das die Dämpfung automatisch an [foto id=“436751″ size=“small“ position=“left“]unterschiedliche Fahrbahnverhältnisse anpasst – bislang hat nur der vor wenigen Tagen vorgestellte Supersportler BMW HP4 eine solche technische Errungenschaft an Bord.

Doch bevor die neuen Vorzüge ausgekostet werden können, gilt es, die Sitzbank zu erklimmen. Und dafür bedarf es bei der Multistrada 1200 S Touring, die sich neben dem DSS durch Heizgriffe, Hauptständer und Seitenkoffer vom Basismodell unterscheidet, nicht unbedingt eines Garde-Körpermaßes. Denn dank der schmalen Kontur der Sitzbank passt es trotz respektabler 850 Millimeter Sitzhöhe auch für Durchschnittsmenschen. Aufgesessen herrscht ein bequemes, fast schon zu relaxtes Ambiente auf dem straffen Polster. Dann gilt es, mit der Multifunktionstaste am Lenker den jeweiligen Beladungszustand – solo, zu zweit, mit oder ohne Gepäck – vorzugeben und aus den vier Modi „Sport“, „Touring“, „Urban“ und „Enduro“ den passenden zu wählen. Dieser lässt sich auch während der Fahrt verstellen und entscheidet über das Ansprechverhalten und die Leistungsabgabe des Motors, die Regelstufe der Traktionskontrolle (DTC), die Wirkungsweise des ABS und die Voreinstellungen des semiaktiven Fahrwerks.

Das System passt die Zug- und Druckstufendämpfung der Sachs-Federelemente tatsächlich im Nullkommanix geänderten Fahrbahnbelägen an, Ducati spricht von 10 Millisekunden Reaktionszeit. Damit ist die Multistrada perfekt auf die Herausforderungen baskischer Hinterlandstraßen vorbereitet. Über die brutalen Temposchwellen eingangs der Dörfer, plötzliche Schlaglöcher in Kurven oder nachlässig geflickten Pustelasphalt bietet die Ducati besten Bodenkontakt und liefert einen souveränen Fahrkomfort. Agil, aber nicht nervös durchpflügt die Ducati das Hinterland und begeistert mit jederzeit nachvollziehbarem, sportivem Fahrverhalten. Lediglich gefräste Längsrillen behagen dem System nicht. Besonders positiv [foto id=“436752″ size=“small“ position=“right“]machen sich DSS und das neue Bosch-Integralbremssystem beim Verzögern bemerkbar: Beispielsweise hält die „Multi“ beim knackigen Anbremsen enger Spitzkehren ihre ruhige Mittellage ein, selbst unebene Untergründe entlocken der Italienerin keinerlei Instabilität.

Neben dieser Innovation zeigt sich der Motor sinnvoll überarbeitet mit Doppelzündung, modifizierter Gemischaufbereitung und Abgasreinigung. So liefert der flüssigkeitsgekühlte V-2-Motor unverändert maximal 110 kW/150 PS ans Hinterrad bei einem von 119 auf 125 Nm gestiegenen Drehmoment. Mit kräftigerer Drehzahlmitte gibt sich der Vierventiler noch souveräner in allen Drehzahllagen, dass der Verbrauch um rund zehn Prozent gesunken sein soll, ließ sich auf unserer Testfahrt nicht feststellen. Wohl aber den nächsten Ansatzpunkt zur Modellpflege: Die langen Schaltwege des Sechsganggetriebes und die verbesserungswürdige Rastung sind die letzten verbliebenen Kritikpunkte.

Die Alltagstauglichkeit verbessert ein größeres Staufach sowie ein höheres, breiteres und noch dazu verstellbares Windschild. Perfekt wird der Windschutz dadurch nicht, doch der Oberkörper sieht sich weitgehend vom Winddruck befreit. Nach der ersten Ausfahrt ist klar: Ducati hat die vielseitigen Talente der Multistrada entsprechend der Einsatzprofile Stadt, Tour und Sport gestärkt.

Die Preise bleiben trotz der Aufwertung konstant: Die Multistrada 1200 kostet 15 490 Euro, die Multistrada 1200 S Touring schlägt mit 18 490 Euro zu Buche und die mit leichten Schmiederädern versehene Sport-Variante Multistrada 1200 S Pikes Peak gibt es für 20 990 Euro. Für die neue Weltreise-Multistrada 1200 S Granturismo sind 19 990 Euro einzukalkulieren.

Daten: Ducati Multistrada 1200 S Touring – Straßenmotorrad

Motor: Flüssigkeitsgekühltem 90-Grad-Zweizylinder -V-Motor, vier Ventile je Zylinder, Hubraum 1 198 ccm, Leistung 110 kW/150 PS bei 9 250 U/min, Drehmoment 125 Nm bei 7 500 U/min, elektronische Kraftstoffeinspritzung, G-Kat, Sechsganggetriebe
Fahrwerk: Gitterrohr-Stahlrahmen, Upside-Down-Telegabel, Aluminium-Einarmschwinge mit angelenktem Zentralfederbein, zwei Scheibenbremsen vorn, eine hinten, ABS
Maße und Gewichte: Reifen vorn 120/70 ZR 17, hinten 190/55 ZR 17, Sitzhöhe 850 mm, Tankinhalt 20 Liter, Leergewicht 234 kg
Preis: ab 18 490 Euro

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