Ekström siegt – Meisterschaft offen: Remis im Regenpoker
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(motorsport-magazin.com) Strategische Fehlentscheidungen zunächst bei Paul di Resta, dann bei Timo Scheider: Beim Regenchaos des zehnten Saisonlaufs in Le Mans präsentierten sich Audi und Mercedes in vielerlei Hinsicht auf einer Augenhöhe. Am Ende hatten beide Seiten Erfolge zu verzeichnen. Während Mattias Ekström den Ingolstädtern ihren fünften Saisonsieg bescherte, verkürzte Paul di Resta als Zweitplatzierter vor Jahreswagenpilot Alexandre Prémat seinen Rückstand auf den Meisterschaftsführenden Timo Scheider. Der Abt-Audi-Pilot hatte sich zwischenzeitlich als vorzeitiger Meister fühlen dürfen.

Der Start: Bereits am Start kündigte sich die Vorentscheidung an: Auf noch feuchter Strecke setzten die HWA-Mercedes auf Regenreifen, die Abt-Audi auf Trockenreifen. Der Start verlief zu Gunsten der Ingolstädter: Mit einer Dreifachspitze gingen die Abt-Audi in die zweite Kurve, nachdem zunächst Mattias Ekström, dann Timo Scheider an Tom Kristensen vorbeigezogen waren. Während Kristensen im Verlauf der Runde bis auf Rang sechs zurückfiel, schob sich auch Alexandre Prémat vorbei an Paul di Resta auf Rang drei. Für Ralf Schumacher war das Rennen nach einem Dreher ins Kiesbett schon früh beendet.

Scheider scheinbarer Meister

Der Rennverlauf: Das Duell zwischen Prémat und di Resta bestimmten die ersten Runden: Eine Berührung zwischen dem Audi-Jahreswagen- und dem HWA-Piloten zog für Prémat eine Pitstop-Penalty nach sich. Derweil zeichneten sich auf abtrocknender Strecke weitere Probleme für di Resta ab: Während Teamkollege Green bereits vor Öffnung des Boxenstoppfensters zurück auf Slicks wechselte, verlor di Resta auf Regenreifen kontinuierlich Zeit auf die Spitze.

Nachdem auch Bernd Schneider, Markus Winkelhock und Oliver Jarvis an dem Schotten vorbeigezogen waren, wechselte auch di Resta in Runde fünf auf Trockenreifen und nahm so einen zusätzlichen Boxenbesuch in Kauf. Mit dem Rennen um Podestplätze schien di Resta fortan nichts mehr zu tun zu haben: Auf Position elf liegend kämpfte der Schotte vergeblich um Anschluss, während Timo Scheider das Rennen anführte. Die vorzeitige Entscheidung in der Meisterschaft schien kaum noch abzuwenden.

Di Restas beschwerliche Aufholjagd

Mit Öffnung des Boxenstoppfensters in Runde zehn absolvierte Prémat seine Pitstop-Penalty im Rahmen seines ersten Pflichtstopps, um erneut direkt vor di Resta zurück auf die Strecke zu gelangen. Eine weitere Berührung wurde mit einer Verwarnung für Prémat geahndet. Bereits in Runde elf trat Timo Scheider zu seinem ersten Pflichtstopp an und überließ so die Führung Teamkollege Mattias Ekström. Mit einem um fünf Runden späteren Stopp schob sich der Schwede vorbei am Meisterschaftsführunden, bog jedoch bei stärker werdendem Regen mit Trockenreifen zurück auf die Strecke.

Eine Entscheidung, die sich als die richtige herausstellte: In Runde 19 ließ der Regen ein weiteres Mal nach. Mittlerweile lag Bernd Schneider in Führung, der erst in Runde 23 unmittelbar nach Paul di Resta zum ersten regulären Boxenstopp erschien. Nur knapp konnte Timo Scheider die boxenstoppbereinigt zweite Position vor Schneider halten. Ab Runde 26 kündigte sich jene Fehlentscheidung der Audi-Mannschaft an, mit der der Vorsprung der ersten Runden verspielt wurde:

Fehlgriff bei Audi

So setzte trotz einsetzenden Regens zunächst Mattias Ekström, dann Timo Scheider beim zweiten Pflichtboxenstopps auf Trockenreifen. Bernd Schneider passte sich der Strategie der Audi-Spitze an – anders als Paul di Resta: Während Ekström bei starkem Regen immer weiter zurückfiel, konnte di Resta nach seinem zweiten Pflichtboxenstopp in Runde 30 die Vorteile seiner Regenreifen nutzen. 10 Minuten vor Ende des Rennens führte Alexandre Prémat das Rennen vor Mattias Ekström, Gary Paffett, Paul di Resta und Timo Scheider.

Im Folgenden schmolz Scheiders Meisterschaftsvorsprung von sieben Punkten immer weiter zusammen: So passierte di Resta zunächst seinen Markenkollegen Paffett, dann Prémat, der zuvor die Führung an Ekström hatte abgeben müssen. Auch Timo Scheider musste sich dem Franzosen geschlagen. Trotz zunehmender trockener werdenden Strecke kam Scheider auch zum Ende hin nicht mehr in Schwung: Nach mehreren Verbremsern zog auch Bernd Schneider vorbei an Scheider auf Rang fünf.

Der Zieleinlauf: Trotz seines dritten Saisonsiegs ist Mattias Ekström mit elf Punkten Rückstand auf Timo Scheider aus dem Meisterschaftskampf aufgeschieden. Auf Rang zwei verkürzt Paul di Resta Scheiders Vorsprung ein Rennen vor Saisonende auf nur noch zwei Punkte. Alexandre Prémat erzielt für das Phoenix-Team den ersten Podestplatz eines Jahreswagens in diesem Jahr. Vor Timo Scheider sahen auch Gary Paffett und Bernd Schneider die Zielflagge. Die Ränge sieben und acht belegten nach enttäuschenden Rennverläufen Bruno Spengler und Tom Kristensen.

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