Fahrbericht Westfalia Michelangelo: Der wendige Camper fürs große Fernweh
Fahrbericht Westfalia Michelangelo: Der wendige Camper fürs große Fernweh Bilder

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In der Küchenzeile finden sich Gaskocher, Spüle und Kühlschrank. Bilder

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Wenn kein Wohnmobil benötigt wird, lässt sich der Michelangelo auch als Kleinbus mit sechs Plätzen nutzen. Bilder

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Mit dem wendigen Michelangelo auf Fiat Scudo-Basis sind auch enge Altstädte befahrbar. Bilder

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Das Hochdach bietet einerseits Platz für ein Doppelbett, andererseits erlaubt es das Stehen im Innenraum. Bilder

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Zu voller Größe entfaltet sich der Michelangelo erst im Stand bei aufgestelltem Hochdach. Bilder

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Schlafplatz ist für vier Personen vorhanden, transportieren lassen sich bis zu sechs. Bilder

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Seit mehr als 50 Jahren genießt der Name Westfalia einen ausgezeichneten Ruf unter Fernwehsüchtigen. Dass der gute Name nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt auch der seit kurzem erhältliche Michelangelo. Er basiert auf dem Fiat Scudo und vereint den Komfort eines fein ausgestatteten Campingmobils mit der Wendigkeit eines Vans. Der Allrounder startet bei 31 490 Euro.

Und schnittig wirkt er, der Michelangelo: Die gefällige Linienführung des Fiat Scudo setzt sich nahtlos im perfekt integrierten Aufstelldach fort. Erst in der Seitenansicht zeigen sich die Trennfugen. Zudem lässt sich der GFK-Aufbau optional auch mit [foto id=“327082″ size=“small“ position=“left“]einem elektrischen Glasschiebedach kombinieren.

Angebotene Varianten

Angeboten wird der Michelangelo in den Varianten „Baseline“ sowie als „Impuls“ und „Classic“. Dabei ersetzt bei den höherwertigen Varianten beispielsweise eine praktische Heckklappe die hintere Flügeltür und bietet bei Regen willkommenen Wetterschutz. Für den höheren Preis von 35 490 Euro erhält der Kunde jedoch noch eine ganze Reihe weiterer sinnvoller Extras. Beispielhaft seien hier der serienmäßige Beifahrerairbag genannt, die Lackierung des Aufstelldachs und vor allem die Motorisierung.

Unter der Haube

Drei Dieselmotoren stehen zur Wahl. Als Grundmotorisierung dient ein 1,6-Liter-Common Rail mit 66 kW/90 PS. Darüber rangiert ein 88 kW/120 PS starker 2,0-Liter-Diesel. Das Flaggschiff ist der große 2,0-Liter-Selbstzünder mit 100 kW/136 PS, [foto id=“327083″ size=“small“ position=“right“]der serienmäßig einen Dieselpartikelfilter an Bord hat. Vor allem mit diesem Motor kann der Michelangelo seine Stärken ausspielen: Trotz eines Leergewichts von gut 2,3 Tonnen fährt, bremst und beschleunigt er auf Pkw-Niveau. Den Begriff „quirlig“ auf den 5,14 Meter langen Wagen anzuwenden, ist kein Hochmut – immerhin handelt es sich um ein Campingmobil. Auch der Verbrauch geht mit knapp 8,0 Litern Diesel auf 100 Kilometern angesichts des Gewichts und einer Höchstgeschwindigkeit von 170 km/h mehr als in Ordnung. Der Schleuderschutz ESP ist jedoch leider aufpreispflichtig und kostet 357 Euro für alle Varianten. Moderat fällt die Haftpflichtversicherung aus, für die beispielsweise bei der AXA 348,93 Euro verlangt werden.

Westfalia-Grundriss

Im Inneren findet man den traditionellen Westfalia-Grundriss, wie er sich über Jahrzehnte bewährt hat. Das Konzept basiert auf einer linksseitig verbauten Möbelzeile mit Kühlbox, Zweiflammen-Gaskocher, Spüle und Schrank: serienmäßig finden vier Reisende (Sitz)-Platz. Der zur Verfügung stehende Raum wird intelligent [foto id=“327084″ size=“small“ position=“left“]genutzt: Unter dem Aufstelldach, das bei hoch gehängter Liegefläche Stehhöhe erlaubt, schläft man zu zweit sehr bequem. Bei kühleren Temperaturen wird das untere Klappbett genutzt oder die Standheizung aktiviert. Umgedrehte Vordersitze und ein an der Kochzeile eingehängter Tisch bieten eine kleine Tafel für vier Personen oder Raum zum Arbeiten. Allerdings lässt sich der Tisch nicht freistehend im Außenbereich verwenden. Zudem ist er etwas fummelig im dreiteilig zwischen Heckklappe und Rücksitzen zusammengefalteten Bett versteckt, auf dem zumeist noch die ein oder andere Tasche steht. Eingehängt blockiert der Tisch zudem die Besteckschublade. Dafür punktet der hochwertig verarbeitete Innenraum mit zahlreichen Leseleuchten und 12-Volt-Steckdosen.

Lesen Sie weiter auf Seite 2: Fazit; techn. Daten & Preis

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[foto id=“327747″ size=“small“ position=“left“]Fazit

In der Summe betrachtet muss man dem Michelangelo ein deutliches Lob aussprechen, bietet er doch die gewohnte Westfalia-Qualität zum Einstiegspreis. Daneben sorgen die kompakten Abmessungen des Wagens für echte Alltagstauglichkeit: Der exakt 1,99 Meter hohe Michelangelo passt in fast jede Tiefgarage und Waschanlage. Zudem lässt er sich mit seinen theoretisch möglichen sechs Einzelsitzen auch gut als Van nutzen. Aber so hatten es sich die Ingenieure in Rheda-Wiedenbrück ja auch gedacht.

Datenblatt: Westfalia Michelangelo auf Basis des Fiat Scudo-Kastenwagen mit Frontantrieb: Reisemobil mit bis zu sechs Sitzplätzen
  
Länge/Breite/Höhe/Radstand: 5,14 Meter/1,9 Meter/2,0 Meter/3,1 Meter
zul. Gesamtgewicht: 2 805 kg
Zuladung: 485 kg
Anhängelast gebremst/ungebremst: 2 000/750 kg
   
Innenausstattung: Bett: unten 2 x 1,1 m, oben: 2 x 1,15 m
Küche: Kompressor-Kühlbox (Temperatur bis -18 °C), Zweiflammkocher, Spüle, Frisch-/Abwasser: 27/25 l
Zusatzbatterie: 80 Ah, Kraftstoff-Zusatzheizung, Zentralelektronik zur Steuerung von Heizung und Kühlbox, Anzeigen für Innen-/Außentemperatur/Batteriespannung, Füllstandsanzeige Frisch- und Abwassertank
   
Sicherheitsausstattung: – ABS
– ESP mit ASR optional für 357 Euro
– Fahrerairbag serienmäßig
– Beifahrer- und Seitenairbags variantenabhängig
   
Motor: – Vierzylinder-Dieselmotor mit Dieselpartikelfilter (DPF)
– 1 997 ccm
– 100 kW/136 PS bei 4 000 U/min
Sechsgang-Schaltgetriebe
max. Drehmoment: 320 Nm/2 000 U/min
Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h
Verbrauch: 7,9 l/100 km
CO2 laut Hersteller: 191 g/km
   
Beiträge bei der AXA-Versicherung: KH: 348,93 Euro (Tarifgruppe N, SF 1, Zulassung Düsseldorf, 100 Mio. Euro pauschal mit Schutzbrief)
VKU 808,94 Euro (Tarifgruppe N SF 1, 300/150 Euro SB)
   
Preise: – Michelangelo Basesline: ab 31 490 Euro
– Michelangelo Impuls/Classic: ab 35 490 Euro

 

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Gast auto.de

Oktober 27, 2010 um 12:00 pm Uhr

Super: 6 (gleiche) Fotos von außen und ein (nichtssagendes) von innen. Welche Flasche macht so einen Artikel!!

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