Fahrräder: Sicherer Transport ist das A und O
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Wer im Urlaub auf sein Fahrrad nicht verzichten möchte, kann es mit dem Auto transportieren. Das Rad kann aber auch am Urlaubsort ausgeliehen oder aber bei der Deutschen Bahn als Gepäckstück aufgegeben werden. Dabei hat die Sicherheit immer oberste Priorität, egal, ob der Drahtesel auf dem Dach, auf dem Heck, oder mit einem Träger auf einer Anhängerkupplung oder eben mit der Bahn befördert wird.

Jede Transportmöglichkeit hat Vor- und Nachteile. Wer sein Rad bei der Bahn aufgibt, erspart sich die Montagearbeit und somit Zeit und Nerven. Allerdings müssen Reisende den Drahtesel wieder am Ankunftsort am Bahnhof abholen. Und auch die Anfahrtzeit muss mit einkalkuliert werden. Ebenfalls wichtig: Die Zustellung von Gepäck innerhalb Deutschlands dauert zwei Werktage, zu den Nordsee-Inseln und nach Hiddensee sogar drei Werktage. Der Preis liegt pro Bike bei 25,50 Euro zuzüglich der Fahrradverpackung von knapp 6 Euro. Zudem gibt es Aufpreise für den Transport auf die Inseln und Sonderwünsche.

Wird das Rad hingegen mit dem Auto transportiert, bekommt der Sicherheits-Aspekt noch einmal einen anderen Stellenwert. Laut der Deutschen Verkehrswacht (DVW) punktet der Dachträger damit, dass er eine freie Sicht durch den Rückspiegel ermöglicht. Auch die Heckklappe lässt sich unproblematisch öffnen.

Die Nachteile: Die Räder aufs Dach zu hieven, ist immer mit großer Anstrengung verbunden. Zudem stehen Fahrräder auf dem Autodach voll im Fahrtwind und beeinflussen daher die Fahreigenschaften des Fahrzeugs. Zum vermehrten Luftwiderstand kommt hinzu, dass der Schwerpunkt des Autos nun höher liegt. Deshalb ist langsames Fahren angesagt, das heißt nicht schneller als 120 km/h.

Heckklappenträger bieten hingegen den Vorteil, dass sie den Luftwiderstand kaum beeinflussen. Allerdings ist der Schwerpunkt so verschoben, dass dies ebenfalls die Fahreigenschaften beeinträchtigt. Denn je mehr Gewicht aufs Heck drückt, desto weniger Halt haben die Vorräder. Das Fahrzeug “schiebt” beim Lenken mehr über die Vorderräder und neigt zum Untersteuern. Wichtig auch: Heckträger sind für lange Fahrten oder Fahrten über unebenes Gelände weniger geeignet, da bei Heckträgern die Scharniere stark belastet werden und der Zugang zum Kofferraum eingeschränkt ist.

Für längere Fahrten oder schwere Fahrräder – auch Pedelecs – eignen sich Kupplungsträger. Die Fahrereigenschaften bleiben hier weitgehend uneingeschränkt, da sie weniger Luftwiderstand haben. Neben der zulässigen Last des Trägers muss die maximale Stützlast der Anhängerkupplung und ihr D-Wert berücksichtigt werden; letzterer gibt die Dauerfestigkeit gegen Krafteinwirkung an.

Der Nachteil hier: Bei Aufsätzen für die Anhängerkupplung muss ein Folgekennzeichen besorgt werden. Je nach Modell sind auch zusätzliche Rückleuchten und Bremslichter angesagt. Vor Reiseantritt gilt daher: testen, ob die Lichter bei der Montage nicht verwechselt wurden und richtig funktionieren. Für einige Urlaubsländer wie Italien oder Spanien ist zudem eine Warntafel vorgeschrieben.

Weiter gilt: Alle nicht am Fahrrad fest montierten Teile abnehmen, da sie sich lösen und zum Geschoss für den nachfolgenden Verkehr werden können. Hierzu zählen Fahrradpumpen, Steckschutzbleche und Tachometer. Für kurze Pausen eignen sich Kabelbinder als Diebstahlschutz. Bei längeren Aufenthalten sind hingegen Schlösser sinnvoll.

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