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Formel-1-Motoren: Es lebe der Lärm
Formel-1-Motoren: Es lebe der Lärm Bilder

Copyright: Daimler

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Laut, lauter, am lautesten: Die Formel 1 dreht in dieser Saison den Geräuschpegel wieder auf. Denn im vergangenen Jahr sind die zu leisen Hybrid-Motoren bei Fans und Fahrern nur auf wenig Gehör gestoßen. Ein vernichtendes Urteil fällte der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel: Denn für den neuen Ferrari-Star klangen die Rennwagen wie „Staubsauger“. Das soll sich jetzt wieder ändern. Die Motoren sollen von der Lautstärke wieder von 130 Dezibel auf Formel-1-taugliche 145 dB angehoben werden. Das nach Analyse der Experten von „beat the silence“ lauter als ein Presslufthammer und vergleichbar mit dem Lärm eines Düsenjägers ist. Für das empfindliche menschliche Gehör ist das allerdings an einem Rennwochenende eine extrem starke Belastung. Der Vergleich mit einem Pkw zeigt deutlich, wie stark die Lärmbelastung ist: Hier liegt die erlaubte Lärmschwelle der EU-Kommission bei maximal 74 dB. Die meisten Autos erzeugen ungefähr 68 dB bis 70 dB, lediglich Sportwagen kommen mit 73 dB dem Grenzwert nahe, was schon einer enormen Steigerung entspricht.

Schwerhörigkeitsgefahr

Eine hohe Dauerschallbelastung sowie kurze sehr hohe Schallpegelspitzen wie beispielsweise in der Formel 1 können die Haarzellen im Innenohr dauerhaft und irreversibel schädigen, warnen die Fachleute. „Wer nach einer Lärmbelastung ein Geräusch in den Ohren wahrnimmt, muss dies unbedingt als ein Warnsignal des Körpers wahrnehmen“, erklärt Professor Robert Mlynski von der Universität Rostock. Werden die Haarzellen im Ohr geschädigt, können diese den Schall nicht mehr an das Gehirn weiterleiten, und es entsteht eine sogenannte „Schallempfindungs-Schwerhörigkeit“.

Kurze Geräuschbelastung reicht aus

Die Betroffenen nehmen dann oftmals nur noch verzerrte oder gedämpfte Töne wahr und haben Probleme, Gesprochenes gut zu verstehen. Diese Schwerhörigkeit kann bereits entstehen, wenn man einer lauten Geräuschbelastung nur kurze Zeit ausgesetzt ist, wie dies bei der Formel 1 der Fall ist. Neben der Schwerhörigkeit können auch unangenehme Ohrgeräusche wie ein Tinnitus auftreten. Also, Formel-1-Fans aufgepasst: „Ohrengeräusche, die länger als einen Tag auftreten, müssen unbedingt von einem Arzt untersucht werden“, empfiehlt Robert Mlynski.

Gehörschutz

Doch wie können die Formel-1-Zuschauer ihr Gehör schützen? Für Fans, die den Motorensound lieben, gilt: Das A und O, um die Ohren zu schützen, ist es, die Lautstärke zu reduzieren. Ein ausreichender Gehörschutz hilft dabei. Für die Plätze an der Rennstrecke gibt es dabei unterschiedliche Optionen. Es helfen beispielsweise Ohrenstöpsel, die zwei Filter haben und so der Lautstärke angepasst werden können. Den besten Schutz bietet jedoch der sogenannte „Kapselgehörschutz“: Dieser wird wie eine Art Kopfhörer über die Ohren gestülpt.“Auch wenn Fans den Motorensound lieben und live erleben möchten, so kann ich nur empfehlen, es ganz genau wie das Formel-1-Team in der Boxengasse zu machen und einen Kapselgehörschutz zu verwenden. Auf diese Weise kann man als Zuschauer möglichen Folgeschäden durch eine hohe Lärmbelastung entgehen“, fordert Mediziner Mlynski. Viele seien sich der Gefahren gar nicht bewusst: „Jeder sollte sich aber fragen, ob er ein Leben lang die Folgen eines einzigen Nachmittags ohne Gehörschutz tragen möchte.“ Übrigens: Die Motoren in der Formel 1 heulen am 15. März in Melbourne in Australien wieder auf. Der Rat der Mediziner könnte dann lauten: Augen auf und Ohren zu.

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