Frost & Sullivan: Sicherheit und Leistung rangieren vor Umwelt
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Fahrzeugbesitzer fordern sichere und leistungsstarke Autos. Umwelt-Aspekte werden von ihnen nur für diejenigen Bauelemente in Betracht gezogen, die nicht mit Sicherheit oder Fahrleistung in Zusammenhang stehen. Das ist eines der Ergebnisse einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan mit dem Titel „2010 Europe Vehicle Owners‘ Perception oft Materials Used in the Production of Vehicles“. Befragt wurden 500 vor einer Kaufentscheidung stehende Frauen und Männer zu ihrer Wahrnehmung von Metrialien, die im Autobau verwendet werden.

Beurteilt wurde, welche Materialien für die Verwendung in speziellen Fahrzeuganwendungen vom Verbraucher als optimal eingeschätzt werden und welche Bedeutung Fahrzeugbesitzer den verschiedenen Materialarten bei der Fahrzeugkomponentenfertigung beimessen. Erfragt wurde außerdem die Bereitschaft, ein Fahrzeug zu kaufen, das aus umweltfreundlichen Materialien hergestellt ist. „Allgemein sind sich Fahrzeugbesitzer der jeweiligen Materialien, die in ihren Fahrzeugen zu Sicherheit und Leistung beitragen und die unter Umständen geringere negative Auswirkungen auf die Umwelt haben könnten, kaum bewusst“, stellt Anna Kuberacka, Senior Research Analystin bei Frost & Sullivan, fest.

Die meiste Bedeutung maßen die befragten Verbraucher der Leistung und allgemeinen Sicherheitsausstattung, wie Bauteile für Motor und Antriebsstrang sowie strukturelle Komponenten wie Rahmen und Fahrgestell, bei. Die wichtigsten Merkmale, aufgrund derer ein Material als wichtig eingestuft wird, sind grundsätzlich dieselben, die auch bei der Kaufentscheidung ausschlaggebend sind: Zuverlässigkeit, Langlebigkeit und Sicherheit.

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Fahrzeugbesitzer relativ geringe Kenntnisse über die Materialien vorweisen können. Außerdem wurde deutlich, dass derartige Informationen von der großen Mehrheit auch kaum als relevant betrachtet werden. Es ergab sich gleichzeitig ein Zielkonflikt zwischen Umweltfreundlichkeit und Sicherheitstechnik; baulicher Widerstandsfähigkeit oder Fahrleistung. Kuberacka: „Es zeigte sich, dass Fahrzeugbesitzer meinen, dass die Einbeziehung von „grünen“ Technologien beim Fahrzeugbau dazu führt, dass wichtige Fahreigenschaften und Sicherheitsfunktionen zugunsten der Umwelt geopfert werden.“

Es kann – laut Kuberacka – dennoch gelingen, das Bewusstsein für neue und innovativere Materialien bei Autokunden zu fördern und hierbei speziell für Materialien, die zur Fertigung von „grünen“ und energieeffizienteren Komponenten erforderlich sind. Dann könnten Materialhersteller die notwendige Unterstützung erhalten, um Fahrzeughersteller dazu zu bewegen, den Anteil von diesen innovativen Materialien in Fahrzeugen künftig zu erhöhen. Die größten Chance sieht die Studie erwartungsgemäß ei der Gruppe derer, die sich selbst als umweltbewusste Verbraucher einschätzen. Diese Gruppe sei weniger an Fahrleistung und Sicherheit interessiert. Aber der Aspekt der Umweltfreundlichkeit steht auch für diese Gruppe beim Autokauf nicht an oberster Stelle der Prioritätenliste.

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