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Gebrauchtwagen-Check: BMW 1er – Fahrspaßgarantie in der Kompaktklasse
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Seit dem Facelift 2009 sieht es auch Innen ganz manierlich aus Bilder

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Beim 1er werden die Hinterräder angetrieben Bilder

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Das Cabrio trägt ein Stoffdach Bilder

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Das Coupe ist noch mehr auf Fahrspaß gemünzt Bilder

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Der BMW 1er ist der Dynamiker in der Kompaktklasse Bilder

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In der sonst vor allem auf Nutzwertmaximierung und Massengeschmack gepolten Kompaktklasse ist der BMW 1er ein Sonderfall. Klein und beengt wie er ist, kann er in Sachen Alltagstauglichkeit mit VW Golf und Co. kaum mithalten. Dafür bietet er aber technische Besonderheiten und ganz viel Fahrspaß – dank seines generell hohen Qualitätsniveaus auch noch als Gebrauchter.

Karosserie und Innenraum

Schon bei den äußeren Abmessungen gehört die zwischen 2004 und 2011 gebaute erste Generation des Einstiegs-BMWs nicht zu den Größten in der Kompaktklasse. Zudem sorgt die in dieser Klasse einzigartige Bauart mit Längsmotor und Hinterradantrieb für beengte Platzverhältnisse im Innenraum – ein Quermotor in Kombination mit Frontantrieb wie bei der Konkurrenz ist einfach platzsparender unterzubringen. Vor allem im Fond des 1er geht es eng zu. Verschärft wird das Problem noch dadurch, dass wie häufig bei BMW die Füße der Passagiere nicht unter die Vordersitze passen. Das gilt für alle vier Karosserievarianten; den 1er gibt es als Drei- und Fünftürer sowie als Cabrio und zweitüriges Coupé mit kleinem Stufenheck.[foto id=“417115″ size=“small“ position=“left“]

Motoren

Wer das Dynamik-Potenzial des 1er spüren will, sollte nicht zu den kleinen Benzinern greifen. Der 90 kW/122 PS starke Motor im 116i und sein 105 kW/143 PS starkes Pendant im 118i sind etwas müde. Der 125 kW/170 PS starke 120i ist spürbar flotter und nicht viel durstiger. Wirklich durchzugsstark geht aber erst das 195 kW/265 PS starke Sechszylindermodell 130i zur Sache. Coupé und Cabrio legen noch einen drauf und bieten den gleichen Grundmotor mit 225 kW/306 PS für den 135i an. Wem das zu exotisch und zu kostspielig ist, fährt mit einem Diesel am besten. Dort reicht das Leistungsband von 85 kW/115 PS bis 150 kW/204 PS. Schon mit dem Einstiegsmotor im 116d ist man ordentlich motorisiert, ein echter Leckerbissen in der Kompaktklasse ist der Top-Selbstzünder im 123d. Kleines Problem der 1er-Selbstzünder: Laut TÜV mehren sich Klagen über Geräusche aus dem Steuertrieb bei älteren Modellen.

Fahrwerk

Dank Hinterradantrieb und straffem Fahrwerk ist der 1er das Handling-Wunder unter den Kompaktwagen. Kein anderer geht so agil um die Kurve und bietet mehr Kontrolle am Volant. Kehrseite ist aber ein straffes und unkomfortables Abrollen, das durch die bis Anfang 2009 serienmäßig verwendeten Run-Flat-Reifen noch verstärkt wird. Bei der Qualität zeigt sich das Fahrwerk ebenfalls hart: Bis auf gelegentlich ausgeleierte Spurstangen gibt es keine Probleme. Bei der Probefahrt sollte daher auf ungewöhnliche Geräusche aus Richtung der Achsen geachtet werden.

Ausstattung und Sicherheit[foto id=“417116″ size=“small“ position=“right“]

Bei der Sicherheit gibt sich der 1er keine Blöße. Die klassenüblichen sechs Airbags sind genauso an Bord wie der Schleuderschutz ESP. Ansonsten zeigt sich BMW wie üblich eher kniepig. Die Serienausstattung ist lückenhaft, die Aufpreisliste lang. Zu den Besonderheiten zählen die hervorragende, aber zur Not verzichtbare Aktivlenkung sowie das M-Sportpaket, das in Sachen Fahrwerkshärte noch einmal einen Nachschlag gibt.

Qualität

Beim TÜV zeigt der BMW 1er sich als echtes Premium-Auto. In der Mängelstatistik schneidet er deutlich besser ab als die gewöhnlichen Kompakten. Lediglich die verschlissenen Spurstangen sowie poröse Bremsschläuche bieten gelegentlich Grund für Beanstandungen. Kinderkrankheiten wie defekte Nockenwellenversteller, Startprobleme wegen übersprungener Steuerketten oder gestörte Einspritzanlagen, wie sie bis etwa 2006 auftraten, sollten mittlerweile auch bei betroffenen Fahrzeugen behoben sein.

Fazit

Wer am häufigsten allein oder zu zweit fährt, ist mit dem BMW 1er gut und vor allem dynamisch unterwegs. Ein ordentlich behandeltes Modell sollte auch dem Zweit- oder Drittbesitzer noch viel Freude machen können. Wer sich nicht mit den mageren Einstiegsbenzinern zufrieden gibt und auch etwas Ausstattung haben möchte, sollte aber mindestens mit 8.000 Euro für ein acht Jahre altes Auto kalkulieren.

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