Citroen

Gebrauchtwagen-Check: Citroen C5 – Ein Franzose mit deutschen Tugenden

Gebrauchtwagen-Check: Citroen C5 - Ein Franzose mit deutschen Tugenden Bilder

Copyright: auto.de

Das Cockpit braucht sich vor dem zeitgenössischer Premiummodelle nicht zu verstecken Bilder

Copyright: auto.de

Der Innenraum  überzeugt mit schönen Materialien und guter Verarbeitung Bilder

Copyright: auto.de

Die Technik stammt von der Businesslimousine C6 Bilder

Copyright: auto.de

Einige Modelle haben das exzellente hydropneumatische Fahrwerk an Bord Bilder

Copyright: auto.de

Auf dem Gebrauchtmarkt zählt der C5 zu den Schnäppchen Bilder

Copyright: auto.de

Der Citroen C5 ist wohl das deutscheste Auto der Marke Bilder

Copyright: auto.de

Citroën-Modelle zeichnen sich traditionell durch eine gewisse Extravaganz aus. Für die Mittelklasse-Baureihe C5 gilt das allerdings nur bedingt – Limousine und Kombi sind eher im sachlichen deutschen Stil gehalten. Doch ein paar Schrullen leistet er sich trotzdem – leider auch bei der Qualität.

Karosserie und Innenraum[foto id=“464283″ size=“small“ position=“right“]

Der C5 (interne Bezeichnung: Typ RT/TD) strahlt auch fünf Jahre nach Markteinführung noch Eleganz und Wertigkeit aus. Das gilt vor allem für den Innenraum, bei dem Citroën auf seine sonstigen Design-Sonderwege verzichtet hat und stattdessen exzellent gemachten Mainstream liefert. Nur bei der fest stehenden Lenkradnabe mit den vielen Knöpfen erlaubt man sich eine kleine Skurrilität. Die Sitze sind bequem, das Platzangebot vorne sehr gut, hinten ordentlich und die Bedienung bis auf einige kleinere Ergonomie-Schwächen einfach. So ist der C5 ein hervorragendes Langstreckenauto, vor allem, wenn die optionale Hydropneumatik an Bord ist und für Oberklasse-Komfort sorgt. Beim Gepäckraum ist der Franzose aber allenfalls Durchschnitt; auch der Kombi („Tourer“) gehört zu den kleineren Vertretern seiner Klasse.

Motoren

Beste Antriebswahl ist der 2,0-Liter-Diesel, den es in unterschiedlichen Leistungsstufen gibt. Schon mit der 103 kW/140 PS starken Variante ist man ordentlich motorisiert, noch einmal flotter und sparsamer ist die 2009 eingeführte Version mit 120 kW/163 PS. [foto id=“464284″ size=“small“ position=“left“]Diese hat zudem serienmäßig das Hydropneumatik-Fahrwerk an Bord. Wer auch leistungsmäßig zur deutschen Premium-Konkurrenz aufschließen will, wählt einen der V6-Diesel mit bis zu 177 kW/241 PS. Soll es unbedingt ein Benziner sein, steht neben verschiedenen Vierzylinder-Saugern auch ein durstiger V6-Sauger mit 155 kW/211 PS und Sechsstufenautomatik zur Verfügung. Als weitere Getriebe gibt es abhängig von der Motorisierung manuelle Fünfgang- und Sechsgangboxen oder eine altertümliche Viergangautomatik, die allerdings den Verbrauch treibt. Seit dem Facelift 2010 gibt es zudem einen 88 kW/120 PS starken Einstiegsbenziner, der ausschließlich mit dem nicht bei allen Autofahrern beliebten automatisierten Sechsganggetriebe zu haben ist.

Ausstattung und Sicherheit

Bereits die Basisversionen warten mit ordentlicher Ausstattung auf, an Bord sind etwa Klimaautomatik, Abbiegelicht und Tempomat. Das hydropneumatische Fahrwerk gehört nur in den höheren Ausstattungslinien („Confort“, „Tendance“) zum Serienumfang – und auch dort nicht in Kombination mit allen Motorisierungen. Allerdings ist auch das Stahlfeder-Fahrwerk gut abgestimmt. Wer richtigen Luxus will, findet ihn im C5 „Exclusive“, der unter anderem über Teilleder-Massagesitze verfügt. Für Sicherheit sorgen in jeder Variante sieben Airbags, beim EuroNCAP-Crashtest fuhr der Franzose 2009 die Bestwertung von fünf Sternen ein.

Qualität[foto id=“464285″ size=“small“ position=“right“]

Wie schon beim Vorgängermodell (2001 bis 2008) ist auch beim C5 der zweiten Generation die Vorderachse eine Schwachstelle. Die Gelenke haben laut TÜV oft zu viel Spiel, die Spurstangen sind häufig ausgeschlagen. Bei der Probefahrt sollte daher auf ungewöhnliche Geräusche aus dem Vorderwagen geachtet werden. Auch die Lenkung muss sorgfältig gecheckt werden, denn sie ist eine weitere Schwachstelle des C5. Dritter notorischer Problemfall: Motor und Getriebe leiden unter Ölverlust. Beim Kauf von Privat ist daher eine Inspektion des Garagenbodens sinnvoll, beim Händler sollte man um eine Fahrt auf die Hebebühne bitten. Von einem frisch gewaschenen Motorraum sollte man sich aber nicht täuschen lassen. Dass Rost kein Thema ist und die Bremsen besser abschneiden als beim Durchschnittsauto ist angesichts des Reparaturlosten-Potenzials des Mängel-Trios nur ein schwacher Trost.

Fazit

Der Citroën C5 ist in vieler Hinsicht auf Augenhöhe mit den deutschen Wettbewerbern. Mit der Hydropneumatik hat er sogar ein Alleinstellungsmerkmal, das ihn für komfortorientierte Fahrer besonders attraktiv macht. Kaufen sollte man allerdings nur gut gepflegte und regelmäßig gewartete Exemplare. Ansonsten macht auch der relativ niedrige Gebrauchtwagen-Preis nicht glücklich. Den C5 gibt es schon ab rund 9.000 Euro.

UNSERE TOP-ANGEBOTE FÜR SIE

MEHR ERFAHREN AUS DEM BEREICH NEWS

mitsubishi l200

Neuer Mitsubishi L200 Pick-up erspäht

Cadillac Escalade-V: Die Kraft und Herrlichkeit

Cadillac Escalade-V: Die Kraft und Herrlichkeit

Mustang_GT_001

Neuer Ford Mustang GT abgelichtet

zoom_photo