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Gebrauchtwagen-Check: Nissan X-Trail – Pragmatiker im Gelände-Look

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Mit dem Facelift 2010 wurde der Innenraum überarbeitet Bilder

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Vier von fünf Sternen konnte der X-Trail der zweiten Generation 2007 beim NCAP-Crashtest erringen Bilder

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Der X-Trail hat einige typische Schwächen Bilder

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Das seit 2007 gebaute SUV wird im kommenden Jahr vom äußerlich deutlich weich gespülteren Nachfolger abgelöst Bilder

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Der X-Trail sieht nicht nur geländegängig aus, er ist es im Vergleich mit anderen SUV auch Bilder

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Außen Geländewagen, innen SUV – das ist der Nissan X-Trail. Er kommt optisch hochbeinig und kantig daher, ist aber eher für komfortable Familientouren ausgelegt als für nervenaufreibende Ausflüge ins Gelände. Das seit 2007 gebaute SUV wird im kommenden Jahr vom äußerlich deutlich weich gespülteren Nachfolger abgelöst. Die aktuelle Generation ist auch als Mehrjähriger eine Empfehlung. Allerdings gibt es einige typische Schwächen zu beachten.

Karosserie und Innenraum[foto id=“492092″ size=“small“ position=“right“]

Die hohe Sitzposition und das kantige Design verschaffen Übersicht und ein gutes Gefühl. Das ehemalige, von Kunden häufig monierte Zentraldisplay rückt mit der zweiten Generation des X-Trail wieder nach links und somit vollständig ins Blickfeld des Fahrers. Das Navi-System muss der Gebrauchte der Wahl nicht zwingend an Bord haben – es ist eher umständlich zu bedienen. Mit dem Facelift 2010 wurde der Innenraum überarbeitet. Er wirkt nun deutlich hochwertiger, zum Beispiel, weil die Polsterstoffe dicker sind. 479 Liter Gepäckraumvolumen sind schon ein guter Wert, die praktischen Schubladen unter dem Ladeboden eingerechnet sind es sogar 603. Wer die Rückbank umklappt kann den Laderaum sogar auf sehr ansehnliche 1.773 Liter erweitern.

Motoren und Fahrwerk

Die zwei Benziner mit 104 kW/141 PS und 124 kW/169 PS kickten die Japaner mangels Nachfrage mit dem Facelift aus dem Programm, seitdem gibt es nur noch die beiden Dieselmotoren. Die 2,0-Liter-Selbstzünder leisten 110 kW/150 PS beziehungsweise 127 kW/172 PS. Der kleinere Diesel ist ein guter Kompromiss zwischen Fahrleistungen und Verbrauch, er verbrennt in [foto id=“492093″ size=“small“ position=“left“]Kombination mit dem manuellen Getriebe 6,4 Liter ab 2010, vorher waren es 7,1 Liter auf 100 Kilometer – so zumindest die Normwerte. Durch zusätzliche Einspritzöffnungen und verbesserte Aerodynamik wurde der Verbrauch der Aggregate mit dem Facelift gesenkt. Ein elektronisches Allradsystem verteilt das Drehmoment im Allradmodus auf die Räder mit der besten Haftung. Untersetzung oder Sperrdifferential hat der X-Trail nicht an Bord – er ist eben eher ein Fahrzeug für gemütlich zurückgelegte Langstrecken als für schweres Gelände. Dem Komfort entspricht auch das sanftmütig abgestimmte Fahrwerk.

Ausstattung und Sicherheit

Vier von fünf Sternen konnte der X-Trail der zweiten Generation 2007 beim NCAP-Crashtest erringen, nun haben auch alle Modelle den Schleuderschutz ESP an Bord. Klimaautomatik, Berganfahrhilfe und Dachreling gehören ebenfalls immer zum Lieferumfang. Nettes Extra: Optional bietet Nissan für den X-Trail eine Rückfahrkamera im Rückspiegel an, so dass nicht mehr unbedingt das teure Navigationsgerät geordert werden muss.

Qualität[foto id=“492094″ size=“small“ position=“right“]

Dass das Licht ein düsteres TÜV-Kapitel beim X-Trail ist, darüber kann man leicht hinwegsehen – ist ein solcher Mangel doch leicht und kostengünstig zu beheben. Überdurchschnittlich häufig bemängeln die Prüfer bei der Hauptuntersuchung aber auch das Lenkungsspiel, außerdem gibt es immer wieder Probleme mit der Vorderachse. Auch auf die Auspuffanlage sollte man bei einem Gebrauchten achten – die Schalldämpfer fallen relativ oft bereits beim dritten TÜV wegen Rost auf. Im November 2009 beorderte Nissan gut 7700 X-Trails in die Werkstätten, weil sich eine Befestigungsschraube des Lenkgetriebes lösen konnte. Gebrauchtwagenkäufer sollten darauf achten, dass diese Reparatur erledigt wurde. Insgesamt wird der X-Trail [foto id=“492095″ size=“small“ position=“left“]etwas häufiger mit leichten oder erheblichen Mängeln bei den Sachverständigen vorstellig als andere Fahrzeuge seines Alters – er hat dann aber auch schon mehr Kilometer auf dem Tacho als der Durchschnitts-Pkw.

Fazit

Wer ein solides SUV mit eigenwilliger Optik sucht, das von der Italienreise bis zum Anhängerziehen alles mitmacht, der ist beim X-Trail richtig. Üppig ist das Angebot an Gebrauchten der zweiten Generation hierzulande nicht – da hat ihm sein Marken-Bruder Qashqai den Rang abgelaufen. Bei etwa 7.000 Euro beginnt das Angebot, gut ausgestattete Modelle um die 100.000 Kilometer kosten ab 10.000 Euro aufwärts.

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