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Gebrauchtwagen-Check: VW Passat CC – Schönheit zahlt sich aus
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Mit dem CC hat VW die Lücke zwischen Passat und der Oberklasselimousine Phaeton gefüllt. Der Kunde kann daher mit dem Coupé-Able Bilder

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Bei der Hauptuntersuchung durch den TÜV schneidet der CC deutlich besser ab als der technisch weitgehend identische Passat. Bilder

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Der VW Passat ist in Deutschland der Dienstwagen per se. Wer einen fahren will, ohne wie ein Außendienstler zu wirken, kann seit 2008 die mit Coupé-Stilmitteln veredelte CC-Version wählen. Die leidet zwar unter einigen Verarbeitungsmängeln, schneidet beim TÜV allerdings besser ab als die normale Limousine und der Kombi. Probleme kann er trotzdem machen.

Karosserie und Innenraum

Hier gilt der übliche Coupé-Vorbehalt nicht: Im viertürigen Passat CC haben die Insassen nicht weniger Platz als in der Limousine, vorne sitzt es sich aufgrund der größeren Sessel und der verlängerten Achsen sogar etwas luftiger. Allerdings auch eine Spur tiefer, was Kunden mit Rückenproblemen bedenken sollten. Der Kofferraum ist nur minimal kleiner als bei der Limousine, der Fond bietet je nach Ausführung zwei (Einzelsitze) oder drei Personen (durchgehende Bank) Platz. Aufgrund des abfallenden Daches droht Großgewachsenen aber Deckenkontakt.

Während der CC dem edlen Anspruch äußerlich durchaus gerecht wird, leidet der Innenraum unter Qualitätsproblemen. Bekannt sind unter anderem knisternde Dachhimmel, knarzende Armaturenbretter und undichte Türgummis, unter denen sich Rost bildet. Kaufinteressenten sollten hier einen genauen Blick drauf werfen. Ärger kann auch das optionale Panoramadach machen, das Windgeräusche verursacht oder mit dem Rollo klappert. Eine Reparatur ist extrem aufwändig.[foto id=“457861″ size=“small“ position=“left“]

Motoren

Wie es sich für das Spitzenmodell der Passat-Familie gehört, gibt es lediglich die starken Motoren aus dem Baureihen-Regal. Den Einstieg markiert ein 1,8-Liter-Turbobenziner mit 118 kW/160 PS, der 2012 von einem gleich starken 1,4-Liter-Motor mit Turbo und Kompressor abgelöst wurde. Darüber rangiert ein 2,0-Liter-Turbo mit 147 kW/200 SP (ab 2010: 155 kW/210 PS). Die Benziner gehen flott und souverän zur Sache, brauchen aber auch ordentlich Sprit. Noch durstiger, aber wegen seiner Laufruhe und Durchzugskraft bestens zum Charakter des CC passend: der 3,6-Liter-V6 mit 220 kW/300 PS. Serienmäßig sind hier Doppelkupplungsgetriebe und Allradantrieb.

Auf Dieselseite finden sich die Vernunft-Triebwerke: ein 2,0-Liter-Motor mit 103 kW/140 PS (kurzzeitig auch: 105 kW/143 PS) oder alternativ in der auf 125 kW/170 PS (2012: 130 kW/177 PS) aufgerüsteten Version. Alle Selbstzünder wurden auch mit Allradtechnik angeboten.

Ausstattung und Sicherheit

Bei der Serienausstattung übertrifft der CC das Standardmodell deutlich. Immer an Bord sind unter anderem Klimaanlage, CD-Radio und Berganfahrhilfe. Die stärkeren Motorisierungen verfügen zudem über ein adaptives Fahrwerk. Trotzdem ist die Optionsliste lang. Zu den interessantesten Punkten zählen die Rückfahrkamera, die die designbedingt schlechte Sicht nach hinten ausgleicht, das – leider anfällige – Panoramadach und der aktive Tempomat. Bei der Sicherheit gibt sich der CC ebenfalls keine Blöße, sechs Airbags und ESP sind immer dabei.[foto id=“457862″ size=“small“ position=“left“]

Qualität

Bei der Hauptuntersuchung durch den TÜV schneidet der CC deutlich besser ab als der technisch weitgehend identische Passat. Kein Wunder, spult letzterer doch als prototypischer Vertreterwagen im Schnitt deutlich mehr Kilometer herunter als der feine Ableger. Wenn es aber doch zu Prüfer-Schelte kommt, betrifft sie beim CC fast immer die Hinterachse. Lenkung, Bremsen und Auspuffanlage hingegen sind unproblematisch. Und auch die typischen Passat-Schwächen wie Antriebswelle und Vorderachse treten bei dem schonender gefahrenen CC kaum auf.

Fazit

Mit dem CC hat VW die Lücke zwischen Passat und der Oberklasselimousine Phaeton gefüllt. Der Kunde kann daher mit dem Coupé-Ableger kostengünstig upgraden. Als Gebrauchter hat der CC seinem bürgerlichen Verwandten zudem die bessere Langzeitqualität voraus – allerdings auch den höheren Preis. Rund 14.000 Euro müssen schon angelegt werden.

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