Gebrauchtwagenkauf – Wie geht es richtig?
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Viele Gebrauchtwagen werden von Privat verkauft Bilder

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Alle reden von den Neuwagenzulassungen, dabei ist der Markt für Gebrauchtwagen deutlich größer. Vergangenes Jahr wechselten 6,4 Millionen Fahrzeuge ihren Halter. Das ist Zuwachs von sieben Prozent gegenüber 2009, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ermittelt hat. Vor allem in den wärmeren Monaten zwischen März und Oktober steigt die Nachfrage nach gebrauchten Autos. Der Kauf eines Gebrauchtwagens von Privat hat aber seine Tücken. Im Gegensatz zum Autohändler, der auf Gebrauchte zwölf Monate Gewährleistung geben muss, haftet der Privatverkäufer für ein schadhaftes Auto selten oder gar nicht. Interessenten sollten daher beim Kauf einige Dinge beachten.

Begrenzung der Fahrzeugtypen

Neun von zehn Gebrauchten werden heute online angeboten, insgesamt stehen nach einer Erhebung des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen in Deutschland rund drei Millionen Pkw, Nutzfahrzeuge und Motorräder in Online-Börsen. Bis zu zehn Millionen Deutsche informieren sich pro Monat dort über die Angebote. Um aber nicht den Überblick zu verlieren, ist es ratsam, sich vorher auf maximal drei unterschiedliche Fahrzeugtypen zu begrenzen. Wer ein passendes Fahrzeug gefunden hat, sollte es mit anderen Autos vergleichen, die eine ähnliche Laufleistung und Ausstattung aufweisen. Baujahr, die Anzahl der Vorbesitzer und eventuelle Unfallschäden sind ebenfalls wichtig. Preistabellen für Gebrauchtwagen finden sich beim ADAC und anderen Autoclubs. Man kann das ausgewählte Fahrzeug vor dem Kauf aber auch individuell bewerten lassen, z.B. online beim TÜV, der DAT oder EurotaxSchwacke.

Seriosität prüfen

Rückt ein Fahrzeug in die engere Wahl, sollte der Anbieter zunächst auf Seriosität geprüft werde. Gibt ein gewerblicher Händler nicht seine volle Anschrift an oder wird kein Geschäftsführer oder ein anderer Verantwortlicher genannt, ist dies häufig kein gutes Zeichen. Vorsicht ist auch geboten, wenn das Angebot nachlässig, lückenhaft oder missverständlich formuliert ist. Im Zweifel sollte man stets sehr genau nachfragen. Sagen einem alle Aussagen und die Fotos des Verkäufers zu, wird ein Termin vereinbart. Besser, man plant dafür ausreichend Zeit bei Tageslicht ein und nimmt einen sachkundigen Bekannten mit. Der kann einem bei zu viel Freude und Euphorie bremsen, sonst kann es beim Verhandeln unnötig teuer werden.

Serviceheft

Zunächst gilt die Aufmerksamkeit dem Serviceheft. Wurden alle vorgeschriebenen Wartungen durchgeführt? Anhand von TÜV-Belegen und Rechnungskopien über Wartungs- und Reparaturarbeiten kann der Kilometerstand kontrolliert und die durchschnittliche monatliche Laufleistung errechnet werden. Ist diese in der Zeit kurz vor dem Verkauf drastisch gesunken, könnte das auf eine Tacho-Manipulation hinweisen. Stark abgenutzte Pedale und Schalthebel oder ein abgewetztes Lenkrad deuten ebenfalls auf eine hohe Laufleistung hin. Ein Blick unter die Fußmatten und Teppiche gibt [foto id=”345546″ size=”small” position=”left”]Auskunft darüber, ob das Auto undichte Stellen an Unterboden, Scheibenrahmen oder Radhäusern hat. Auch die Ersatzradmulde im Kofferraum verdient Beachtung und sollte ebenfalls in einwandfreiem Zustand sein.

Pflegezustand

Am Lack eines Autos kann man gut den Pflegezustand ablesen. Ist er stumpf, hat Risse oder weist er an manchen Stellen starke Farbunterschiede auf, deutet das auf schlechte Pflege oder reparierte Unfallschäden hin. Ein normal gepflegter Lack sollte auch noch nach Jahren in einwandfreiem Glanz erstrahlen. Im Motorraum gehört die Kontrolle der Fahrgestellnummer zur ersten Aufgabe. Bei der weiteren Sichtung sollte auch auf die Füllstände von Wasser, Bremsflüssigkeit und Öl sowie Ölundichtigkeiten und Rost geachtet werden. Zeigt sich die Antriebseinheit als ein verdrecktes Stück Metall, war die Pflege des Fahrzeugs offensichtlich mangelhaft. Andererseits: Eine frische Motorwäsche ist ebenfalls verdächtig.

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Pneus

Bei den Reifen ist neben der richtigen Größe (steht im Fahrzeugschein) auch auf das Alter zu achten. Dieses erkennt man an der sogenannten DOT-Nummer, die in die Reifenflanke eingeprägt ist; die letzten vier Ziffern beschreiben die Produktionswoche und das Jahr. So steht die Zahlenfolge 0607 für die sechste Kalenderwoche im Jahr 2007. Die Reifen sollten eine Profiltiefe von mindestens vier Millimeter haben. Haben die Pneus weniger als 1,6 Millimeter Profil, müssen auf jeden Fall neue gekauft werden, weil dann die zulässige Mindestprofiltiefe unterschritten ist. Das bedeutet zusätzliche Kosten, die bei den Verhandlungen berücksichtigt werden müssen.

Probefahrt

Hat das Fahrzeug die Augenscheinkontrollen bestanden, gehört als nächstes eine Probefahrt zum Pflichtprogramm. Dabei ist auf Motor- und Antriebsgeräusche sowie Abrollverhalten zu achten. Aber auch Lenkung, Bremse und Elektrik sollten nicht vernachlässigt werden. Das Lenkrad darf kein großes Spiel haben und sollte beim Bremsen nicht zittern. Auf [foto id=”345548″ size=”small” position=”left”]gerader Straße darf der Wagen nicht zur Seite ziehen, auch beim Bremsen muss er sauber in der Spur bleiben. Um eventuelle Störgeräusche von Motor, Fahrwerk oder Karosserie besser wahrnehmen zu können, sollte das Radio ausgeschaltet werden.

Immer noch unsicher?

Wer sich trotz allem unsicher ist, kann das Fahrzeug vor dem endgültigen Kauf einem unabhängigen Kfz-Sachverständigen vorführen. Dieser prüft das Auto auf eventuelle Mängel und beurteilt den geforderten Preis. Und er kann einen Tipp abgeben, ob der Gebrauchte sein Geld wert ist. Ist man sich handelseinig, geht es ans Bezahlen. Bei Privatverkäufen gilt: Bargeld gegen Fahrzeugbrief. Auf dem Kaufvertrag werden der genau Zeitpunkt der Übergabe und die Personalausweis-Nummern beider Vertragspartner eingetragen. Auch Zusatzvereinbarungen wie das Ummelden des Autos müssen darauf vermerkt sein. Um Ärger nach einem eventuellen Unfall zu vermeiden, sollten Autos aber nur abgemeldet verkauft werden.

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