„Grünes“ Auto zu teuer
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Das Dilemma ist offensichtlich: Zwei Drittel der deutschen Autofahrer liebäugeln mit umweltschonenden Antriebs-Varianten. Doch kaum einer kauft sich ein „grünes“ Auto. Das liegt ganz klar an den hohen Kosten, hat jetzt eine Studie der Motor Presse Stuttgart ergeben.

Generell schauen die Autokäufer verstärkt aufs Geld. Das sorgt für Zurückhaltung bei den Neuwagen und für einen Boom bei Gebrauchten.Für die deutschen Pkw-Lenker hat ein möglichst umweltfreundlicher Antrieb eine hohe Priorität, so das Umfrage-Ergebnis. Dass es Elektro-, Gas- und Hybridfahrzeuge bisher nur auf 1,6 Prozent Marktanteil gebracht haben, liegt demnach vor allem am höheren Preis, heißt es in der Studie „Autofahren in Deutschland 2014“. Bei Elektroautos steigt die Mehrheit bei einem Preis-Aufschlag ab 3.000 Euro aus. Wären Öko-Modelle gleich teuer wie „herkömmliche“ Fahrzeuge, wäre das für 56 Prozent der Autofahrer ein akuter Umsteige-Anreiz.Nach einem Rückgang um 4,2 Prozent 2013 drehte sich der Neuwagen-Markt in den ersten Monaten 2014 auf ein Plus von rund drei Prozent.

Firmenfahrzeuge, Vermieter-, Hersteller- und Händlerzulassungen machen mit 63 Prozent die deutliche Mehrheit der Neuanmeldungen aus. Und noch etwas zeigt die Studie: Neuwagen-Kunden werden immer älter. Letztes Jahr war der durchschnittliche Neu-Käufer fast 52 Jahre alt. Die wichtigsten Ansprüche an ihren neuen Untersatz: Zuverlässigkeit (97 Prozent), angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis (94 Prozent) und hohe Sicherheitsstandards (93 Prozent).Der Zurückhaltung bei den Neuen steht ein deutlicher Anstieg beim Gebrauchtmarkt gegenüber: Mehr als sieben Millionen Besitzumschreibungen wurden 2013 registriert. „Obwohl die Neuwagenpreise in den letzten Jahren nur moderat angestiegen sind, haben sich immer mehr ehemalige Neuwagenkäufer zuletzt für einen Gebrauchten entschieden“, konstatieren die Autoren der Stuttgarter Automarkt-Studie.Durchaus positiv stehen die Autofahrer ihren modernen Assistenten im Auto gegenüber. Der Einsatz von Park-Pilot, Notbrems- oder Spurhalte-Assistent ist 91 Prozent von ihnen wichtig, gut die Hälfte ist sich sicher, dass die Helfer in Zukunft ganz das Steuer übernehmen werden. Und: 42 Prozent sind an einem Internet-Anschluss im Auto interessiert.

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