Güterverkehr und Logistik: Zugführer dringend gesucht

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Die steigende Nachfrage nach Speditions-, Transport- und Logistikdienstleistungen verschärft zunehmend den Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte. Das gilt laut dem Bundesamt für Güterverkehr (BAG) sowohl innerhalb des Güterverkehr- und Logistik-Gewerbes als auch branchenübergreifend. Die Behörde hat die Arbeitsmarktsituation und Arbeitsbedingungen in der deutschen Güterverkehrs- und Logistikwirtschaft untersucht. Demnach ist Personalbedarf in weiten Teilen der Branche angestiegen. Das gilt zum einen für den kaufmännischen Bereich, zu dem Speditionskaufleute, Schifffahrtskaufleute und Kaufleute für Kurier-, Express- und Postdienstleistungen zählen.

Zum anderen verzeichneten die Berufsgruppen für den Transport teils deutliche Beschäftigungszuwächse. Dazu gehören Berufskraftfahrer, Schienenfahrzeugführer und Fachkräfte für Kurier-, Express- und Paket-Dienstleistungen. Die Besetzung offener Stellen in der Verkehrsbranche wird zunehmend schwieriger. Im Laufe des vergangenen Jahres ist die Zeit bis zur Stellen-Besetzung in mehreren Berufsfeldern der Branche angestiegen. So etwa bei Kaufleuten im Transportbereich und bei Kraftfahrzeugführern. Massive Schwierigkeiten treten etwa bei der Besetzung offener Stellen für Schienenfahrzeugführer auf, wo die Vakanzzeit im April 2013 ganze 207 Tage betragen hat. Das waren 104 Tage mehr als im Vorjahresmonat, womit sich die Wartezeit verdoppelt hat. Damit sind Schienenfahrzeugführer im branchenübergreifenden Vergleich die Berufsgruppe mit der höchsten Vakanzzeit in Deutschland.

Wegen der hohen Altersstruktur der Beschäftigten in weiten Teilen der Verkehrsbranche ist in den kommenden Jahren mit einer weiteren Wettbewerbsverschärfung auf den Arbeitsmärkten zu rechnen. Die Situation in Ausbildungsbetrieben ist hierbei regelmäßig besser als in Unternehmen, die nicht in der Ausbildung aktiv sind. Die Ausbildungszahlen steigen in den meisten Berufsfeldern zwar tendenziell an. Zahlreiche Unternehmen aber versuchen, ihren Personalbedarf außerhalb der eigenen Firma zu decken.Die Ausbildung im Verkehrsgewerbe genießt zwar ein hohes Ansehen, doch erscheinen andere Wirtschaftsbranchen für Berufsanfänger häufig attraktiver. Ein entscheidender Aspekt wird laut dem BAG die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sein. Lange und unregelmäßige Arbeitszeiten aber erschweren die konkrete Umsetzung im Transportgewerbe. Die meisten Unternehmen bieten den Beschäftigten bislang keine Angebote zur Kinderbetreuung an. Als weiteren Hemmschuh sieht das BAG die Verdienstmöglichkeiten an. Die Vergütung der Mitarbeiter sei im Industriegewerbe teils deutlich höher. In Bayern liegt die Tarifentlohnung für Lagerbeschäftigte in der Industrie zum Beispiel rund 20 Prozent höher als im Speditions- und Transportgewerbe.

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