Halbierung des Schienenlärms bis 2020

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Eine Halbierung des Schienenlärms bis 2020 will das Bundesverkehrsministerium (BMVBS) durch die Umrüstung von Güterwagen auf leisere Bremssysteme erreichen. Auch soll in den Lärmschutz an Bahnstrecken mehr investiert werden.

Für die Umstellung auf sogenannte „Flüsterbremsen“, die das Fahrgeräusch anhand moderner Bremssohlen reduzieren, stellt der Bund 152 Millionen Euro bereit. Damit sollen mindestens 80 Prozent der 180 000 in Deutschland verkehrenden Güterzüge in den kommenden acht Jahren modernisiert werden. Danach erhalten laute Züge, die die geltenden Richtlinien nicht erfüllen, für das deutsche Netz keine Zulassung mehr. Neue Wagons werden schon jetzt mit der neuen Technik ausgestattet.

Der Lärmschutz an den Bahnstrecken – etwa der Bau von Lärmschutzwänden – läuft parallel weiter. Für neue Strecken gelten bereits heute hohe Lärmschutz-Standards. Auf dem übrigen Streckennetz hat die Bundesregierung rund 3 700 Kilometer „besonders belasteter“ Güterstrecken identifiziert, deren Sanierung nach und nach erfolgt. Hier investiert das BMVBS jährlich 100 Millionen Euro, 2013 stehen im Rahmen des “Sonderprogramms Lärmschutz Schiene“ zusätzlich 40 Millionen Euro zur Verfügung.

Einen Beitrag zum Lärmschutz soll auch die Abschaffung des sogenannten „Schienenbonus“ leisten, die der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat nun einstimmig beschlossen hat. Bisher wird Schienenlärm um fünf Dezibel „besser“ beurteilt als etwa Straßenlärm. Diese Regelung entfällt für Züge ab 1. Januar 2015, für Straßenbahnen ab 1. Januar 2019. Dies erhöht künftig die Anforderungen beim Bau von Schienenstrecken weiter. Sämtliche Lärmschutzmaßnahmen fasst eine neue Broschüre zusammen, die als Download kostenlos auf der Website des BMVBS zur Verfügung steht.

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