Hohe Energiekosten machen Zuliefer-Betrieben Probleme
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Für die mittelständischen Automobilzulieferer in Deutschland werden die steigenden Energiepreise immer mehr zu einem Problem. Die Kosten könnten sich im Wettbewerb mit anderen Ländern als Nachteil erweisen. Bei einer Umfrage in 129 Betrieben mit bis zu 1 000 Mitarbeitern gaben knapp zwei Drittel der Unternehmen an, dass die hohen Preise in Deutschland ihnen im Wettbewerb ernste Schwierigkeiten bereiten könnten. Weitere 30 Prozent stimmten in der vom Center of Automotive Management (CAM) erarbeiteten Studie im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung immerhin noch bedingt zu, dass die Energiekosten sie finanziell zu sehr belasten. 83 Prozent monieren außerdem die ihrer Meinung nach zu hohen Steuern und Abgaben in Deutschland. Sie fordern, diese Kosten deutlich zu senken, um die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen langfristig zu sichern. Ein Dorn im Auge waren den Geschäftsführern der Betriebe ferner die hohen Personalkosten.

Die Ergebnisse der Befragung zeigen nach Darstellung von Studienleiter Prof. Dr. Stefan Bratzel, dass es für die Automobilzulieferer immer schwerer werde, die Kostennachteile am Standort Deutschland in einem harten internationalen Wettbewerb durch Produktivitätsverbesserungen auszugleichen. Bratzel sieht die Gefahr, dass durch die steigenden Strompreise in Deutschland mittelfristig Arbeitsplätze von Zulieferunternehmen verlorengehen und die Produktion verlagert wird.

Die Untersuchung zeigt außerdem, dass die Stimmung unter den mittelständischen Zulieferern optimistisch ist. Rund 60 Prozent der befragten Unternehmen beurteilten die Geschäftsaussichten für dieses Jahr mit „gut“ bis „sehr gut“. Noch positiver blicken die Betriebe in die Zukunft, die auch im Ausland präsent sind.

Die Lage der Zulieferer wird in der aktuellen Umfrage noch etwas besser beurteilt, als vor einem Jahr, teilt das Center of Automotive Management mit. Dass sich die Geschäfte verschlechtern werden, glauben hingegen lediglich sechs Prozent. Nach Darstellung von Bratzel wird ein Auslandsengagement für die mittelständischen Automobilzulieferer wegen des stagnierenden europäischen Automobilmarktes und der zunehmend globalisierten Produktionsstrukturen der Hersteller immer wichtiger

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