Honda Civic

Honda Civic 1,6 i-DTEC: Sanft aber kräftig
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First Man, then Machine. Honda ist immer gut für einen markigen Spruch, mit dem der nach eigenem Bekunden größte Motorenhersteller der Welt Anspruch auf technische Meisterleistungen hegt. Sicher, was die japanische Marke da auf zwei oder vier Räder stellt, reicht vom drögen Einzylinder-Viertakter im Rasenmäher bis hin zu Hochdrehzahl-Vierzylindern, die mit ihren beeindruckenden Literleistungen in der Motorrad-Fireblade-Serie als die schnellen Brüter unter den Verbrennungsmaschinen gelten. Aber ein Diesel, ein Motor, der kaum sonst wo auf der Welt geringeres Ansehen als in der japanischen Heimat genießt? Als schmutzig, laut und fast schon unanständig wird der Selbstzünder im Land des Lächelns gesehen, dennoch widmen sich ihm ganze Heerscharen von Entwicklern, die sehr wohl wissen, dass so manch ein Sparziel nur mit seiner Hilfe in greifbare Nähe rücken kann. Die Zutaten für die Maschine sind wohlbekannt und schon jahrelang bewährt. Im Vergleich zum früheren Selbstzünder im Civic wurde der Hubraum um immerhin 0,6 Liter auf 1,6 Liter verringert. Dazu haben die Konstrukteure die innermotorische Reibung reduziert, etwa mit Hilfe von Kolben mit kürzeren Schäften. Und nicht zuletzt das Gewicht einzelner Motorkomponenten erheblich verringert, der "D-TEC" ist deutlich leichter als Andere. 88 kW/120 PS liefert der Motor, 300 Newtonmeter stellt er als maximales Drehmoment bei 2.000 Umdrehungen in der Minute bereit. Das reicht für eine Beschleunigung in 10,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und 207 km/h Höchstgeschwindigkeit. Am Volant fühlt sich das sportlicher an, als es sich liest, zumal der Civic mit direkter Lenkung und strammem Fahrwerk gerne wie ein Kart um die Kurven flitzt und dabei nie seine Leichtfüßig- und Lässigkeit verliert. Vor allem aber ist der 1,6-Liter-Vierzylinder ein Flüsterdiesel. Weder beim Kaltstart noch bei anderen Betriebszuständen lässt er sich zum Nageln hinreißen, Dröhn- und Brummgeräusche sind ihm ebenso fremd. Obwohl der Selbstzünder - ebenfalls aus Gründen der Gewichtsreduzierung - ohne eine vibrationsmindernde Ausgleichswelle arbeitet. Dafür gibt er gern das Sparbrötchen aus Überzeugung. Trotz sehr forscher Fahrt reichen ihm 5,8 Liter Diesel für 100 Kilometer. Wer es jedoch versteht, die Start-Stopp-Automatik richtig einzusetzen, die Schaltempfehlung strikt befolgt und per Computergrafik des Bordrechners sieht, bei welcher Drehzahl und in welchem Gang das Triebwerk am effizientesten arbeitet, der kommt ohne große Mühen auf den Durchschnittsverbrauch nach Normmessung. Und der liegt bei 3,7 Liter Treibstoff für 100 Kilometer. 50 Liter Dieselvorrat an Bord sorgen da gewiss bei manchem Tankwart für Überraschung, wenn der Civic an der Zapfsäule vorfährt. Bande der Freundschaft wird man mit dem Mann im Kassenhäuschen auch wegen eines vergessenen Tankdeckels nicht knüpfen können. Der ist im Deckel über dem Einfüllstutzen integriert und spart einen zusätzlichen Handgriff. Der einst beim Civic kritisierte, weil falsch positionierte Überlauf, hat mittlerweile den Platz gewechselt und ermöglicht ein kleckerfreies Betanken. Bei den Bemühungen, den Verbrauch zu verringern unterstützt die Instrumenten-Grafik des Honda den Fahrer. In sattem Grün strahlen die beiden symbolischen Fahrbahnbegrenzungen links und rechts der digitalen Geschwindigkeitsanzeige, wenn die passende Übersetzung des leicht aber etwas knochig schaltenden Sechsganggetriebes gewählt wurde und der Motor in optimaler Drehzahl mit wenig Gas arbeitet. Wer es eiliger hat, sieht ein helles Blau im Instrumententräger, dunkelblau schimmert die LED-Anzeige, wenn die volle Leistung abgerufen wird. Eine Schaltanzeige ist zusätzlich dabei, die Start-Stopp-Automatik arbeitet entscheidungssicher und setzt den Motor beim Loslassen der Bremse wieder ruckfrei und blitzgeschwind wieder in Gang. Unterstützt wird das Sparprogramm durch das keilförmige Design der Karosserie, der Civic ist ein Meister der Aerodynamik, mit einem Luftwiderstandsbeiwert von 0,27 cW gehört er zu den Klassenbesten. Viel Feinarbeit an Blech und Kunststoff sowie ein teilverkleideter Unterboden sind hierfür entscheidende Maßnahmen. Innen ist Variabilität dank des cleveren Rückbank-Konzepts gegeben, ihre Sitzflächen lassen sich entgegen der Fahrtrichtung hochklappen, sperrige Gegenstände können mühelos im Fond verstaut werden. Der Kofferraum hat Gardemaß, 477 Liter passen hinein, das Umklappen der Rückbanklehnen steigert das Transportvolumen auf 1.378 Liter. Beim Beladen stört allein die hohe Kante, über die Koffer, Kästen und Taschen gehievt werden müssen. Auch wenn die Federung des Civic zu den strafferen Abstimmungen gehört, befördert der Viertürer seine Passagiere noch ausreichend komfortabel. Ein gutes Raumangebot gibt es auf allen Plätzen. Und dank einer aktiven, über die Lautsprecher der Audioanlage mit Gegenschall arbeitenden Geräuschdämpfung ist der 1.365 Kilogramm wiegende Fronttriebler leise unterwegs. Wer sich nicht an seiner exaltierten Formensprache stört, findet einen angenehmen Begleiter für Stadt und Land. Der obendrein mit einem angemessenen Preis punkten kann. 25.790 Euro kostet der Civic in der gut ausgestatteten Version Sport, das Assistenten-Ensemble steht für 750 Euro in der Preisliste, und Navigation gibt es für günstige 600 Euro.

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Technische Daten Honda Civic 1.6 i-DTEC

Länge/Breite/Höhe/Radstand in Metern: 4,37/1,77/1,47/2,60
Leergewicht: 1.378 kg
zul. Gesamtgewicht: 1.870 kg
Kofferraumvolumen: 377 l bis 1.378 l
Wendekreis: 11,1 m
Tankinhalt: 50 l
Motor: Vierzylinder-Turbodiesel
Hubraum: 1.597 ccm
Leistung: 88 kW/120 PS bei 4.000/min
max. Drehmoment: 300 Nm bei 2.200/min
Höchstgeschwindigkeit: 207 km/h
0 bis 100 km/h: 10,5 s
Normverbrauch: 3,7 l/100 km
CO2-Ausstoß: 98 g/km
Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe, Frontantrieb
Preis: ab 25.790 Euro

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