Jaguar E und Range Rover lieferten sich Kopf-an-Kopf-Rennen

Jaguar E und Range Rover lieferten sich Kopf-an-Kopf-Rennen Bilder

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Hamburg-Berlin-Klassik 2011: Regisseur Sönke Wortmann (links) und Schauspieler Jürgen Vogel. Bilder

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Hamburg-Berlin-Klassik 2011: Regisseur Sönke Wortmann und Burkhard Knopke (Chefredakteur von Auto Bild.de) im Range Rover I. Bilder

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Hamburg-Berlin-Klassik 2011: Schauspieler Jürgen Vogel und Journalist Ralf Schütze im Jaguar E-Type. Bilder

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Schauspieler Jürgen Vogel in einem Jaguar E-Type Serie I von 1961 und Regisseur Sönke Wortmann mit einem Range Rover von 1981 zählten zu den vielen prominenten Teilnehmern der zum vierten Mal ausgetragenen Klassik-Rallye „Hamburg-Berlin“. Nach einem Prolog rund um Hamburg waren die über 180 Teilnehmer seit Freitag auf einer zweitägigen Reise, die sie durch sechs Bundesländer und über 700 Kilometer gestern bis in die Bundeshauptstadt führte. Unter der Bewerbung von Land Rover zusätzlich dabei war ein Ur-Ahn des Defender, ein 50 PS starker Land Rover Serie I Baujahr 1949.

Die von der Zeitschrift „Auto Bild Klassik“ organisierte Gleichmäßigkeits- und Zuverlässigkeitsfahrt ist für Fahrzeuge bis Baujahr 1989 ausgeschrieben. Ältestes Auto war in diesem Jahr ein Hispano-Suiza Baujahr 1921 mit 6,6-Liter-Motor, gesteuert von der knapp 74-jährigen Berliner Motorsportlegende Heidi Hetzer.

Zur hohen Attraktivität der Rallye trägt die immer wieder hohe Zahl prominenter Starter aus Film, Musikbranche und Sport entscheidend bei. In diesem Jahr waren neben Jürgen Vogel und Sönke Wortmann unter anderen Peter Maffay, Udo Lindenberg, Katarina Witt, Schauspieler Ralf Herforth und Rallyelegende Rauno Aaltonen (mit Prinz Leopold von Bayern als Beifahrer) am Start.

Der rote Jaguar E-Tpye Roadster, mit dem Jürgen Vogel und der Journalist Ralf Schütze die 700 Kilometer in Angriff nahmen, hat einen 265 PS starken 3,8 Liter Reihensechszylinder unter der langen Haube. Er gehört zu den ältesten noch aktiven Exemplaren des in diesem Jahr 50 Jahre alt gewordenen Sportwagen-Klassikers. Kein Geringerer als Enzo Ferrari outete sich einst mit dem Lob „das schönste Auto der Welt“ als Bewunderer des Briten. Für Jaguar selbst erwies sich der am 15. März 1961 in Genf enthüllte [foto id=“360859″ size=“small“ position=“left“]E-Type nicht nur als unbezahlbarer Image-Träger, sondern auch als kommerzieller Erfolg. In 14 Jahren setzte das Unternehmen weltweit über 70 000 Einheiten des als Coupé und Roadster erhältlichen Modells ab. Ursprünglich war nur an eine Kleinserie facht worden.

Der ursprünglich an einen italienischen Kunden ausgelieferte Range Rover Baujahr 1981 von Regisseur Sönke Wortmann und „Auto Bild.de“-Chefredakteur Burkhard Knopke ist eines der letzten Modelle mit zwei Türen. Noch im selben Jahr wurde in vielen anderen Ländern bereits eine neue Version mit vier Türen und elektrischen Fensterhebern eingeführt. Der heute allgemein als Range Rover Classic titulierte Luxus-Offroader gilt als authentischer Vorläufer der heutigen SUV. Denn er vereinte luxuriöses Ambiente und gediegenen Langstreckenkomfort mit hoher Geländetauglichkeit. Der 3,5 Liter große V8 aus Aluminium leistet 135 PS und wird von zwei Zenith-Stromberg-Vergasern gespeist; 1984 stellte Land Rover ihn auf Benzin-Einspritzung um, ehe 1989 zusätzlich der Hubraum auf 3,9 Liter stieg.

Der von 1970 bis 1996 gebaute Range Rover Serie I war das erste Großserienauto mit permanentem Allradantrieb. Der Luxusgeländewagen basiert auf einem Leiterrahmen mit zwei Starrachsen. Schon 1982 konnte Land Rover den Bau des 100 000sten Range Rover feiern.

Wenn er gerade einmal nicht bei einer Zuverlässigkeits-Fahrt im Einsatz ist, genießt der bei der Hamburg-Berlin-Klassik von Dag Rogge und Bernhard Weinbacher (Auto Bild Allrad) pilotierte Land Rover Serie I ein geruhsames Pensionärs-Dasein im Land Rover Experience Center in Wülfrath. Der urige „Landie“ stammt noch aus dem ersten Produktionsjahr 1949 und wurde wie alle sehr frühen Land Rover für den Einsatz in der Landwirtschaft konzipiert. Davon zeugt noch heute ein Riemenscheibenanschluss an der hinteren Stoßstange. Dank diverser anderer Kraftabnahmen rund ums Auto konnte solch ein Land Rover auch so [foto id=“360860″ size=“small“ position=“left“]unterschiedliche Gerätschaften wie Kreissägen oder Presslufthämmer antreiben und wurde so zum Allzweckgerät. Das unterstrich auch eine Spill-Winde am Bug: Von der Kurbelwelle angetrieben, konnte sie bis zu 1150 Kilo ziehen.

Die unter Obhut von Dag Rogge stehende Rarität wurde vor einiger Zeit gründlich restauriert und dabei in seinen Originalzustand zurückversetzt. Der 1,6 Liter große Vierzylinder-Benziner hat hängende Ein- und seitliche Auslassventile und leistet 50 PS. Erst 1954 wurde er von einem 2,0-Liter-Aggregat mit 52 PS abgelöst. Bei dem zweitürigen Pick-up schützt bei Regen nur eine Plane mehr schlecht als recht die Fahrerkabine. Es dauerte aber nur bis 1950, ehe Land Rover auch eine Version mit festem Dach ins Programm aufnahm.

Beide Promis, sowohl Jürgen Vogel als auch Sönke Wortmann konnten bei der vierten Auflage eine Platzierung unter den Top 100 für sich verbuchen. Dabei entschied Schauspieler Jürgen Vogel das Jaguar Land Rover interne Duell denkbar knapp für sich: Der Schauspielr landete auf Platz 94, der Regisseur musste sich mit Platz 95 begnügen. Der Ur-Landie von Dag Rogge kam auf den 110. Platz in der Gesamtwertung.

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