Zukunftsmobilität

Karlsruhe mit Leuchtturmprojekt für Mobilität
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Alle Mobilitätsangebote auf einen Blick und mit einem Klick. Das ist das Ziel des vom Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) beauftragten Projekts „RegioMOVE“, dass vom Land Baden-Württemberg und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit zusammen rund fünf Millionen Euro gefördert wird. Dabei sollen Mobilitätsangebote von regionalen Partnern verknüpft werden. Die Karlsruher PTV Group modelliert dabei die Angebote, untersucht neue Betriebskonzepte, stellt Technologie für das Auskunftssystem bereit und plant die Ausgestaltung neuartiger Mobilitätsstationen.

Mobilität soll künftig als Dienstleistung aufgefasst werden

Mobility-as-a-Service (MaaS) lautet hier das Schlagwort. Dabei wird die tatsächliche Verkehrsnachfrage zum zentralen Dreh- und Angelpunkt für die Ausgestaltung von Mobilitätsangeboten. Neben den klassischen Verkehrsarten (Fuß, Rad, motorisierter Individualverkehr und öffentlicher Verkehr) werden auch Mobility-as-a-Service-Konzepte wie Car- und Bike-Sharing sowie das Bündeln von Mitfahrgelegenheiten (Ride Pooling) aus Sicht der Verkehrsteilnehmer untersucht.

Erstes Ziel der Kooperation ist es, die Auswirkungen der Mobilitätsstationen und der Services auf die Infrastruktur und das Verkehrsgeschehen zu verstehen. Das Forschungsvorhaben wurde im Dezember gestartet und soll in den nächsten drei Jahren die Grundlagen für den Aufbau eines multimodalen Verkehrsverbunds inklusive der passenden Technologie und Infrastruktur schaffen.

Die Simulation wird dabei auch intermodale Wege berücksichtigen

Um betriebliche Rahmendaten für benötigte Fahrzeugflotten im Bereich von innovativen und klimafreundlichen Servicekonzepten zu erhalten, werden auf Basis der regionalen Entwicklung der Verkehrsnachfrage und des Mobilitätsangebotes sinnvolle System- und Servicespezifikationen – wie maximale Wartezeiten, Umwege, Pick-up-/Drop-off-Konzepte – beschrieben und mit dem Verkehrsmodell simuliert.

Die Verkehrsexperten der PTV untersuchen dabei auch, wie neue Mobilitätsstationen, sogenannte Ports, ausgestaltet werden sollen und liefern die Basistechnologie für ein übergreifendes, multimodales Reiseauskunftssystem. Die planerischen Arbeiten im Arbeitspaket Port werden in Zusammenarbeit mit der Hochschule Karlsruhe und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) erbracht.

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