Pfiffiges Kurvenwunder

Kia Picanto 1.0 T-Gdi: Flotter Kleiner
Dank des 100 PS-Motors ist der kleine Kia Picanto bis zu 180 Sachen schnell. Bilder

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Die Rückfahrkamera und der 7-Zoll-Bildschirm gehören bei der Version X-Line zur Serienausstattung. Bilder

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Vergleichsweise geräumig: Der Kofferraum des kleinsten Kia fasst bis zu 1.010 Liter. Bilder

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Moderne Kleinstwagen sind längst keine rollenden Verzichtserklärungen mehr. Wer bereit ist, ein bisschen mehr für seinen Stadt-und -Land-Flitzer auszugeben, kann durchaus auch eine Menge Fahrspaß und Komfort haben. So wie beim kleinsten Kia, dem Picanto, mit der Spitzen-Motorisierung namens 1.0 T-Gdi.

Das Format des kleinen Asiaten ist absolut stadttauglich

Mit seinen 3,67 Meter Länge und 1,63 Meter Breite macht er das Durchkommen leicht und entwickelt sich geradezu zur Parkplatz-Finde-Maschine: Wenn der Picanto nicht mehr in eine Lücke passt, schafft das auch kein anderer Fünftürer. Und Fünfsitzer - denn auch wenn das Wohlfühl-Klima nur bei Zweier-Besetzung im Fond wirklich stimmt, können auf kurzen Strecken hinten durchaus auch mal drei Passagiere befördert werden. Beim jüngsten Generationensprung hat zudem auch noch der Kofferraum deutlich zugelegt. 255 bis 1.010 Liter sind gute Werte im Kleinstwagen-Segment. Da darf der Einkauf auch mal etwas üppiger ausfallen.

Trotz nur 3,67 Meter Außenlänge wirkt der Kia Picanto in der etwas höhergelegten Version X-Line durchaus erwachsen.

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Klar: Design ist immer Geschmackssache

Aber der Picanto macht es dem Betrachter leicht, ihn zu mögen. Er wirkt von der markentypischen Tigernase im Kleinformat bis zu den deutlich akzentuierten Heckleuchten und dem Sportauspuff mit Doppel-Endrohr sympathisch und kompetent. Und speziell in der leicht höher gelegten Version X-Line, die den angesagten Crossover-Look ins Kleinstsegment bringt, durchaus auch flott und modern. Auch innen haben die Designer für frische Akzente gesorgt, etwa mit bunten Applikationen, die das biedere Einheits-Grau auflockern. Die Materialien und die Verarbeitung geben keinen Anlass zur Kritik.

In dieser Version sind beispielsweise so angenehme Zutaten wie die Klimaautomatik, Parksensoren hinten, eine Rückfahrkamera, ein Smart Key-System, beheizbare Vordersitze und ein heizbares Lenkrad serienmäßig installiert, die beiden letzten Features zeigen eindrucksvoll, wie einst reinen Luxusgefährten vorbehaltene Annehmlichkeiten ruckzuck nach unten demokratisiert werden - zumindest bei Kia. Als Extra werden noch der autonome Notbremsassistent und das Navi fürs 7-Zoll-Display angeboten. Letzteres ist kein Muss, denn die Wegführung kann auch vom Smart- oder iPhone via Android Auto oder Apple CarPlay eingespielt werden. Die Bedienung des Picanto ist weitgehend selbsterklärend, die Tasten und Knöpfe sind da, wo sie hingehören. In die Sitze vorne passen auch größer gewachsene Zeitgenossen.

Auch der Picanto weist den Kühlergrill im Kia-typischen Tigernasen-Look auf, dazu große Kühlluftöffnungen.

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Und jetzt ist der eingangs erwähnte Fahrspaß dran

Denn die technoide Bezeichnung 1.0 T-Gdi steht für einen 100 PS starken Einliter-Dreizylinder mit Turbo-Beatmung. Und der hat erwartungsgemäß mit dem rund eine Tonne schweren Picanto keine größeren Probleme. Im Gegenteil: Er macht den kleinen Asiaten ordentlich flott. Untermalt von einem gut gedämpften Knurren aus dem Motorraum legt das Aggregat los, dank des schon bei 1.500 U/min gebotenen maximalen Drehmoments von immerhin 172 Newtonmetern geht es von unten raus munter voran. Und wer es wirklich wissen will, kann das Triebwerk locker über 5.000 Touren drehen lassen. Dass das gut schaltbare Getriebe nur fünf Gänge aufweist, fällt nicht negativ auf. Denn die Durchzugskraft des Motors sorgt dafür, dass trotz langer Übersetzung in der höchsten Fahrstufe immer genügend Kraft zur Verfügung steht.

Die Fahrleistungen des Picanto erfüllen die Erwartungen, die der Pilot angesichts der Motordaten hegt. In Zahlen: Höchstgeschwindigkeit 180 km/h, 0 bis 100 km/h in 10,1 Sekunden. Das sind natürlich keine Sportwagenwerte, aber für die Kleinstwagenklasse ist das Gebotene wirklich ordentlich. Vor allem, weil das an die Leistung angepasste Fahrwerk ein angenehmes Gefühl der Souveränität aufkommen lässt. Der flotte Autozwerg wirkt nie übermotorisiert. Und zwar weder beim engagierten Kurvenflitzen, noch bei vollem Tempo auf der Autobahn. Kia hat auf dem Prüfstand einen Normverbrauch von 4,7 Liter je 100 Kilometer ermittelt, im realen Fahrgeschehen meldete der Bordcomputer Werte um die sechs Liter. Weniger wäre durchaus möglich, aber wie schon gesagt: Fahrspaß ist auch bei den Kleinsten zu finden - und es ist sehr verführerisch, die dynamischen Fähigkeiten des Turbobenziners auch einzusetzen.

Der silberfarbene Unterfahrschutz und die beiden Auspuff-Endrohre sind die X-Line-Zutaten am Heck des Picanto.

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Bleibt die Preisfrage

Als GT-Line ist der 100 PS-Picanto ab 16.090 Euro zu haben, die X-Line-Variante kostet ab 17.290 Euro. Dafür gibt es neben den guten Fahrleistungen, dem pfiffigen Look und der guten Ausstattung auch noch sieben Jahre Garantie obendrauf.

Technische Daten

Kia Picanto 1.0 T-GDIFünftüriger fünfsitziger Kleinstwagen
Länge/Breite/Höhe/Radstand in Millimetern 3.670/1.625/1.485/2.400
Leergewicht 1.020 kg
zul. Gesamtgewicht 1.405 kg
Kofferraumvolumen 255 bis 1.010 l
Wendekreis 9,40 Meter
Tankinhalt 35 Liter
Preis ab 17.290 Euro
Motor Dreizylinder-Turbobenziner
Hubraum 998 ccm
Leistung 74 kW/100 PS bei 4.500 U/min
max. Drehmoment 172 Nm bei 1.500 U/min
Höchstgeschwindigkeit 180 km/h
Beschleunigung 0 bis 100 km/h 10,1 s
Normverbrauch 4,7 l/100 km
CO2-Ausstoß 108 g/km
Schaltung Fünfgang-Schaltgetriebe
Antrieb Frontantrieb.

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